Gemeinsam die Opfer „unvergessen“ machen

Almuth Conrad ist Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Wermelskirchen. Foto: Peter Meuter
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Almuth Conrad ist Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Wermelskirchen. Foto: Peter Meuter

Gedanken zur Reichspogromnacht

Von Pfarrerin Almuth Conrad, Ev. Kirchengemeinde Wermelskirchen

Am Montag gedenken wir des Jahrestages der Ereignisse des 9. November 1938 - als Reichspogromnacht in die Geschichte eingegangen: An diesem Tag wurden jüdische Menschen in aller Öffentlichkeit aus ihren Wohnungen und Häusern gezerrt, gedemütigt, geschlagen, verhaftet, viele später in Konzentrationslagern ermordet.

Wir gedenken der Opfer des 9. November 1938 und der vielen weiteren Opfer der nationalsozialistischen Menschenverachtung. Das waren geistig behinderte Menschen und politisch Missliebige und Bibelforscher und Homosexuelle und Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter und Millionen jüdischer Menschen. Ihr Leid muss uns mahnen, die Würde aller Menschen zu achten. Unvergessen sollen sie sein in unserer Gesellschaft. Wir verbinden uns damit auch 2020 mit allen, die Hass und Fremdenfeindlichkeit in unserer Zeit und Welt entgegenwirken.

Vielleicht wollen Sie sich beteiligen? Dann stellen Sie zum Gedenken an die Opfer der Nazi-Doktrin eine Kerze in ihr Fenster zu Hause und schicken bis Sonntagabend ein Foto davon an mich – einfach über das Kontaktformular auf www.ekwk.de.

Über unsere Homepage können wir sichtbar machen, dass wir gemeinsam wachsam sind. Helfen Sie mit, die Opfer „unvergessen“ zu machen und einander zu mahnen, aufmerksam zu sein, wo immer die Menschenwürde angetastet wird!

Wir laden Sie zu Hause ein, dabei zu sein: Am Montag, den 9. November, werden um 18 Uhr unsere Kirchenglocken in Wermelskirchen läuten, offene Gebete in unseren Kirchen stattfinden und das Andachtsvideo veröffentlicht, das wir zu diesem Anlass zusammengestellt haben – auch in diesem Jahr wieder in Kooperation mit der Lokalpolitik, die damals ebenso versagt hat wie die Kirchen: Bürgermeisterin Marion Lück ist mit ihrem Grußwort dabei. Helfen Sie mit, dass die Opfer unvergessen bleiben!

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