Bildung

Gesamtschul-Team geht nächste Schritte

Beraten am Sonntag: (v.l.) Andreas Voß, Jochen Bilstein, Uwe Spindler, Stefan Görnert und Torsten vom Stein.
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Beraten am Sonntag: (v.l.) Andreas Voß, Jochen Bilstein, Uwe Spindler, Stefan Görnert und Torsten vom Stein.

Am Sonntag gibt es einen Infostand in der Innenstadt – Website startet.

Von Anja Carolina Siebel

Die Vorbereitungen laufen – und schon bald sollen interessierte Familien umfassend über die neue Gesamtschule informiert werden. Nachdem am Dienstagnachmittag die „Konzeptgruppe Gesamtschule“ erneut zusammengekommen war, in der unter anderem die Schulverwaltung, der Schulausschussvorsitzende und Pädagogen an Entwicklungsschritten für die neue Schulform arbeiten, gibt es Neuigkeiten.

Anlässlich „Wermelskirchen A la Carte“ stehen Teilnehmende der sogenannten Konzeptgruppe am Sonntag, 30. Oktober, von 13 bis 18 Uhr auf dem Platz unter dem Weihnachtsbaum, um Fragen der Eltern zu beantworten. „Wir wollen uns jetzt öffnen und natürlich erreichen, dass wir die notwendige Anzahl an Anmeldungen später erreichen“, sagt Schulausschussvorsitzender Jochen Bilstein auf Nachfrage.

„Die Eltern können uns praktisch alles fragen zum Thema Gesamtschule.“

Stefan Görnert, Erster Beigeordneter

Für Gespräche bereit stehen neben Bilstein am A la Carte-Sonntag auch Schuldezernent Stefan Görnert, Amtsleiter Andreas Voß und Berater Uwe Spindler, ehemaliger Leiter einer Gesamtschule in Lohmar. Und: Torsten vom Stein. Der Wermelskirchener ist seit 2012 Lehrer in der Stadt und wird in Absprache mit der Bezirksregierung Köln und dem Schuldezernat der Stadt Wermelskirchen den Gründungsprozess der geplanten Gesamtschule federführend begleiten.

„Natürlich bereiten wir uns auf gängige Fragen schon vor“, sagt Schuldezernent und Erster Beigeordneter Stefan Görnert. „Aber es geht auch darum, Transparenz zu zeigen. Die Eltern können uns praktisch alles zum Thema Gesamtschule fragen.“

 Auf interessierte Eltern wartet am Sonntag außer den angekündigten Gesprächen auch Informationsmaterial zur geplanten Gesamtschule. Pünktlich zum Wochenende geht laut Information der Stadtverwaltung außerdem die Website für die Schule unter www.gesamtschule-wermelskirchen.com online.

Zudem macht sich laut Aussage des Schulausschussvorsitzenden Pädagoge Torsten vom Stein in den kommenden Wochen auf den Weg in die Grundschulen, um dort die Eltern noch mal gezielt über die Inhalte und das Konzept der Gesamtschule zu informieren. Ein Flyer war bereits vor einigen Wochen an die Grundschulen verteilt worden. Ab dem Schuljahr 2023/2024 soll die Gesamtschule Wermelskirchen mit der Klasse 5 am Schulstandort der bisherigen Sekundarschule wie berichtet starten. Mindestens 100 Anmeldungen sind die Voraussetzung dafür. Schon am kommenden Wochenende haben Eltern und Interessierte Gelegenheit, sich über die neu geplante Schulform zu informieren.

Die jetzige Sekundarschule am Standort Wirtsmühler Straße/ Weyersbusch wird mit der Eröffnung der Gesamtschule auslaufen. Das bedeutet, dass die jetzigen Fünftklässler der letzte Jahrgang sein wird, der an der Sekundarschule Wermelskirchen unterrichtet wird.

 Im Vorfeld hatte es viele Diskussionen um die Gesamtschule gegeben. Unter anderem hatten Eltern der jetzigen Sekundarschüler und einige Politiker, unter anderem der Grünen, sich einen Gesamtschul-Neubau an der Rot-Kreuz-Straße gewünscht (ehemaliges Realschul-Gelände). Dort hatte die Stadt auch vor einigen Jahren noch den Neubau einer Sekundarschule geplant. Die Kritiker wurden aber schließlich von einer Ratsmehrheit überstimmt. Zudem wird die Schule jetzt auch neu gegründet, das heißt, die Sekundarschule geht nicht in die Gesamtschule über. Und Lehrer, die jetzt an der Sekundarschule unterrichten, müssen sich entsprechend neu bewerben, wenn sie später auch an der Gesamtschule unterrichten möchten.

Hintergrund

Ein weiterer Elterninformationsabend findet dann am Dienstag, 22. November, ab 19 Uhr im Bürgerzentrum statt.

Seit Mitte September liegt ein Info-Flyer für die neue Gesamtschule in den Grundschulen der Stadt aus. Der soll ein Wegweiser für die Eltern sein, die ja letztlich darüber entscheiden, ob eine Gesamtschule tatsächlich entstehen wird. Mindestens 100 Anmeldungen braucht es wie bereits berichtet dafür. Und: Es wird ein extra Anmeldeverfahren im Februar 2023 geben.

Standpunkt: Heiße Phase beginnt

anja.siebel@rga.de

Ja, zugegeben, die Gesamtschule hatte einen etwas holperigen Start; es hatte viele Diskussionen gegeben. Aber das sollte nun zumindest in den Hintergrund rücken. Denn jetzt muss es darum gehen, die erforderlichen 100 Anmeldungen – mindestens – zu schaffen und vor allem eine zukunftsfähige Schule aufzubauen, die für Wermelskirchener Familien wieder so attraktiv ist, dass sie ihre Kinder nicht mehr vielfach auf weiterführende Schulen anderer Städte schicken.

Das war zuletzt ja das Problem der Sekundarschule gewesen. Es geht jetzt in die heiße Phase für die neue Schulform. Und auch die Eltern sind gefragt, sich hinreichend zu informieren. Denn das Angebot ist jetzt da. Schon am Sonntag am Stand der Verantwortlichen auf dem Platz unter dem Weihnachtsbaum. Und: Die Website geht an den Start. Gelegenheit, Informationen zu sammeln, gibt es also genug. Entschieden wird die Gründung der Schule aber mit den Anmeldungen.

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