Abfall

Illegaler Müll mehrt sich in der Stadt

Immer wieder bekommt die Stadtverwaltung Hinweise auf illegale Müllabladeplätze. Sei es an Containern für Altglas und Altpapier oder auch in der freien Natur.
+
Immer wieder bekommt die Stadtverwaltung Hinweise auf illegale Müllabladeplätze. Sei es an Containern für Altglas und Altpapier oder auch in der freien Natur.

Immer wieder laden Unbekannte ihren Unrat beispielsweise an Containern ab.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass im Stadtgebiet immer wieder „wilder Müll“ gemeldet wird, weil Abfall beispielsweise an Containern abgestellt wird, die für diese Reste nicht vorgesehen sind. Die Stadt Wermelskirchen informiert deshalb darüber, dass die bereitgestellten Container für die Sammlung von Altkleidern, Altglas, Batterien oder Elektrokleingeräten ausschließlich für die Sammlung der jeweiligen Abfallarten genutzt werden dürfen.

Es sei in den vergangenen Wochen häufiger vorgekommen, dass trotz wöchentlicher Reinigung aller Containerstandorte und regelmäßiger, turnusmäßiger Leerungen, vermehrt Hausmüll, Sperrmüll und Elektrogroßgeräte an den Containerstandorten illegal entsorgt wurden.

„Wer so handelt, muss mindestens mit einem Bußgeld und einem Kostenersatz für den entstandenen Aufwand rechnen. Unter Umständen liegt sogar ein Straftatbestand vor, wenn es sich um gefährliche Abfälle handelt“, warnt die Abfallberatung der Stadt.

Illegal abgelagerte Abfälle zu beseitigen verursache hohe Kosten, die den Abfallgebührenhaushalt belasten würden und von der Allgemeinheit gezahlt werden müssten. Verstärkte Kontrollen der Ordnungsbehörde sollen deshalb dafür sorgen, dass der „wilde Müll“ gestoppt werde. Was zudem bei Kontrollgängen an den Müllcontainer-Standorten auffalle: Häufig liege dort entsorgter Müll herum.

Interaktive Karte informiert über Depot-Container

Das sei völlig unnötig, schreibt die Verwaltung. Denn es würden Rest- und Bioabfall, Papier und Verpackungen abgeholt. Zusätzlich dazu sei eine kostenlose Abgabe von Grünabfällen, Elektrogroßgeräten, Kühlgeräten, Altpapier, Metall, Alttextilien, Schuhen, Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren, LED-Lampen, Batterien, Korken sowie CDs und DVDs oder von Gelben Säcken am Wertstoffhof in der Albert-Einstein-Straße 28 möglich.

Zu den Elektrogroßgeräten gehören Elektroherde, Mikrowellen, Spül- und Waschmaschinen, Wäschetrockner, Wäscheschleudern, Stereoanlagen, Computer, Monitore, Fernseher, elektrische Rasenmäher oder elektrisches Werkzeug. Außerdem stehen Depotcontainer für Altglas, Altkleider, Batterien und Elektrokleinteile im Stadtgebiet in Wermelskirchen bereit. Bürgerinnen und Bürger können sich auf der Website der Stadt über die interaktive Karte über die Standorte dieser Depotcontainer informieren.

https://wermelskirchen.maps.arcgis.com

Hier sind die Depotcontainer für Altglas, Altkleider, Altbatterien und Elektrokleingeräte verortet. Zu Letzteren gehören übrigens elektronische Haushaltsgeräte wie Toaster, Kaffeemaschinen, Handmixer oder Eierkocher, elektrische Rasierer, Föhn, Telefone, kleines elektronisches Spielzeug und elektronisches Kleinwerkzeug. Zusätzlich dazu besteht die Möglichkeit, Sperrmüll, Elektrogroßgeräte und Kühlgeräte durch die von der Stadt beauftragte Entsorgungsfirma Revea auf Abruf am Grundstück abholen zu lassen. Die Abfuhr von Sperrmüll, Elektrogroßgeräten und Kühlgeräten kann durch den den Kauf einer Abfuhrkarte, die es ohne Terminvergabe am Empfang im Rathaus, oder online über die Website der Stadt gibt, beantragt werden. Auf der Webseite der Stadt finden sich alle Online-Anträge unter dem Suchbegriff „Bürgerservice“.

Natürlich können Abfälle auch am Wertstoffhof abgegeben werden. Sperrmüll aus privaten Haushalten kann dort bis zu 3 Quadratmetern pro Anlieferung gebührenfrei angeliefert werden. Zudem können wie bisher auch Elektrogroßgeräte und Kühlgeräte kostenfrei beim Wertstoffhof abgegeben werden. Andere Abfälle wie Altreifen, Bauschutt, Baumischabfällen und Altholz werden gegen Entgelt und Quittung angenommen.

Hintergrund

Wertstoffhof: Der Kommunale Wertstoffhof (BAV & AVEA) in der Albert-Einstein-Straße 28 in Wermelskirchen ist telefonisch unter Tel. (08 00) 8 05 80 50 zu erreichen. Im Winter gelten (bis März 2023) folgende Öffnungszeiten: dienstags und donnerstags von 11 bis 16 Uhr sowie samstags von 8 bis 12 Uhr.

Hinweise: Hinweise zu den Verursachern von illegalen Müllablagerungen können bei der Abfallberatung unter Tel. (0 21 96) 71 02 26 oder per E-Mail gemeldet werden an: abfall@wermelskirchen.de

Standpunkt von Anja Carolina Siebel:

anja.siebel@rga.de

Manchmal begreift man es nicht. Eigentlich dürfte doch hinlänglich bekannt sein, dass man seinen Müll in Wermelskirchen völlig kostenfrei und problemlos beim Wertstoffhof abgeben kann. Dennoch kommt es offenbar immer häufiger vor, dass Menschen das augenscheinlich nicht begreifen oder sich nicht die Mühe machen möchten, ihren Krempel zusammenzusuchen und dorthin zu bringen. Das wäre ja mit etwas Arbeit verbunden.

Das Ergebnis dieser Ignoranz: An Glas- und Altpapiercontainern, aber auch in der freien Natur häuft sich der Unrat. Es ist zu begrüßen, dass solche Untaten künftig von den Behörden noch schärfer geahndet werden. Und wer einen Schmutzfinken beim Abladen illegalen Mülls beobachtet, der sollte auch keine Scheu haben, das zu melden. Denn das hat mit Denunziantentum nichts zu tun. Sondern damit, dass das Stadtbild verschandelt und das Miteinander somit erschwert wird. Überflüssig.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Falscher Bankmitarbeiter trickst Seniorin am Telefon aus
Falscher Bankmitarbeiter trickst Seniorin am Telefon aus
Falscher Bankmitarbeiter trickst Seniorin am Telefon aus
Betrug: Seniorin verrät Konto-Kennwort
Betrug: Seniorin verrät Konto-Kennwort
Betrug: Seniorin verrät Konto-Kennwort
WiW lässt Weihnachtsmarkt aufleben
WiW lässt Weihnachtsmarkt aufleben
WiW lässt Weihnachtsmarkt aufleben
Steigende Energiepreise bereiten Landwirt Sorgen
Steigende Energiepreise bereiten Landwirt Sorgen
Steigende Energiepreise bereiten Landwirt Sorgen

Kommentare