Wermelskirchen

Neue Gesamtschule: Bilstein will Geschlossenheit

Jochen Bilstein sagt: „Die Geburt einer Gesamtschule in Wermelskirchen ist nicht unkompliziert.“
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Jochen Bilstein sagt: „Die Geburt einer Gesamtschule in Wermelskirchen ist nicht unkompliziert.“

Schulausschussvorsitzender verteidigt das bisherige Vorgehen

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Schulausschussvorsitzender Jochen Bilstein (SPD) äußert sich zum Gesamtschulthema. Eine Schulöffentlichkeit könne sich nicht aktiv an dem Prozess der Gesamtschulentwicklung beteiligen, sagt Bilstein. Entsprechend habe sie auch nur begrenzt Einfluss.

Die Geburt einer Gesamtschule in Wermelskirchen sei „aus nachvollziehbaren Gründen nicht unkompliziert“, sagt er. Die Kritik von Schülern, Lehrern und Eltern, sie fühlten sich bis heute zu wenig gehört und berücksichtigt, sei unberechtigt, konstatiert der pensionierte Pädagoge.

Bilstein: „Der Gründungsprozess einer Gesamtschule wie der Abwicklungsprozess der bestehenden Sekundarschule wurden hinreichend und öffentlich kommuniziert: Die Entscheidung für eine Gesamtschule wurde im Schulausschuss wie im Rat diskutiert und beschlossen. Ebenso das Votum für ein Auslaufen der Sekundarschule und gegen einen Übergang dieser Schule in die neue Schule.“

Der Prozess, der seit Beschlussfassung im Frühjahr verwaltungsintern ablaufe, sei ein formaler zwischen dem Schuldezernat und der Bezirksregierung. Daran seien weder die Politik noch die Eltern, Lehrer und Schüler beteiligt. Dieser Prozess sei nach Auskunft der Bezirksregierung bisher korrekt und zeitgerecht abgelaufen.

Bilstein: Stadt soll zum gemeinsamen Auftreten zurück

Parallel zu den behördlichen Abstimmungen tage nun eine Arbeitsgruppe, die aus einem Moderator, Verwaltungsmitarbeitern, zwei Grundschulrektorinnen, einem didaktischen Leiter einer Gesamtschule aus NRW, einem Elternvertreter und Bilstein selbst als Schulausschussvorsitzendem bestehe.

In dieser Gruppe werde aber kein Konzept für die neue Gesamtschule Wermelskirchen erarbeitet, sagt Bilstein, gleichwohl sich die Gruppe als „Konzeptgruppe“ in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses vorgestellt hatte.

Das Erarbeiten eines Konzepts bleibe dem Kollegium und den Eltern der neuen Schule vorbehalten, sagt Bilstein. Das erwähnte Gremium sei indes dafür ins Leben gerufen worden, um eine interessierte Öffentlichkeit über das generelle Konzept einer Gesamtschule und die Schritte dahin zu informieren.

Ärgerlich sei in diesem Zusammenhang, dass die Verwaltung nicht mit einer Stimme spreche, meint Bilstein: „Ich habe angesichts der Bedeutung dieses Schulprojektes keinerlei Verständnis für Streitereien an der Verwaltungsspitze und fordere diese auf, zu einer gemeinsamen Arbeit und zu einem gemeinsamen Auftreten in der Öffentlichkeit zurückzukehren.“

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