Hier können Kinder Freunde finden

Das Elterncafé Michel‘s KiCa hat nach der zweijährigen Corona-Pause wieder geöffnet. Foto: Doro Siewert
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Das Elterncafé Michel‘s KiCa hat nach der zweijährigen Corona-Pause wieder geöffnet.

Das Elterncafé des Katholischen Familienzentrums startet wieder nach zwei Jahren Corona-Pause

Von Susanne Koch

Ein Kleinkind weint auf dem Schoß der Mutter, die auf der Spielmatte sitzt. Der zweieinhalbjährige Mads sieht das und geht hin zu den Beiden. Er streicht dem Säugling vorsichtig über den Kopf. Und – das Baby hört auf zu weinen. An einer anderen Ecke bauen zwei Kinder einträchtig einen Duplo-Turm. An den Tischen sitzen Mütter, trinken ihren Kaffee und beißen in ihr Brötchen.

Eine von ihnen ist Victoria Smykala. Die junge Mutter ist das erste Mal im Pfarrgemeindezentrum an der Kölner Straße 41. Dort findet jeden Freitagvormittag von 9 bis 11 Uhr das Elterncafé Michel’s KiCa statt. Gestern hat das Café nach zwei Jahren Corona-Pause wieder geöffnet. „Ich finde es sehr schön“, sagt sie. „Mein Sohn ist heute im Kindergarten. Ich wollte mal sehen, wie es hier ist. Und es ist sehr angenehm.“

„Ich finde die Kinder spielen schön miteinander.“

Saskia Zulauf, Mutter

„Super“ findet auch Saskia Zulauf das Elternkindcafé. Sie ist mit ihrem zweieinhalbjährigen Sohn Mads gekommen. Er ist schon ein bisschen mutiger und erkundet den Raum, streicht dem weinenden Baby über den Kopf, sucht aber immer mal wieder auch die Nähe zu seiner Mutter. „Ich finde die Kinder spielen schön miteinander. Das ist gerade gut für die Kinder, die noch nicht in den Kindergarten gehen. Und wir Eltern können uns hier sehr gut vernetzen.“

Das Elterncafé des Katholischen Familienzentrums hat 2015 im Kindergarten St. Michael angefangen. „Der Zulauf war aber nicht so gut“, erklärt Nicola Brinkmann vom Familienzentrum. „Dann haben wir uns zusammengesetzt und überlegt, dass es anders gehen muss.“ 2016 ist das Elternkindcafé freitagvormittags ins Pfarrzentrum gezogen. „Ab 2017 wurde es sogar von einer Hebamme geleitet“, sagt Nicola Brinkmann. „Und es wurde ein Riesenerfolg.“ 20 bis 30 Mütter und Väter, aber auch Großeltern haben dort Kaffee getrunken, miteinander getöttert, während ihre Kinder spielten. „Das Gute ist, dass wir den Raum nach Bedarf ausweiten können“, sagt Nicola Brinkmann. „Im Sommer können wir auch auf die Terrasse gehen, bei Bedarf sogar ein Bällebad oder ein Plantschbecken aufstellen.“

Die beiden Frauen, die das Elterncafé leiten, haben vor dem Öffnen jede Menge zu tun. „Der Raum muss eingerichtet werden“, sagt die Leiterin Barbara Nitsche. „Wir mussten die Matratzenbahn hinlegen, das Spielzeug holen, den Kaffee aufsetzen, die Brötchen einkaufen und schmieren.“

Barbara Nitsche nimmt ihre anderthalbjährige Tochter Hanni mit ins Café. Kurz vor Schluss ist diese ein wenig müde und möchte Mamas Aufmerksamkeit. Barbara Nitsche bittet sie um etwas Geduld und verspricht ihr bald einen Müsliriegel, den sie noch in der Tasche hat. „Ich fand es heute Morgen total schön“, sagt Barbara Nitsche nach dem ersten Termin. „Die Atmosphäre war angenehm und entspannt.“ Für die Mütter sei es eine Wohltat, dass es wieder so einen Anlaufpunkt gibt. „Das fehlt in Wermelskirchen sonst ganz in der Angebotspalette.“  Für Kinder, die noch nicht im Kindergarten untergebracht seien, sei das ein guter Treffpunkt, um spielerisch Kontakte aufzunehmen. Hanni hat sich von ihrer Mutter gelöst und wuselt jetzt auch durch den Raum.

Auf der Mattenbahn sitzt am anderen Ende eine andere Mutter und liest ihrer Tochter geduldig aus einem Bilderbuch vor. „Das ist doch für die Eltern ein tolles Angebot“, sagt Barbara Nitsche und freut sich auf nächste Woche.

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