Teilverkauf

Hallenbad soll aufs Rhombus-Gelände

So könnte das Innovationsquartier Rhombus laut Entwicklungsmodell aussehen.
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So könnte das Innovationsquartier Rhombus laut Entwicklungsmodell aussehen.
  • Anja Carolina Siebel
    VonAnja Carolina Siebel
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Die Eigentümergemeinschaft will jetzt doch Teile des Grundstücks an die Stadt veräußern.

Wermelskirchen. Für viele wird es eine Überraschung gewesen sein, was am Abend im Rathaus publik wurde, andere hatten wohl schon davon gehört: Das neue Hallenbad soll nun, wenn es nach dem Vorschlag der Stadtspitze geht, auf dem Rhombus-Gelände entstehen – als Sahnestück des Integrierten Entwicklungs- und Handlungskozeptes (IKEHK). Wie die Stadtspitze bei einem spontan einberufenen Termin, bei dem auch Ortspolitiker und Gremiumsvertreter anwesend waren, mitteilte, habe sich die Eigentümergemeinschaft des Rhombus-Areals, unter anderem bestehend aus Sven Schulte und Walter vom Stein, nun doch zumindest zu einem Teilverkauf des Grundstücks entschieden. Der Technische Beigeordnete Thomas Marner betonte mehrmals, dass es keine Verkaufsbedingung der Eigentümer sei, dass an diesem Ort ein Hallenbad entstehen soll, „aber ein Wunsch“.

Bis 30. September, das unterstrich Bürgermeisterin Marion Lück, müsse die Stadt an den Lenkungsausschuss kommuniziert haben, welche Projekte denn nun von der Stadt favorisiert würden.

Wie berichtet, gibt es für das Eifgental und das Hüpptal bereits entsprechende Investoren und Vorplanungen im IKEHK. „Mich hat die zeitliche Terminierung vor einigen Wochen veranlasst, noch einmal bei den Eigentümern des Rhombus-Geländes nachzufragen, ob tatsächlich immer noch kein Verkaufsinteresse bestünde“, berichtete Lück. Ende Juli habe dann festgestanden: Zumindest Teile des Areals wollen die Eigentümer nun wohl doch an die Stadt veräußern.

Es seien jetzt „schnelle politische Entscheidungen gefordert“, sagte Lück. Denn um Fördergelder für die Erschließung jenes Rhombus-Teils zu bekommen, was dann der Stadt gehört, müssen die neu gestalteten Pläne eben bis Ende September eingereicht sein. Die wichtigste Frage sei: Kann das neue Hallenbad in die Entwicklung des Areals integriert werden? Beschließen müssen das letztlich Hauptausschuss und Rat. Aber auch die drei beteiligten Ausschüsse, Sport, Umwelt und Bau sowie Stadtentwicklung und Verkehr, müssten zumindest eine Empfehlung abgeben. Entsprechend sollen sie vor den entscheidenden Sitzungen noch zusammenkommen.

Zurzeit besteht das Gelände aus Ruinen – und das hat sich über Jahre nicht geändert.

Über den Kaufpreis hält die Stadtspitze sich noch bedeckt. Er sei aber „im eher niedrigen Bereich“, deutete Marion Lück nur an. Auf dem Grundstücksteil, das von der Stadt gekauft werden soll, sollen neben dem Hallenbad unter anderem Wohnungen und ein großes Parkhaus entstehen. Auch die Anbindung einer Hochschule oder anderer Bildungsangeboten sei nicht vom Tisch, betonte Marion Lück. Die Eigentümer würden zudem ihre Ideen, das übrige Areal betreffend, weiter verfolgen. Dort sollten unter anderem eine Kita und ein Hotel entstehen.

Die Verwaltung hatte es bisher nicht geschafft, Fördergelder für das Hallenbad zu akquirieren, das bisher laut Ratsbeschluss im Eifgen entstehen soll. „Es war aber keine verlorene Zeit; es ist gut, dass wir uns um Fördergelder bemüht haben“, räumte Lück ein.

Stadtverwaltung sieht große Vorteile im Standort

Für das dann gekaufte Areal, würde es im Falle des Ankaufs indes Fördergelder geben, dann im Rahmen des IKEHK. Lück: „Der Standort nahe der Innenstadt ist sehr zentral, das Hallenbad wäre dort ein Frequenzbringer und Ankerpunkt und außerdem ist es dort einfacher, viele Parkmöglichkeiten zu schaffen.“ Der Technische Beigeordnete Thomas Marner, ergänzt: „Dazu kommt, dass diese Parkmöglichkeiten multifunktional nutzbar sind, aufgrund der Nähe zur Innenstadt.“

Hintergrund

Die genannten Leitprojekte des Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzeptes sollen in den Regionale-2025-Prozess eingebracht werden. Damit eine Projektidee letztlich aber zu einem Projekt der Regionale 2025 wird, muss diese einen Qualifizierungsprozess durchlaufen, der von der Regionale-2025-Agentur begleitet und vom Lenkungsausschuss als zuständigem Gremium beschlossen wird.

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