Jubiläum

Große Feier Samstag und Sonntag

Das Gemeindezentrum wird immer mehr zur Kirche im Quartier.
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Das Gemeindezentrum wird immer mehr zur Kirche im Quartier.

Stephanus-Gemeindezentrum wird 50 Jahre alt.

Von Theresa Demski

Wermelsirchen. Es gibt keinen rechten Winkel. Wer sich im Stephanus-Gemeindezentrum in Neuenhaus auf die Suche nach 90 Grad macht, sucht vergebens. „Der Architekt hat damals eine Burg entworfen“, erzählt Dorothea Hoffrogge, Vorsitzende des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Hilgen-Neuenhaus. Er hatte Luthers Liedzeilen im Kopf: „Ein feste Burg ist unser Gott“. Und er wünschte sich für das Gemeindehaus eine architektonische Aussage. Heute noch sei das besondere Gebäude das Zuhause der Gemeinde. Deswegen feiern die Menschen in Neuenhaus am Wochenende auch gemeinsam den 50. Geburtstag des Stephanus-Gemeindezentrums.

Dabei wird sich einmal mehr der große Pluspunkt des Gebäudes beweisen: seine Flexibilität. Dann wird der Gottesdienstraum zum Festsaal, die Terrasse zur Verlängerung des Hauses. „Alles unter einem Dach“, sagt die Presbyterin, „das entspricht unserem Gemeindekonzept“.

Bevor 1972 das Gemeindehaus gebaut wurde, trafen sich die Menschen in der alten Kirche. Aber die Mauern waren in die Jahre gekommen, ein Umbau in den 1920er Jahren mit der heißen Nadel gestrickt worden: Die Wände mussten gestützt werden, die Glocke durfte nicht mehr läuten. Für die Gemeinde war es ein Neubeginn, den sie 1972 am Stephanus-Gemeindezentrum feierte. „Und weil die Putzkolonne damals ausfiel, packte die Gemeinde selbst mit an – säuberte das Gebäude nach den Bauarbeiten, packte Stühle aus und machte alles bereit für die Einweihung“, erinnert sich Dorothea Hoffrogge. Von Anfang an sei das Gemeindezentrum so ein Ort der Gemeinde gewesen.

Das hat sich nicht verändert – anders als das Gebäude selbst. Vor 22 Jahren wurde umgebaut: Es wurden Toiletten für Menschen mit Behinderung eingerichtet, ein Aufzug eingebaut, unter dem Gottesdienstraum entstanden weitere Kellerräume. Spätestens die Pandemie veränderte das Leben im Stephanus-Gemeindezentrum dann erneut: Seit dem bleibt die Trennwand im Gottesdienstraum offen, im hinteren Teil des Raumes hat sich ein Platz für Kinder entwickelt. „Die Dynamik ist eine andere“, sagt Hoffrogge.

Gleichzeitig hat sich die Nutzung des Gebäudes weiter entwickelt: 2021 investierte die Gemeinde dank Fördergelder in einen digitalen Ausbau, der nicht nur Licht und Ton regelt, sondern auch Videoübertragungen aus dem Gottesdienstraum möglich macht.

Das Stephanus-Gemeindezentrum werde immer mehr zur Kirche im Quartier. „Genau so verstehen wir uns, das Gebäude und das Gelände: Es ist offen für alle Menschen.“

Geburtstag: Die Feier am Wochenende beginnt mit dem Sommerkonzert der Stephanuscombo heute Abend um 20 Uhr. Das Stephanus-Fest beginnt dann am morgigen Sonntag, 10.30 Uhr, mit einem Gottesdienst. Anschließend wird zu einem bunten Programm bis 17 Uhr eingeladen.

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