Mein Blick auf die Woche

Gebeutelte Gastronomen brauchen Unterstützung

anja.siebel@rga.de
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Tische werden reserviert und nicht abgesagt, wenn es nicht passt. Das führt dazu, dass die Restaurantbetreiber diese Tische nicht weiter vermitteln können.

Ein Problem, was laut Gastronomin Anna Rita Fanelli (ToscAnna) häufiger vorkommt. Aber das ist noch eines der kleineren Probleme für die Gastronomen. Die Corona-Pandemie hat sie bereits erheblich geschwächt. Mussten sie sich nicht nur strengsten Auflagen beugen, sondern auch in Kauf nehmen, dass ihre Geschäfte zeitweilig komplett geschlossen wurden. Das Mitnahme-Geschäft von Speisen konnte die Verluste keineswegs auffangen. Personal wanderte ab, weil Kellnerinnen und Kellner sowie Küchenpersonal sich sicherer in anderen Branchen fühlten, verständlich, nach all den Schließungen und in der unsicheren Lage. Auch das ging aber wieder auf Kosten der Restaurant- und Café-Betreiber.

Geeignetes Personal zu finden, das ist immer noch schwierig für die Gastronomen. Hinzugekommen sind jetzt, da sie eigentlich wieder hätten aufatmen können, weil die Corona-Beschränkungen beendet sind, die horrenden Energiekosten. Und: Kosten für Lebensmittel sind dem zu Folge gestiegen – und auch das Personal muss teurer bezahlt werden. Die Folge ist oft, dass die Unternehmer selbst kräftig mit anpacken müssen, um den Laden am Laufen zu halten. „Die Gastronomie ist ein Knochenjob, und da muss man auch in die Zukunft schauen und an sich selbst denken“, sagte eine Restaurantbetreiberin diese Woche.

Das kann bedeuten, ein wenig kürzer zu treten. Das kann aber auch langfristig bedeuten, dass Restaurants im Stadtgebiet schließen werden. Weil die Betreiber dem Druck und den stetig steigenden Kosten einfach nicht mehr gewachsen sind. Denn zu dem ohnehin „Knochenjob“ sind ja in den vergangenen Jahren genannte Hürden hinzugekommen. Und die sind nicht ohne. Die Folge wird sein, dass die Restaurant- und Café-Landschaft weiter schrumpfen wird. Das mindert die Lebensqualität einer Stadt erheblich. Denn auch wenn viele sich den einen oder anderen Besuch im Restaurant derzeit aus Kostengründen sparen: Irgendwann haben sie sicher mal wieder Lust zu gehen. Und wenn das Angebot dann merklich geringer ist als noch vor einigen Jahren, wird das spürbar sein. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, die gebeutelten Gastronomen zu unterstützen, sich einen Ruck zu geben, vom Sofa aufzustehen und mal wieder essen oder etwas trinken zu gehen. Die Restaurantbetreiber werden es zu schätzen wissen.

TOP Jecken freien sich auf die Karnevalstage.

FLOP Wieder mehr Einbrüche im Kreis.

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