Förderprogramm für Jugendliche

Im Kulturrucksack stecken 8000 Euro

Durch die Förderung können Musik-, Kunst-, und Kulturprojekte unterstützt werden.
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Durch die Förderung können Musik-, Kunst-, und Kulturprojekte unterstützt werden.

Programm soll buntes und reichhaltiges Angebot für Kinder und Jugendliche fördern.

Von Stefan Singer

Wermelskirchen. Es gibt viele kulturelle Angebote in Nordrhein-Westfalen: Theater, Museen, Konzerthäuser, Chöre, Tanzkompanien, Literaturhäuser, Kulturfestivals, Jugendzentren und soziokulturelle Zentren. Das Problem ist nur, dass es zu wenig kostenlose kulturelle Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 14 Jahren gibt. Abhilfe schaffen soll Geld aus der Landesförderung „Kulturrucksack NRW“.  Antragsberechtigt sind Gemeinden und Kommunen, in denen mindestens 3500 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren leben.

Da weder Wermelskirchen noch eine andere Kommune im Umfeld allein auf diese Zahl kommt, haben sich Wermelskirchen, Burscheid, Kürten, Leichlingen und Odenthal in einem Verbund zusammengeschlossen. „Der gemeinsame Antrag war erfolgreich – nun können alle fünf Städte gemeinsam in die Planung gehen“, teilt die Stadtverwaltung mit.

„Es ist eine tolle Chance für die Kinder und Jugendlichen in unserer Stadt, weil wir ihnen durch die Fördergelder des ‚Kulturrucksacks NRW‘ noch viel mehr Möglichkeiten für kulturelle Angebote bieten können“, sagt Bürgermeisterin Marion Lück. Denn: Neben Projekten in den einzelnen Städten sollen auch städte- und gemeindeübergreifende Angebote geschaffen werden, die zur kulturellen Bildung der Kinder und Jugendlichen beitragen.

Insgesamt beträgt die Fördersumme für den Städte-Verbund 31.224 Euro. Davon erhält Wermelskirchen pro Jahr über 8000 Euro für die Umsetzung der Projekte. Im ersten Jahr der Förderung müssen allerdings Eigenmittel in Höhe von 20 Prozent der Förderung eingebracht werden. „Und da freuen wir uns sehr, dass sich die Firma Dönges bereiterklärt hat, die Eigenmittel in voller Höhe zu übernehmen“, sagt Bürgermeisterin Marion Lück.

In Wermelskirchen beteiligen sich der Kinder- und Jugendtreff sowie die Jugendkunstschule der Kattwinkelschen Fabrik, die Stadtbücherei und andere Träger der freien Jugendarbeit. Auch die Kultur- und Kunstvereine der Stadt, die Musikschule oder Chöre sind aufgerufen, passende Aktionen auf die Beine zu stellen, betont die Stadtverwaltung ihr Interesse an weiteren Projekten, die sich an die Zielgruppe richten.

Konzepte können in vielen Varianten eingereicht werden

Vereine und Institutionen mit Projektideen sollen auf die Ansprechpersonen in den Städten zukommen, erklärt Jasmin Dorner, Kulturmanagerin der Städte Wermelskirchen und Burscheid: „Ob regelmäßig stattfindende Workshops, einmalige Wochenend- oder Ferienkurse – alle Varianten sind willkommen.“ Alle Projekte sollen den Kindern und Jugendlichen kostenlos oder kostengünstig zugänglich gemacht werden, um allen die Möglichkeit zu geben, teilzunehmen. Dabei stünden der künstlerische Anspruch, die Qualität der Projekte sowie der Mehrwert für die Kinder und Jugendlichen im Fokus.

Durch die Vernetzung der fünf Kommunen soll ein möglichst buntes und noch vielfältigeres Angebot für die Kinder und Jugendlichen geschaffen werden, das bisher in den Kommunen noch fehlt. So gibt es beispielsweise in Wermelskirchen wenige Theaterangebote für Kinder und Jugendliche und in Odenthal fehlt die Musikschule für musikalische Bildung.

Kulturrucksack

Der „Kulturrucksack NRW“ startete 2012 mit 28 Pilotkonzepten für insgesamt rund 320.000 Kindern und Jugendliche. Ideen für kulturelle Angebote in Wermelskirchen können per E-Mail gemeldet werden:

j.dorner@wermelskirchen.de

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