Helfer beseitigen die letzten Flutschäden

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Das Freibad Dabringhausen soll erhalten bleiben

Von Sabine Naber (Text) und Doro Siewert (Fotos)

Eine Woche später als geplant – am 2. April hatte das Wetter den freiwilligen Helfern einen Strich durch die Rechnung gemacht – starteten am Samstag die Vorbereitungen zur Saison im Freibad Dabringhausen. „Heute ist der harte Kern dabei“, sagte Kurt Genz, seit drei Jahren Vorsitzender des Fördervereins, mit Blick auf die zehn Ehrenamtlichen, die ums Freibad herum mit Schubkarren und allerlei Gartenwerkzeugen im Einsatz sind.

Vor allem die Nachwehen der Flutkatastrophe im vergangenen Sommer gilt es zu beseitigen. „Nach dem großen Regen haben wir die Becken und Platten gereinigt, aber die Fugen zwischen den Platten sind noch voller Schlamm. Da macht sich jede Menge Unkraut breit“, nennt Genz die Hauptaufgabe an diesem Tag, nachdem bereits die zahlreichen Plastikpoller, die verhindern, dass die Kacheln im Becken bei Frost platzen, aus dem Wasser geholt worden waren. Immer wieder sorgten am Samstag Regen- und Hagelschauer dafür, dass die Aufräumarbeiten unterbrochen werden mussten.

„Wir werden heute mit dem, was wir uns vorgenommen haben, nicht fertig. Aber in der nächsten Woche habe ich Urlaub, da kann ich dann noch einen Tag fürs Aufräumen einschieben“, sagt Genz und betont, dass noch viele helfende Hände gebraucht werden, damit das Freibad pünktlich am Freitag, 24. Juni, eröffnet werden kann. In der Woche davor laden schon das Wermelskirchener Gymnasium und die Sekundarschule sowie die Odenthaler Realschule zu Aktionsschwimmtagen ins Freibad ein.

„Das ist wichtig, denn sonst pustet uns der Wind die Blätter ins Wasser.“

Kurt Genz, Förderverein

Am Samstag nach Ostern geht es mit den Vorbereitungen weiter. Dann müssen das Wasser abgelassen und die Becken gereinigt werden. Die Sträucher bekommen einen Rückschnitt, der Rasen und die Schrägen hinter dem Kiosk müssen vom Laub befreit werden. „Das ist wichtig, denn sonst pustet uns der Wind die Blätter ins Wasser“, erklärt Kurt Genz. Befestigt sind inzwischen die Betonklötze, worauf die Photovoltaikanlage installiert werden soll. Auch die Metallteile, die fürs Gerüst gebraucht werden, liegen bereit. Mit der Anlage wird der gesamte Strom produziert, der für die Umwälzpumpen und alle anderen Geräte gebraucht wird. „Dafür haben wir eine Förderung bekommen, den Rest müssen wir durch Spenden und Vereinsgeld finanzieren“, sagt der Vorsitzende.

Auf lange Sicht würde sich das finanziell lohnen, denn das Freibad ist ja nur in den Sommerferien geöffnet, die Photovoltaikanlage aber läuft das ganze Jahr durch. „So werden wir wohl noch einen Obolus vom Netzbetreiber bekommen“, ist man sich im Verein sicher. Ziel ist es, das Bad, das 1935 gegründet wurde, nicht nur zu erhalten, sondern auch immer attraktiver für die Familien zu machen, die zum großen Teil auch aus dem Umland kommen. Das von der Flut überschwemmte Beach-Volleyballfeld soll deshalb auch wieder zum Einsatz kommen. „Es war eigentlich immer zu groß. Jetzt machen wir aus dem einen zwei oder drei Felder. So wird es auch möglich, dort Badminton zu spielen“, schildert Kurt Genz die Pläne. Auch die beiden Boule-Bahnen werden reaktiviert. Die beiden Boule-Vereine in Wermelskirchen und Dabringhausen will der Freibad-Förderverein einbinden, vielleicht können den Badegästen zukünftig kleine Turniere angeboten werden.

Bereit stehen auch schon zwei neue Tischtennisplatten und ebenso eine Lok und ein Klettergerät für den Spielplatz. „Rund vier Wochen vor der Eröffnung wollen wir einen Plan aufstellen, auf dem alle Aktivitäten rund um unser Freibad aufgelistet sind“, kündigt Kurt Genz an. In den Sommerferien wird das Bad jeden Tag von 10 bis 19.30 Uhr geöffnet sein. An einem Kiosk kann man sich mit Getränken und einem Imbiss versorgen. | Standpunkt

Hintergrund

Im Januar 2002 hat sich der Förderverein Freibad Dabringhausen gegründet. Inzwischen hat er rund 400 Mitglieder. 2013, als das endgültige Aus des Freibades von Seiten der Stadt Wermelskirchen beschlossen war, gründete sich der Betreiberverein SV Freibad Dabringhausen und übernahm die erste Freibadsaison in Eigenregie. Das Ziel der beiden Vereine ist es, das Freibad in Dabringhausen zu erhalten.

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