Gesundheitscampus: Wenn die Gelenke knirschen

Chefarzt Hans Goost, hier mit einer Zertifizierung zum Endoprothetikzentrum, informiert über Behandlungsmöglichkeiten. Foto: Christian Albustin
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Chefarzt Hans Goost, hier mit einer Zertifizierung zum Endoprothetikzentrum, informiert über Behandlungsmöglichkeiten.

Mediziner, Apotheker, Physiotherapeuten und eine Ernährungsberaterin informieren bei der Digital-Veranstaltung am 6. April

Von Anja Carolina Siebel

Man sagt es oft so scherzhaft, hat man ein etwas fortgeschrittenes Alter erreicht: „Knackig sind eigentlich nur noch meine Gelenke“. Aber es kann ganz schön stören, wenn es knirscht und knackt im Gelenkapparat.

Um Gelenkbeschwerden, deren Prävention, Behandlungs- und Operationsmethoden, geht es beim nächsten Gesundheitscampus, der am Mittwoch, 6. April, 18 Uhr, wieder digital stattfindet. Zu Gast sein werden Privatdozent Dr. Hans Goost, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie am Krankenhaus Wermelskirchen, Dr. Philipp Fischer, Orthopäde und Unfallchirurg am Medizinischen Versorgungszentrum des Krankenhauses Wermelskirchen, der Remscheider Physiotherapeut Timo Meier, Henning Denkler, Sprecher der Apotheker im Bergischen Land und Inhaber der Remscheider Regenbogen-Apotheke, Ernährungsberaterin Kirsten Gidde (Ernährungsberaterin der AOK) sowie Sonja Blechmann, Physiotherapeutin beim Fitnessstudio Injoy in Remscheid-Lennep.

Es zwickt in der Schulter, kneift in der Hüfte oder rumort im Knie. Besonders mit Bewegungsschmerzen und Gelenkbeschwerden haben viele Menschen täglich zu tun. Aber wie nun vorgehen? Was sind die nächsten Schritte auf dem Weg zur möglichst vollständigen Genesung, wenn es schon Beschwerden in Knie, Hüfte oder Schulter gibt?

Spezialist für solche Erkrankungen ist Chefarzt Dr. Hans Goost vom Krankenhaus Wermelskirchen. Er sagt: „Zwar sind es meist ältere Menschen, die von Gelenkbeschwerden betroffen sind, bestimmte Sportarten wie Tennis oder Fußball oder ein ungesunder Lebensstil können es aber auch begünstigen, dass Patienten schon im jüngeren Lebensalter Probleme bekommen.“

Die klassischen Gebiete, wo es knackt und zwickt, sind meistens Knie oder Hüfte. Die Betroffenen bemerken das dann meist beim Aufstehen aus dem Bett, nach längeren Belastungsphasen, beim Stehen oder Gehen. Aber der Mediziner kann auch Mut machen, denn eine Operation ist nicht immer notwendig. „Sind die Erkrankungen im Anfangsstadium, können konservative Therapien wie Physiotherapie oder Gewichtsreduktion helfen“, erklärt er.

Über die Art der Behandlung werde individuell entschieden. Oft stellen sich die Patienten mit Gelenkbeschwerden erst ambulant im Medizinischen Versorgungszentrum des Krankenhauses Wermelskirchen am Schwanen vor. Der Orthopäde Dr. Philipp Fischer überweist dann bei Bedarf zur weiteren Begutachtung in die Klinik an der Königstraße. „Uns ist der individuelle Umgang mit den Patienten sehr wichtig“, betont Dr. Hans Goost. Dabei gehe es auch darum, welche Art von Gelenkersatz für den Patienten oder die Patientin sinnvoll sei. Goost: „Wir müssen in unserem Haus nicht darauf achten, dass das möglichst billig ist, sondern wir setzen auf Qualität.“

Betroffene müssen Schmerzen nicht aushalten

Schmerzen müssen die Betroffenen aber auch im Falle einer konservativen Behandlung nicht aushalten. „Es gibt viele sinnvolle Arten der Schmerzmedikation“, sagt Dr. Hans Goost.

Spezialist dafür ist der Apotheker Henning Denkler (Regenbogen-Apotheke in Remscheid). Der Pharmazeut weist auf die klassischen Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac hin. „Die vertragen aber nicht alle Patienten, so dass sie oft auf verschreibungspflichtige Medikamente zurückgreifen“, berichtet Denkler. Denkbar sei auch eine ergänzende Therapie mit bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln oder Hyaluronsäure. Denkler: „Da sprechen wir uns aber eng mit den behandelnden Ärzten ab.“ Was man noch tun kann, um die knirschenden Gelenke wieder geschmeidiger zu machen, etwa mit Physiotherapie, gezielten Sportarten oder einer gesünderen, ausgewogeneren Ernährung, um Gewicht zu reduzieren, erfahren Interessierte beim nächsten Gesundheitscampus am 6. April.

Live-Übertragung

Interessierte können bereits jetzt alle ihre Fragen per E-Mail an die Experten schicken und am Mittwoch, 6. April, ab 18 Uhr den Gesundheitscampus auf dem Youtube-Kanal des RGA live verfolgen. E-Mails an:

anja.siebel@rga.de

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