Kunst

Ihre Figuren erzählen von Begegnungen

Gabriele Schröter stellt in der Burger Kirche aus.
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Gabriele Schröter stellt in der Burger Kirche aus.

Künstlerin Gabriele Schröter stellt ab 21. Juli in der Burger Kirche aus.

Von Udo Teifel

Wermelskirchen. Figuren und ganze Figurengruppen in verschiedenen Werkstilen der Künstlerin Gabriele Schröter werden in der Ausstellung „Dialoge“ in der Burger Kirche gezeigt. Eröffnung ist am 21. Juli um 18 Uhr.

Gabriele Schröter begann schon früh mit der Gestaltung ihrer Figuren. In einem kleinen Hofatelier entstanden zur Adventszeit 1980 schnörkellose Krippenfiguren aus Ton, die neben der Weihnachtsgeschichte überraschend viel über die Künstlerin in spe erzählten. Es folgte das figürliche Gestalten in einem dunklen Kelleratelier mit großen tönernen Raubtieren, die nackte Jungfrauen auf ihren Rücken trugen. Schröter interessierte sich zu der Zeit vor allem für die Arbeiten von Ernst Barlach und Käthe Kollwitz. Bei der Solinger Künstlerin Ute Oberhof faszinierten sie dann die dicken Frauen.

Künstlerin experimentiert mit verschiedenen Materialien

In der Volkshochschule in Essen, deren künstlerische Leitung Ute Oberhof innehatte, gab es ebenso viele Begegnungen, Anstöße, Diskussionen wie Hilfestellungen seitens der Gruppe und ihrer Dozentin. Die Zusammenarbeit mit Oberhof hat Schröter nachhaltig geprägt: „Es sind die Gespräche, Begegnungen, kurzen Augenblicke, die inspirieren, motivieren, Gesehenes, Ereignisse, Momente umzusetzen in figürliche Gestaltung. Manche Bilder drängen, wollen bearbeitet werden, oft aber vergehen Monate oder Jahre.“ Seither experimentiert Schröter mit verschiedenen Materialien, darunter übliche Werkstoffe wie Pappmaché und Ton, aber auch ungewöhnliche wie Fliesenkleber. Dabei greift sie auch auf Alltagsgegenstände zurück: Aus einem Luftballon wird ein Kopf, aus einen Abkühlgitter für Plätzchen ein Gesicht, Draht und Holz geben Halt oder Form.

So stehen in dieser Ausstellung die dicken Frauen aus Ton neben zarten Figuren aus Pappmaché, wie die Gruppe „Windflüchter“ oder „Der Tanz“, und den eher massigen tönernen „Erinnerungen an Afrika“. Ihre Figuren erzählen von besonderen und alltäglichen Begegnungen.

Pfarrerin Almuth Conrad (Kirchengemeinde Wermelskirchen-Hünger) fasziniert, wie Schröter Abstraktes umsetzt: „Wenn ich mir die Tanzenden anschaue, dann sehe ich auf den ersten Blick ein tanzendes Paar. Erst bei näherem Hinsehen erfasse ich die vollkommene Harmonie, die zwischen den beiden im Tanz verbundenen Figuren herrscht, und verstehe, dass Liebe gemeint ist.“

Anja Kapp, die als Grundschullehrerin lieber Musik als Kunst unterrichtet, freut sich auf die Ausstellung in der besonderen Kirche in Burg: „Ich bin wirklich keine Kunstkennerin, aber ich bin gespannt, welche Geschichten mir ihre Figuren erzählen und darauf, ob ich den Gedanken dahinter erkennen kann.“

Termine: Donnerstag, 21. Juli, 18 Uhr, Eröffnung. Öffnungszeiten: 22. bis 24. und 29. bis 31. Juli, jeweils 12 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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