Dhünn

Gemeinde muss auf Diakon verzichten

In der evangelischen Kirchengemeinde Dhünn rumort es derzeit gewaltig. Archivfoto: Hans Dieter Schmitz
+
In der evangelischen Kirchengemeinde Dhünn rumort es derzeit gewaltig.

In Dhünn rumort es – In drei Monaten geht man mit Dabringhausen zusammen.

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. In der evangelischen Kirchengemeinde Dhünn rumort es: Noch im Juni 2021 hatte die Gemeinde optimistisch und besonnen mehrheitlich für die pfarramtliche Verbindung mit Dabringhausen gestimmt. Zwei Gemeinden, zwei Diakone, ein Pfarrer: So lauteten damals die Regeln.

Die Dhünner stärkten ihrem Presbyterium den Rücken. Sie sahen die Notwendigkeit dieses Konzeptes: Schließlich gehen im August sowohl Pfarrer Reinald Rüsing als auch das Dabringhausener Pfarrehepaar Elke und Rüdiger Mielke in den Ruhestand.

Und ein Blick auf die Zahl der Gemeindeglieder zeigt: Beide Stellen müssen deutlich reduziert werden – in Dabringhausen von 100 auf 60 Prozent, in Dhünn von 75 auf 40 Prozent. Also gab die Gemeinde grünes Licht. Ein knappes Jahr später herrscht nun großer Unmut in der Gemeinde: Denn unerwartet haben sich die Vorzeichen geändert. Der Kirchenkreis hat den Dhünnern aus finanziellen Gründen die Planstelle für den Diakon nicht genehmigt – anders als in der etwas größeren Gemeinde in Dabringhausen, in der es diese Planstelle bereits gibt und jüngst besetzt werden konnte. Für Dhünn bleiben 40 Prozent Pfarrstelle. Mehr nicht. „Wir haben dieser Kooperation unter ganz anderen Vorzeichen zugestimmt“, beklagten jetzt viele Dhünner bei der Gemeindeversammlung. Vor allem die gestrichene Diakonen-Stelle musste Rüsing am Freitag dann aber bestätigen. Nach einer ersten Welle des Ärgers begann die Gemeinde Pläne zu schmieden, um das nötige Geld selbst aufzubringen: Die Ideen reichen von einem Förderverein bis hin zur Einrichtung eines Projekts mit befristeter Stelle in Kooperation mit dem CVJM.

Gemeinde sorgt sich um die Besetzung der Pfarrstelle

Gesprächsbedarf hatte die Gemeinde auch mit Blick auf die Pfarrstelle: Erst im Februar habe die Ausschreibung stattfinden können, erklärte Rüsing. Dann ging lediglich eine Bewerbung ein.

Albrecht Keller, einst Vikar in Dhünn und heute Pfarrer in Remlingrade und Dahlerau, will zurückkehren. Die Probepredigt hat er bereits gehalten, am 17. Mai steht die Probekatechese an. Danach müssen die beiden Presbyterien entscheiden.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Die Musikschulleiterin hat gekündigt
Die Musikschulleiterin hat gekündigt
Die Musikschulleiterin hat gekündigt
Stadt investiert 17 Millionen Euro in Hallenbad-Bau
Stadt investiert 17 Millionen Euro in Hallenbad-Bau
Stadt investiert 17 Millionen Euro in Hallenbad-Bau
Plötzlicher Pflegefall: Das ist zu beachten
Plötzlicher Pflegefall: Das ist zu beachten
Plötzlicher Pflegefall: Das ist zu beachten
Stadt verlässt die Haushaltssicherung
Stadt verlässt die Haushaltssicherung
Stadt verlässt die Haushaltssicherung

Kommentare