Bildung

Gesamtschule: Die Zuversicht ist groß

Haben kräftig die Werbetrommel gerührt, damit eine Gesatmschule in Wermelskirchen entstehen kann: Uwe Spindler (l.) und Torsten vom Stein.
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Haben kräftig die Werbetrommel gerührt, damit eine Gesatmschule in Wermelskirchen entstehen kann: Uwe Spindler (l.) und Torsten vom Stein.

Anmeldeverfahren für die neue Schulform startet am Freitag.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Genauso wie die jüngste Broschüre zur Bewerbung der neuen Gesamtschule bereits den ersten Schultag für den 7. August 2023 als gesetzt darstellt und dabei gar keine Unwägbarkeiten ausgibt, ist auch die Zuversicht von Uwe Spindler und Torsten vom Stein grenzenlos. „Der Zulauf und das Interesse der vergangenen Monate haben gezeigt, dass es ausgeschlossen ist, dass es nicht funktioniert – ich halte es für ausgeschlossen, dass die neue Gesamtschule nicht zustande kommt“, sagt Spindler, inzwischen pensionierter Leiter einer Gesamtschule in Lohmar.

Gemeinsam mit dem Wermelskirchener Sekundarschullehrer Torsten vom Stein bildete Spindler das Duo, das seit dem Herbst vergangenen Jahres, die neue Schulform für Wermelskirchen propagiert hatte: auf Informationsabenden an Grundschulen für die Eltern von Viertklässlern, in Hintergrundgesprächen mit Politik und Lehrerkollegien, an Informationsständen sowie auch mit einem Vorstelltag zum Konzept der Gesamtschule an der Sekundarschule.

„Wir waren die Rampensäue“, beschreibt vom Stein das Engagement: „Und Uwe Spindler und ich haben uns dabei richtig gut gefunden.“ Die Resonanz der interessierten Eltern sei so groß gewesen, dass dies nur als Erfolg zu interpretieren sei, zeigen sich der 47-jährige vom Stein und der 68-jährige Spindler überzeugt: „Die Eltern, die bei uns waren, sind eine große Speerspitze – die sind die Multiplikatoren. Außerdem haben viele von ihnen bereits ihre Mitarbeit an der zukünftigen Gesamtschule angeboten.“

Dabei habe sich sehr häufig um „überzeugte Gesamtschuleltern“ gehandelt, schätzt Uwe Spindler ein: „Die stehen zu der pädagogischen Idee der Gesamtschule. Denn an einer Gesamtschule hat sich die Frage der Selektion erledigt.“ Letztlich sei ein „schöner Gipfel“ des ganzen Prozesses, der anfangs „nicht ganz so rund lief“, erreicht worden, bilanziert Torsten vom Stein, der abschätzt: „Bei den zukünftigen Schülern an der Gesamtschule ist eine gute Drittelverteilung absehbar.“ Damit bezieht sich der Sekundarschullehrer auf die Mixtur der Schülerschaft aus Jungen und Mädchen mit Gymnasial-, Real- und Hauptschul-Empfehlung. Und diese Drittelung setze sich in den einzelnen Klassen fort, dazu käme die Inklusion von Kindern mit Handicap. „Das haben die Grundschulen in den vier Jahren zuvor auch schon gemacht – das fördert die Sozialkompetenz der Kinder.“

100 Anmeldungen sind erforderlich

Natürlich könne man die Gründung einer Gesamtschule als zweite weiterführende Schulform in Wermelskirchen neben dem Gymnasium als „harten Aufschlag“ für andere Schulen sehen, sagt Torsten vom Stein, aber: „Alle sind im Hinblick auf die Gesamtschule guter Dinge, denn es muss ja etwas passieren – so wie es ist, kann es nicht bleiben.“ Das sieht Uwe Spindler ähnlich: „Dass sich Eltern für ihre Kinder etwas anderes als das in Wermelskirchen Vorhandene suchen, muss stoppen. Es muss in die Wermelskirchener Schullandschaft wieder eine beruhigende und beruhigte Stimmung einkehren.“

Damit die geplante Gesamtschule zum Schuljahr 2023/24 gegründet werden und die Sekundarschule parallel auslaufen kann, sind 100 Anmeldungen von Schülern aus Wermelskirchen erforderlich – so schreibt es die Bezirksregierung vor. Kommen die 100 Gesamtschul-Anmeldungen zusammen, seien die Personalfindung, die detaillierte Konzepterstellung die nächsten Schritte, blickt vom Stein voraus.

Anmeldungen

Anmeldungen sich möglich im Schulgebäude Weyersbusch, Weyersbusch 9, erstes Obergeschoss, Räume D.103 und D.107 am Freitag, 20. Januar, 13 bis 18 Uhr, Samstag, 21. Januar, 10 bis 14 Uhr und Montag, 23. Januar, bis einschließlich Freitag, 27. Januar, jeweils 15.30 bis 18 Uhr.

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