Energiesparen

Quellenbad: Badegäste reagieren gelassen

Schwimmmeister Achim Hagenbücher mit Teilnehmern der Wassergymnastik. Sie lassen sich von niedrigeren Temperaturen nicht unterkriegen.
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Schwimmmeister Achim Hagenbücher mit Teilnehmern der Wassergymnastik. Sie lassen sich von niedrigeren Temperaturen nicht unterkriegen.

Seit Mittwoch ist es im Becken ein Grad kälter

Von Laura Wagener

Wermelskirchen. Seit vorigen Mittwoch ist die Wassertemperatur im großen Schwimmbecken des Quellenbads um ein Grad gesunken – von 28 auf 27 Grad. Doch merken die Wermelskirchener den Unterschied überhaupt? „Das merkt man in der Tat“, sagt der leitende Schwimmmeister Achim Hagenbücher. „Manche haben schon gemeckert, dass es kalt ist. Aber es tragen alle mit und die meisten sehen es positiv.“ Hintergrund der Temperatursenkung sind energetische Einsparungen.

Hallenbad schließt während der Sommerferien

Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen habe grob errechnet, dass bei einer Verringerung der Wassertemperatur um zwei Grad der Energieverbrauch um 25 Prozent reduziert werden könne. Wermelskirchen senkt aber nur um ein Grad. Der Grund: „Unser Wasser wäre dann ein Grad kälter als in den Bädern der Umgebung. Dann würden zu viele Badbesucher abwandern“, befürchtete Thomas Marner, Technischer Beigeordneter der Stadt, kürzlich.

Dennoch sollen bei einem Grad niedrigerer Wassertemperatur bereits knapp 12,5 Prozent weniger Energie verbraucht werden. Bei den hohen Energiepreisen nicht zu unterschätzen, denn das Quellenbad schlägt jährlich mit einem Stromverbrauch von 550 000 Kilowattstunde zu Buche. „Aber wir müssen abwarten“, sagt Hagenbücher. Wie lange die neue Temperatur beibehalten werde, „steht und fällt“ mit dem, was gerade in der Ukraine passiere, sagt er. Falls sich die derzeitige Situation normalisiere, kann er sich vorstellen, dass die Wärme wieder höher gefahren wird.

Energiesparen: Quellenbad schließt in den Sommerferien

Am Freitagvormittag um 10.15 Uhr betreten die Teilnehmer der Wassergymnastik das Wasser. Statt den üblichen 40 Teilnehmern seien heute nur eine Handvoll dabei, „wegen Pfingsten“, erklärt der Schwimmmeister. Die nehmen die neue Temperatur größtenteils gelassen hin.

„Beim Reingehen merkt man es schon. Aber es ist immer noch wärmer als im Freibad“, sagt eine Dame. Mit ihr bewegen sich vier weitere Damen und zwei Herren durch das Wasser. „Man merkt es nicht“, findet einer der Männer. „Wenn ich nur stehen würde, wäre das vielleicht was anderes.“ Ob er die Temperatursenkung denn gut heiße. „Sicher. Im Winter habe ich die Heizung auch nicht mehr so hochgedreht wie früher.“

Um zusätzlich Energie zu sparen, schließt das Quellenbad während der Sommerferien vom 27. Juni bis 9. August. Die Zeit nutzt die Stadt für notwendige Reparaturen.

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