Politik

Herbert Reul bedankt sich bei Wählern

Herbert Reul (r.) bedankte sich zusammen mit dem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Stefan Leßenich.
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Herbert Reul (r.) bedankte sich zusammen mit dem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Stefan Leßenich.

Am Stand der CDU an der Telegrafenstraße gab es viele intensive Gespräche.

Von Anja Carolina Siebel

Es war die letzte Station seiner samstäglichen Reise durch den Rheinisch-Bergischen Kreis. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU), der am 15. Mai mit über 51 Prozent der Stimmen von den Wählerinnen und Wählern im Kreis zum neuen Landtagsabgeordneten erkoren wurde, hatte zuvor Odenthal, Kürten und Leichlingen besucht, um sich bei den Bürgern persönlich zu bedanken. Wermelskirchen war seine letzte Station am Samstag.

„Mir ist der Kontakt zu den Menschen wichtig“, unterstrich Reul im Gespräch. Und so solle es auch bleiben. „Ich werde regelmäßig Besuche in den Kreis-Kommunen einplanen, wann immer es mir zeitlich möglich ist“, sagte der Landespolitiker. Nicht ohne hinzuzufügen: „Und Düsseldorf ist ja auch nicht so weit weg. Da wird immer einiges möglich sein.“

Ein Thema, das er angehen will, ist auch auf Kreisebene beispielsweise die Sicherheit. „Die Kriminalität hier ist zwar vergleichsweise gering, aber wir wollen ja auch, dass das so bleibt“, sagte der 69-Jährige. Und: Mobilität sei ihm wichtig. „Gerade im ländlichen Raum nützt es nichts, sich ausschließlich auf den Öffentlichen Nahverkehr zu konzentrieren. Die Leute sind hier auf Autos angewiesen. Da müssen wir schauen, dass wir klimafreundlichen Alternativen den Weg ebnen und dafür die Infrastruktur schaffen.“

Mobilität ist eines der Kernthemen

Als eine vorbeischlendernde Frau dem Innenminister zynisch „Grüße an den Hambacher Forst“, zurief, nahm Reul das sichtlich gelassen: „Das muss man abkönnen in meiner Position.“ Es ging der Passantin wohl um die Räumung des Hambacher Forsts im Jahr 2018.

Das verbliebene etwa 200 Hektar große Waldareal liegt am Rande eines Braunkohleabbaugebiets zwischen Köln und Aachen. Naturschützer hatten dort illegal Baumhäuser errichtet, um zu protestieren. Das Gelände war im Herbst 2018 mit dem bisher wohl größten Polizeiaufgebot in der Geschichte Nordrhein-Westfalens geräumt worden. Waldbesetzer und Braunkohle-Gegner werfen der schwarz-gelben Regierung bis heute vor, die aufwendige Räumung von 82 Baumhäusern habe allein der Vorbereitung der ab Oktober von RWE geplanten Rodung des Forsts gedient.

Bei den meisten Passanten kam der Besuch des bekannten Gesichts aus Leichlingen indes sichtlich gut an. Viele machten Halt und sprachen kurz mit Reul, der zum Dank für sein überragendes Wahlergebnis im Kreis orangefarbene Rosen und Süßigkeiten verteilte.

Standpunkt von Anja Siebel: Nahbares Urgestein

anja.siebel@rga.de

Herbert Reul ist ein bergisches Urgestein. Und als solches, gepaart mit seiner Nahbarkeit und dem unbedingten Willen, mit den Menschen auch persönlich in Kontakt zu kommen, hat sich der CDU-Mann auch die Sympathie der rheinisch-bergischen Wählerschaft eingeheimst. Das Resultat konnte man am Wahlsonntag deutlich sehen. Mit über 51 Prozent der Wählerstimmen räumte der Leichlinger ab. Dass er am Samstag nach der Wahl in seinem Wahlkreis wieder Gesicht zeigte, zeugt davon, dass Herbert Reul seine Aufgabe als neuer Landtagsabgeordneter ernst nimmt.

Und Ideen, welche Themen er im Kreis zuvorderst angehen möchte, hatte der Innenminister auch im Gepäck. Verantwortung übernehmen, neue Themen angehen und dabei nicht den Kontakt zu den Bürgern verlieren. Das sind Attribute, auf die die Menschen inzwischen besonders setzen. Herbert Reul hat das offensichtlich verstanden.

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