Es gibt Dinge, die sind eben nicht machbar

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Die Woche

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Von Anja Carolina Siebel

Die Stadt steht ja häufig mal im Fadenkreuz. Baumaßnahmen werden zu langsam umgesetzt oder verlaufen scheinbar im Sande, Termine können nicht eingehalten werden. Dieser Tage ist das auch in Wermelskirchen nicht anders. Stein des Anstoßes im Sportausschuss am Montag war beispielsweise die Schwanenhalle. Dort wird seit Sommer wie berichtet aufwendig saniert. Im September sollten eigentlich die Arbeiten abgeschlossen sein. Eigentlich. Wenn da nicht die Auftragslage der Firmen wäre, die eine pünktliche Fertigstellung in der Schwanenhalle unmöglich macht. Das trifft vor allem die Schwanenschule und die Vereine, die die Halle für sportliche Aktivitäten rege nutzen. Sie müssen für Unterricht, Training und Spiele jetzt umdisponieren und zum Teil in andere Hallen ausweichen. Und: Sie haben wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Auflagen ohnehin derzeit unter erschwerten Bedingungen zu leiden. Deshalb hoffen alle gemeinsam auf ein Ende der Arbeiten am 23. Oktober. Dafür die Stadt verantwortlich zu machen, wäre einfach, aber schlichtweg falsch. Denn es gibt eben Situationen, die nicht zu ändern sind und mit denen man schlichtweg leben muss. Diese gehört dazu.

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In der Kritik stand in dieser Woche auch der Hallenbad-Neubau. Gerade hatte die Stadtverwaltung die vom Architekturbüro Blass vorgelegten Entwürfe im Sportausschuss vorgestellt, hagelte es vonseiten einiger Bürger auch schon Beschwerden. Warum denn keine Sauna eingeplant sei. Und kein Außenbereich zum Schwimmen. Die Verwaltung unter Leitung des Technischen Beigeordneten Thomas Marner sagt dazu: „Eine Sauna liegt nicht im Budget und ein Außenbereich wurde von der Politik nicht beschlossen.“ Klarmachen sollte man sich in diesem Zusammenhang, dass Wermelskirchen eben nicht Köln ist und zudem eine Mittelstadt im Haushaltssicherungskonzept. Es gibt nur so viel Personal, wie verfügbar ist, und nicht für alle Extras ein Budget. Auch hier gilt: So ist das nun mal. Sicher kann das Hallenbad-Konzept auch noch einmal in den zuständigen Gremien diskutiert werden, letztlich zählt aber, was beschlossen wurde. Und das unter den gegebenen Voraussetzungen. Die Tatsache, dass die Stadt sich für eine nachhaltige Bauweise entschieden hat, dass es viel Raum zum Schwimmen gibt und zudem eine Cafeteria mit Außengastronomie, ist lobenswert und vielversprechend. Und bietet Grund zur Vorfreude auf das neue Bad. Und: Es gibt noch viele andere Projekte, die Wermelskirchen in der Zukunft zu stemmen hat. Und die alle Geld kosten werden.

Schüler tragen freiwillig Maske.

Eltern verärgert über volle Busse.

anja.siebel @rga-online.de

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