Umzug

Hospizverein hat jetzt Domizil an der Königstraße

Annette Gennat, Anke Stolz und Barbara vom Stein (v.l.) freuen sich über die neuen Räume für den Hospizverein. 

Der Hospizverein Wermelskirchen ist umgezogen. Geräumige und helle 90 Quadratmeter in der Königstraße 102, direkt neben dem Krankenhaus, sind seit Ende Dezember das neue Domizil des Vereins.

Von Anja Carolina Siebel

Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Annette Gennat und Anke Stolz haben die Arbeit bereits aufgenommen; auch Trauerfrühstück und Trauercafé finden bereits dort statt. „Unseren Mitgliedern und Freunden stellen wir die neuen Räume beim Tag der Offenen Tür am 23. April vor“, kündigt Annette Gennat an.

Farbenfroh und freundlich sind die Räume im Personalwohnheim des Krankenhauses eingerichtet. Über mehr Platz für Beratungs- und Trauergespräche sowie Treffen für Mitarbeiter und Gäste freut sich auch Barbara vom Stein, zweite Vorsitzende des Hospizvereins Wermelskirchen: „Wir fühlen uns sehr wohl.“

Weil der Altbau des Seniorenheims Haus Vogelsang abgerissen wurde, musste der Hospizverein nach fast 20 Jahren vom Vogelsang wegziehen. „Wir freuen uns, hatten aber auch immer eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Einrichtungsleitung des Haus Vogelsang. Deshalb blicken wir gern zurück“, unterstreicht Annette Gennat.

Betreuung ging während der Umzugsphase weiter

25 ehrenamtliche Trauerbegleiter zählt der Hospizverein zurzeit. Deren Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden ging auch in der Umzugsphase weiter: „Wir arbeiten ja ambulant und betreuen die Menschen zuhause“, sagt Anke Stolz.

Von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Jahren reicht die Zeit dieser Betreuung. Und auch die Intensität variiert: „Meist sind es ja die Angehörigen, die sich an uns wenden“, erklärt Annette Gennat. „Manchmal brauchen sie Unterstützung oder Zeit für sich, häufig schenken wir aber auch den schwerkranken Menschen einfach ein bisschen Zeit und Zuwendung.“

Anderen helfen und dabei sich selbst, die eigenen Bedürfnisse und Ängste im Blick halten, ist einer der Leitgedanken der Hospizgruppe. Und dennoch nehmen auch die erfahrenen Helfer manches Schicksal mit nach Hause.

Dass es mit dem Christlichen Hospiz Bergisch Land bald eine stationäre Einrichtung geben soll, begrüßen die Trauerbegleiterinnen. Oftmals seien Angehörige mit der Pflege daheim überfordert. Gennat: „Wenn die Kranken dann in ein viele Kilometer entferntes Hospiz ziehen und die oft älteren Angehörigen den Weg dorthin stemmen müssen, wird es oft noch beschwerlich er.“ Zum Netzwerk soll deshalb künftig auch das Hospiz zählen.

Der Hospizverein bietet regelmäßig Befähigungskurse für neue Mitarbeiter an. Zudem gibt es Trauercafé und Trauerfrühstück. Mehr Informationen im Netz unter www.hospizvereinwermelskirchen.de.

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