Projekt

Das Hüpptal soll ein Freizeitmagnet werden

Viel Grün gibt es auch jetzt schon inden Hüppanlagen. Aber demnächst sollen alle Generationen dort ihren Freizeitwert finden. Archivfoto: Karsten Mittelstädt
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Viel Grün gibt es auch jetzt schon inden Hüppanlagen. Aber demnächst sollen alle Generationen dort ihren Freizeitwert finden.
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In der Grünen Lunge der Stadt könnten alle Generationen Beschäftigung finden.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Die Verwaltung bezeichnet sie als „eines der wichtigsten Projekte“ im Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept (IKEHK): die Neugestaltung der Hüppanlagen an der Dhünner Straße.

Unter dem Motto des IKEHK „Wermelskirchen Innenstadt 2030“ ist die Gestaltung des Hüpptals als Spiel-, Sport- und Erholungsgebiet für die Innenstadt den Verantwortlichen der Stadt Wermelskirchen besonders wichtig.

Unter anderem auch, weil der Neubau des Hallenbades mit von der Entwicklung des Hüpptals abhängt. „Um Fördergelder für den Hallenbadbau zu bekommen, müssen wir unter anderem gewährleisten, dass das neue Hallenbad in ein entsprechendes Gelände eingegliedert ist“, erklärt der Technische Beigeordnete Thoma Marner auf Nachfrage. Das soll das Hüpptal sein, wo der Hallenbadneubau ja entstehen soll. Deshalb hätte die Verwaltung den Beschlussentwurf zum Hüpptal extra zeitlich vorgezogen.

Entsprechend soll den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr (StuV), die am kommenden Montag, 25. Januar, im Rathaus tagen, die Entwurfsplanung für das Hüpptal vorgelegt werden – verbunden mit einem Beschlussvorschlag für den Haupt- und Finanzausschuss.

Und so soll es dann künftig in den Hüppanlagen aussehen: Den Auftakt in der nördlich liegenden Innenstadt bildet ein rund 1500 Quadratmeter großer Platz, der als Treffpunkt, Einstieg und für kleine Veranstaltungen geeignet sein soll. Integriert werden sollen auch Areale zur Bewegung für alle Generationen, Minigolf im Gemüse- und Kräutergarten und das benachbarte Gymnasium.

Das alles mündet im Südosten der Parkanlage in ein Sportzentrum, in das dann eben der beschriebene Ersatz-Neubau des Hallenbads, eingebettet in einen attraktiv gestalteten Landschaftsraum, integriert wird.

Für die finanzielle Realisierung des Hallenbads strebt die Stadt Wermelskirchen eine Förderung durch das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ an. Um das angrenzende Wohngebiet im Südwesten nicht durch Verkehr zu belasten, soll eine neue Straßenanbindung von der Dhünner Straße, der L 409, erfolgen.

Kosten soll die gesamte Baumaßnahme 1,5 Millionen Euro; Der Eigenanteil der Stadt liegt bei 30 Prozent. Das Testat der Bezirksregierung Köln zur „grundsätzlichen Förderfähigkeit der Maßnahme“ liege vor, heißt es in dem Beschlussentwurf der Verwaltung. Entsprechend dem mittelfristigen Programm zum Handlungskonzept und in Absprache mit der Bezirksregierung soll der Zuwendungsantrag für die Umsetzung der Baumaßnahme für das Städtebauinvestitionsprogramm 2022 im September 2021 gestellt werden. Die Stadt plant, drei Landschaftsarchitekturbüros mit der Erarbeitung eines Konzeptes zu beauftragen.

Auswahlgremium soll Konzepte bewerten

Diese Mehrfachbeauftragung von konkurrierenden Büros sei ein wettbewerbliches Verfahren, weil grundsätzlich unterschiedliche Konzepte zu erwarten seien. Ein vorher gewähltes Auswahlgremium soll dann die Konzepte bewerten und schließlich eine Auswahlentscheidung treffen. Es setzt sich zusammen aus je einem Vertreter der acht Ratsfraktionen, je einem Vertreter des Kinder- und Jugendparlaments, Seniorenbeirats und Beirats für Menschen mit Behinderung sowie weiteren vier bis fünf Vertretern der Verwaltung und wird fachlich beraten.

Als Aufwandsentschädigung für die Konzepterarbeitung hat die Verwaltung aus den geschätzten Baukosten von rund 1 500 000 Euro ein Honoraranteil von je 30 000 Euro brutto einschließlich Nebenkosten ermittelt.

Zielsetzung

Ziel der Hüpptal-Gestaltung ist es laut Vorlage der Verwaltung, „ein Highlight in der Wermelskirchener Innenstadt mit den Schwerpunkten Freizeit und Tourismus zu schaffen“, das als integratives Projekt alle relevanten Nutzergruppen, wie verschiedene Generationen, Menschen mit Behinderung oder auch Schüler berücksichtigt. Dabei sei für das gewünschte Naturerlebnis ein sensibler Umgang mit dem Naturraum gefragt und der Klimaschutz angemessen zu berücksichtigen.

Es ist eine Leitidee für das gesamte Hüpptal.

Standpunkt

anja.siebel@rga-online.de

Ein Kommentar von Anja Carolina Siebel

In den nächsten Wochen wird er wohl fertig sein, der Jugendfreizeitpark. Als erstes Projekt des Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzeptes. Und der Park wird in absehbarer Zukunft nicht das einzige Projekt bleiben, das an den Start geht. In der Planung sind beispielsweise auch noch der Hallenbadneubau und – wie jetzt klar wird – die Entwicklung des Hüpptals zur Grünen Lunge Wermelskirchens. Der von der Verwaltung vorgelegte Entwurf für die Planung klingt vielversprechend. Vor allem deshalb, weil der neue, an das Eifgental angrenzende Park Naherholung und Freizeitwert für alle Generationen bieten soll. Berücksichtigt sind auch die Interessen von Menschen mit Handicap. Vor dem Hintergrund der neuen Projekte, die ja großzügig gefördert werden dürften, bleibt aber zu hoffen, dass die Stadt nicht an anderer Stelle empfindliche Einbußen durch die geplante Erhöhung der Kreisumlage erleiden muss. Die ist ja wie berichtet noch im Gespräch. Und bei aller Freude über Neues, das entsteht, wäre das eine bittere Pille, durch die wiederum kräftig eingespart werden müsste. Die Kreispolitiker haben es jetzt in der Hand. 

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