Hotel Zum Schwanen besteht seit 100 Jahren

Christian Warnke (l.) übernahm den Schwanen 2016 von Klaus Willumat. Foto: Schwanen
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Christian Warnke (l.) übernahm den Schwanen 2016 von Klaus Willumat. Foto: Schwanen

Die Corona-Pandemie ist eine der größten Herausforderungen in der Historie des Hauses

Von Anja Carolina Siebel

100 Jahre in Wermelskirchen. Das war für das Traditionshotel Zum Schwanen dieser Tage ein Grund zum Feiern. 80 Gäste hatte das Ehepaar Kati und Christian Warnke eingeladen, um unter Einhaltung der Corona-Hygieneregeln den Abend zu genießen und ein bisschen in Erinnerungen zu schwelgen.

Im Jahr 1885 wurde das Haus Schwanen 1 erbaut. Damals gab es schon ein wenig Schankwirtschaft. 1919 hatte der Ururgroßvater Karl Kesper das Haus übernommen und später eine Gaststätte daraus gemacht. Geführt wurde sie damals von Karl Kespers Frau Aline. Seit 100 Jahren ist sie nun im Familienbesitz. Ein Traditionshaus mit vielen Stammgästen.

Die Corona-Pandemie hat die Familie Warnke, die das Haus im Jahr 2016 von Kati Warnkes Eltern Klaus und Ursula Willumat übernommen hatte, vor die wohl größten Herausforderungen in der Historie des Hauses gestellt. Das bestätigt Kati Warnke. „Das Mittagsgeschäft haben wir zeitweise komplett eingestellt, bis auf sonntags.“ Aber selbst an dem Tag, an dem ansonsten viele Stammgäste zu Gast waren, sei es derzeit stiller: „Wir haben viele ältere Kunden. Die sorgen sich wegen einer möglichen Infektion und bleiben deshalb lieber vorsorglich zuhause.“ Was gut laufe, sei der Bestellservice, den die Warnkes zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr bereits eingeführt hatten. „Viele Gäste, die sonst öfter kommen, greifen darauf zurück“, sagt Warnke.

Ein weiterer Lockdown würde die Gastronomen hart treffen

Sie baue darauf, dass das auch im letzten Quartal des Jahres so sei. Morgen soll es eine neue Karte geben. Mit den Gänse- und Wintergerichten. „Während sonst bei uns ja viele Weihnachtsfeiern und Gänseessen stattfinden, hoffen wir jetzt darauf, dass umso mehr Menschen die Gerichte bestellen“, sagt Warnke.

Im Hotel herrsche weiterhin Betrieb. „Weil wir ja viele Geschäftsreisende beherbergen“, erklärt die Inhaberin. Allerdings fallen jene Gäste weitgehend weg, die ansonsten nach Hochzeits- oder größeren Geburtstagsfeiern im Schwanen übernachten. „Ein weiterer Lockdown“, ist Kati Warnke überzeugt, „würde uns sehr hart treffen.“ Dennoch ist das Ehepaar guter Dinge, dass es auch bald wieder bergauf geht. „Wir sind immer noch mit Leib und Seele bei der Sache“ sagt Christian Warnke. Während er am Tag bereits in der Küche steht, kümmert sich seine Frau um insgesamt fünf Kinder. „Er hält mir da den Rücken sehr frei“, ist Kati Warnke dankbar.

Viele Gratulanten hatten die Warnkes zu ihrem 100-Jährigen. Und hoffen jetzt auf die nächsten 100 Jahre.

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