Hänsel und Gretel verwandeln das Haus Eifgen in ein Märchenland

Tina Hermann als „Gretel“ und Katharina Greiss als „Hänsel“ überzeugten im Haus Eifgen.
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Tina Hermann als „Gretel“ und Katharina Greiss als „Hänsel“ überzeugten im Haus Eifgen.

Das Angebot bei der Kulturinitiative richtete sich vor allem an ukrainische Kinder und ihre Familien.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Knapp 50 Kinder waren mit ihren Eltern und Großeltern ins Haus Eifgen gekommen,  um sich mitten in einem Märchenland wiederzufinden. Anlass war die musikalische Märchen-Inszenierung von „Hänsel und Gretel“ des Ensembles der Wuppertaler Kinderkonzerte.

Rita Batkowski stellte das Projekt vor und Mascha Potapenko begrüßte die anwesenden Gäste aus der Ukraine in ihrer Landessprache. Die Aufführungen sind ein Angebot des Förderprogramms „Sonnenstunden“ der Kulturstiftung der Länder. Dieses Programm will ermöglichen, dass geschützte Räume für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine geschaffen werden.

Das Bühnenbild entführte in eine andere Welt

Bereits zwei Tage vor der Aufführung hatte Eifgen-Hausmeister Thomas Behle mit seinen Helfern die Bühne eingerichtet, auf der dann das Team um Organisatorin Karin Leister ihr Bühnenbild gestaltete. Wald und Reh, Mond und Sterne ließen kleine und große Zuschauer vergessen, wo sie waren, und nahmen sie mit ins Abenteuer. Gänsehaut gab es, als die Kinder zum Schluss die Stimme des Vaters hörten und er sie in die Arme schloss. „Alles wird gut – eine Hoffnung nicht nur für die ukrainische Bevölkerung“, kommentierte Michael Dierks und Alfred Karnowka von der Kulturinitiative die gute Botschaft.

Dierks und Karnowka richteten ein großes Kompliment an die Ausführenden: „Die stimmlich und schauspielerisch überzeugenden Sängerinnen Tina Hermann („Gretel“), Katharina Greiss („Hänsel“)  und Erzähler Arian Stettler („Vater“), sowie an das Instrumental-Ensemble der Wuppertaler Kinderkonzerte, das nicht nur den kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfall der Cellistin verkraften musste, sondern auch die wesentlichen musikdramatischen Aspekte, die im Original durch ein großes romantisches Orchester dargestellt werden, zu vermitteln vermochte.“

Die Oper „Hänsel und Gretel“ des in Siegburg geborenen spätromantischen Komponisten Engelbert Humperdinck wird meist als „Kinderoper“ bezeichnet. „In den Hintergrund tritt bei dieser Betrachtung jedoch die außergewöhnliche kompositorische Qualität des Werkes, in dem Harmonik und thematisch-kontrapunktische Verarbeitung des Materials dem Vergleich mit den großen Meistern der Romantik durchaus standhalten“, sagten Michael Dierks und Alfred Karnowka.

„Hänsel und Gretel“ ist die am häufigsten aufgeführte Oper der Gegenwart.

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