Verzögerung

Bauarbeiten in Hünger: SPD fordert Reaktion der Stadt

Die Brücke soll laut Autobahn GmbH noch lange nicht fertiggestellt sein.
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Die Brücke soll laut Autobahn GmbH noch lange nicht fertiggestellt sein.

Arbeiten an der Autobahnbrücke dauern an – und somit auch die Sperrung.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Seit gut sechs Monaten üben sich die Verkehrsteilnehmer in Hünger nun schon in Geduld. Anfang März hat die Autobahn GmbH als zuständige Behörde mit entsprechenden Arbeiten an der Gewölbebrücke über der Autobahn 1 begonnen, so dass die Straße seitdem nur noch einspurig Richtung Burg befahrbar ist.

Verkehrsteilnehmer, die aus dieser Richtung kommen oder die Autobahn aus Richtung Köln kommend verlassen, müssen einen großen Umweg in Kauf nehmen. Sie gelangen nur über die Umleitung Preyersmühle in die Wermelskirchener Innenstadt. Das nervt vor allem die direkten Anwohner in Hünger, Sellscheid und Pohlhausen.

Die SPD-Fraktion greift das Thema nun auf – und stellt einen Dringlichkeitsantrag an die Stadtverwaltung. Die Ortspolitiker um den Fraktionsvorsitzenden Jochen Bilstein fordern die Stadt auf, „unverzüglich Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßen NRW aufzunehmen“ mit dem Ziel, die Verkehrssituation im Bereich der Autobahnbrücke zu verbessern. Dazu sollte laut Ansicht der SPD zumindest eine Lenkung des gegenläufigen Verkehrs mittels einer Ampelanlage praktisch geprüft und diese gegebenenfalls eingerichtet werden.

Situation sei immer belastender für die Anwohner

Die SPD begründet das so: Die Verkehrssituation auf der L 157 sei durch die Teilsperrung der Autobahnbrücke für die Bewohner unter anderem der Ortsteile Pohlhausen, Hünger, Neuenflügel, Büschhausen und Sellscheid zunehmend belastender. Die Umleitung bedeute für die Autofahrer „erhebliche zeitliche und finanzielle Herausforderungen“. Verschärfend komme hinzu, dass vom Straßenbauträger eine Verlängerung der Bauzeit um etwa ein Jahr angekündigt wurde. Wie berichtet, hatte die Autobahn GmbH vorige Woche mitgeteilt, dass die Bauarbeiten bis Ende 2023 fortdauern sollen.

Daher sei jetzt ein Versuch zu unternehmen, eine Ampellösung auf ihre Leistungsfähigkeit zu überprüfen, findet die SPD-Fraktion. Theoretische Berechnungen würden für eine Entscheidung nicht ausreichen.

Und weiter heißt es: „Am Beispiel der Ampelanlage im Bereich der B 51, die am Ortseingang von Hilgen wegen der Teilsperrung der L 101 in Dabringhausen eingerichtet wurde, kann man erkennen, dass eine solche Verkehrslenkung möglich und sinnvoll ist.“

Laut Aussage der Stadtverwaltung habe diese bereits beim Baulastträger nach einer Ampelanlage gefragt. Die Installation sei aber nicht möglich, weil eine Ampel „nicht leistungsfähig genug“ sei.

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