6. Dezember

WiW hält am verkaufsoffenen Sonntag fest

So voll wird es am Sonntag sicher nicht, dennoch soll es Aktionen in der Innenstadt geben. Archivfoto: Hans-Dieter Schmitz
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So voll wird es am Sonntag sicher nicht, dennoch soll es Aktionen in der Innenstadt geben.
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Am 6. Dezember öffnen die Geschäfte und es gibt Leckereien zum Mitnehmen.

Von anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Die Aussage von André Frowein vom Stadtmarketingverein WiW ist eindeutig: „In all dem Corona-Schlamassel braucht es gute Ideen, damit wir uns dieses Jahr wirklich auf die Adventszeit freuen“, sagt der Wermelskirchener. WiW habe deshalb entschieden, am verkaufsoffenen Sonntag an diesem 6. Dezember in der Stadt festzuhalten.

„Viele Menschen in unserer Stadt tragen dazu bei, dass wir schöne Momente erleben können“, sagt Frowein. „Zum Beispiel die Kirchen, die uns mit ihrem Weihnachtsweg positiv stimmen, wenn wir in den Geschäften die traditionellen und modernen Krippen ansehen können.“

Das und noch mehr möchte der WiW-Vorsitzende aufgreifen, wenn an diesem Nikolauswochenende die Familien in der Stadt erwartet werden. Der Weihnachtsweg wird dann als Stadtrallye genutzt. In den Geschäften vom Schwanen über den Markt bis zur Telegrafenstraße haben die Veranstalter jeweils einen Buchstaben und einen Gegenstand versteckt, den es zu suchen gilt.

Unter corona-konformen Bedingungen soll es dieses Jahr ein Adventswochenende sein, das zwar auf viele schöne Traditionen verzichten muss, aber dennoch in Stimmung bringt. „Es kann keinen Nikolausumzug geben“, ist Frowein durchaus klar. „Aber wir können andere Wege gehen.“

Kinder bekommen ihre Nikolausüberraschung ohne Umzug

Dank des Sponsorings bekommen die Kinder sogar ihre Nikolausüberraschung. WiW-Geschäftsführerin Jasmin Rieman: „BMW Kaltenbach spendet uns seit vielen Jahren die Süßigkeiten für die Stiefel. Dieses Jahr packen wir 700 Schmuckkartons, die die Kinder am zweiten Adventswochenende in den Geschäften abholen können.“ An 13 Standorten in der Innenstadt und in Dhünn und Dabringhausen werden die Nikolauspäckchen verteilt. In der Innenstadt gibt es sie am 5. und 6. Dezember, in den Außenortschaften am 5. und 7. Dezember – so lange der Vorrat reicht.

In der Innenstadt beteiligen sich: Holzwürmchen, Jannasch Optik, Intersport Middendorf, Bäckerei Uli Herrmann, Kindermoden Rumpelstilzchen, Buchhandlung Marabu, Kräuterküche, Buchhandlung van Wahden, Parfümerie Floh sowie Ernsting’s family.

In Dhünn sind der Frischmarkt sowie die Metzgerei Sachser am Sonntag dabei, in Dabringhausen das Kaufzentrum Hübing und das Schühkes Kinderschuhfachgeschäft.

In enger Absprache mit der Stadtverwaltung habe der WiW-Vorstand am Konzept für den offenen Sonntag gearbeitet, heißt es in der Mitteilung des Stadtmarketingvereins.

Unter dem Motto „Bergische Weihnachten to go“ solle eine schöne Stimmung in der Innenstadt aufkommen, die den Verzicht etwas vergessen lassen soll.

An verschiedenen Orten werden Musiker spielen

Von 13 bis 18 Uhr haben die genannten Geschäfte geöffnet, und: „Wir sorgen für Musik und gastronomische Angebote.“ Allerdings ganz anders als sonst. Ähnlich wie auf dem Wochenmarkt können sich die Besucher mit Abstand und Maske verschiedene Leckereien nach Hause mitnehmen. Glühwein, Kakao, Reibekuchen oder Currywurst – wer am Sonntag durch die Stadt bummelt, wird an verschiedenen Stellen fündig und bekommt „Leckeres to go“.

Und weil zum Advent auch Musik gehört, haben die Veranstalter auch dafür gesorgt. „Wir haben zwei Musikerkonstellationen, die an drei Stellen spielen werden“, offeriert André Frowein. „Damit es keine Menschenansammlungen gibt, werden diese Orte aber vorher nicht bekannt gegeben.“ Zu guter Letzt gibt es einen Weihnachtsbaum-Drive-In-Verkauf auf dem alten Rhombus Gelände, der am Samstag, 5., und Sonntag, 6. Dezember öffnen wird. 

Verkaufsoffen

Der Verkaufsoffene Sonntag findet am 6. Dezember von 13 bis 18 Uhr in der Innenstadt statt. Er ist, aufgrund der Corona-Schutzverordnung, nicht wie sonst an eine größere Veranstaltung gebunden, sondern soll laut Marketingverein den ohnehin durch den Frühjahrs-Lockdown gebeutelten Händlern eine Chance bieten, das Weihnachtsgeschäft ein wenig anzukurbeln.

Standpunkt

anja.siebel@rga-online.de

Ein Kommentar von Anja Carolina Siebel

Verkaufsoffener Sonntag trotz Einschränkungen durch die Corona-Pandemie? In Wermelskirchen ist das möglich – und das ist auch gut so. Denn die Verantwortlichen des Stadtmarketingvereins WiW und auch die Stadtverwaltung zeigen mit ihrem Einsatz, dass mit ein bisschen Kreativität und Engagement eben auch in Zeiten von massiven Einschränkungen einiges möglich sein kann. Aber nicht nur die Wermelskirchener Besucher, sondern auch die Einzelhändler werden es danken. 

In einer kleinen Stadt wie Wermelskirchen bedeuten die Sonntage für Geschäftsinhaber wie Mitarbeiter in den meist inhabergeführten Geschäften ein wertvolles Zusatzgeschäft. Diese sehen, dass haben viele Umfragen schon in den vergangenen Jahren gezeigt, den zusätzlichen Sonntag weniger als Mehrbelastung denn als willkommenen Gewinn. Und das ist wohl gerade jetzt nach der Corona-Zwangspause im Frühjahr so. Eine Belebung des Weihnachtsgeschäfts quasi. Und dass es dazu dann noch Musik und Leckereien in der Stadt gibt, kann nur positiv sein. Gutes Gelingen also fürs Wochenende und viel Spaß, auf Abstand, in der Stadt.

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