Schulausschuss berät über die neue Schule

Gesamtschule: Die Planung läuft

Am Mittwoch kehrt das Leben wieder in die Sekundarschule zurück – dort beginnt ein außergewöhnliches Schuljahr.
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Am Mittwoch kehrt das Leben wieder in die Sekundarschule zurück – dort beginnt ein außergewöhnliches Schuljahr.

Die Sekundarschule geht in ihr letztes Jahr.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Läuft es nach dem Plan und den Entscheidungen von Verwaltung und Kommunalpolitik, gibt es ab dem kommenden Schuljahr eine Gesamtschule. Damit steht die Sekundarschule mit dem nahenden Ende der Sommerschulferien vor dem Start des voraussichtlich letzten Schuljahrs ihres Bestehens. Die Voraussetzung dafür schreiben die gesetzlichen Regelungen vor: Mindestens 100 Kinder aus Wermelskirchen müssen sich im Frühjahr 2023 zur Gesamtschule anmelden.

Die Umbauarbeiten für die Gesamtschule laufen: 32,7 Millionen Euro sind dafür bereitgestellt

Ende November soll eine Schulleitung für die Gesamtschule installiert werden und diese sowohl das Anmeldeverfahren als auch die Erstellung des pädagogischen Konzepts betreuen. Erklärter Wille von Verwaltung und Politik: Die Werbetrommel soll fleißig für die neue weiterführende Schule neben dem Städtischen Gymnasium gerührt werden. Allerdings: Von November bis zum folgenden Frühjahr bleibt dafür nur wenig Zeit. Zumal die Eltern von Schülerinnen und Schüler, die jetzt zum Schuljahr 2022/2023 in die vierte Grundschulklasse starten, als Entscheidungsgrundlage einige Fragen zu dem pädagogischen Konzept haben dürften.

Sekundarschulleiter Christian Schuldt, seit rund zwei Wochen im Amt und zuvor Konrektor, sieht den aufregenden Monaten des kommenden Schuljahrs ruhig entgegen, wie er auf Anfrage unserer Redaktion feststellt: „Die Vorbereitungen laufen derzeit gut.“ 65 neue Schülerinnen und Schüler begrüßt die Sekundarschule in drei fünften Klassen in der kommenden Woche (im Vorjahr waren es 64). „Wir haben nicht nur die Verpflichtung, für die Schülerschaft der Sekundarschule da zu sein, sondern wollen das auch“, betont der 49-Jährige und fügt hinzu: „Die Gesamtschule ist offiziell noch gar nicht existent, sondern erst bei der Bezirksregierung beantragt, womit das Verfahren läuft. Erst wenn die neue Schulform offiziell da ist, kann man damit arbeiten.“ Und dann sie es sicherlich geboten, Synergieeffekte zwischen der in 2023 auslaufender Sekundar- und neu gegründeten Gesamtschule zu nutzen.

Lehrer der Sekundarschule können sich für Gesamtschule bewerben

Wie das gesamte Lehrerkollegium der Sekundarschule habe er die Möglichkeit, sich für eine Stelle an der neuen Gesamtschule zu bewerben. Generell sei für ihn der Aufbau einer neuen Schule „ein sehr spannendes“ Thema.

Auch wenn keine Lehrkraft zum Ende des abgelaufenen Schuljahres offiziell die Sekundarschule verlassen hat, gibt es wie an allen Schulen ein großes Problem: der Lehrermangel. „Es gibt Lehrkräfte, die sind beispielsweise in der Elternzeit, von denen ich weiß, dass sie nicht nach Wermelskirchen zurückkehren werden“, sagt Christian Schuldt. Diese Kollegen nutzten entsprechende gesetzliche Regelungen. Das Problem für den Schulleiter dabei: Die zeitlich befristeten Stellen kann er gegebenenfalls mit Studierenden oder Seiteneinsteigern besetzen, die wiederum beispielsweise nicht als Klassenlehrer einsetzbar sind. „Und solche Leute findet man eher in Großstädten als im ländlichen Raum.“

Wie Andreas Voß, Amtsleiter für Schule und Bäder, ankündigt, wird der Schulausschuss auf der Sitzung am Mittwoch das Raumprogramm für die Gesamtschule beraten. „Das pädagogische Konzept wird von der zukünftigen Schulleitung sowie dem zukünftigen Lehrerkollegium erarbeitet. Die Verwaltung erarbeitet vorbereitend ‚Eckpunkte für eine Gesamtschule‘ als Information für die Eltern vor dem Beginn des Anmeldeverfahrens im Januar/Februar 2023.“

Die Gesamtschule wird mehrfach Thema. Das Bürgerforum wollte wissen, ob die externe Beratung zur Erarbeitung von Leitlinien von der Bezirksregierung in Auftrag gegeben und bezahlt wird. Nein, wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht: Die Stadtverwaltung hat das Büro für Bildungsplanung und Schulentwicklung aus Arnsberg beauftragt, das Auftragsvolumen beträgt 7985 Euro.

Schülerzahlen

Im Städtischen Gymnasium Wermelskirchen starten 108 Schülerinnen und Schüler in vier Klassen. An den Wermelskirchener Grundschulen werden insgesamt 336 Kinder erstmals in das Schulleben eintreten.

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