Gastronomie: Warum nicht mit Kulanz agieren?

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Die Woche

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Von Anja Carolina Siebel

Laut aktuellen Zählungen nutzten bis Ende Juli 120 691 Radfahrer die Trasse. Alleine im April 2020 wurde die Zählstelle von 32 488 Radfahrern überquert, 2019 waren es im April nur 13 864 gewesen. Zahlen, die vor allem eines aussagen: Der Radverkehr in der bergischen Region hat ordentlich Fahrt aufgenommen. Gerade auch während der Corona-Zeit nutzten viele die Möglichkeit, sich auf zwei Rädern durch die Natur zu bewegen. Das bestätigen unter anderem Fahrradhändler in der Umgebung, deren Verkaufszahlen vor allem im Frühjahr nach oben geschnellt sind. Aber eben auch die Zahlen der Radfahrer, die die Trasse nutzen. Studien zeigen, dass das nicht nur Freizeitradler betrifft, sondern auch Berufspendler, die die Trasse beispielsweise nutzen, um mit dem Rad zum Bahnhof Opladen zu kommen und dann die Öffentlichen Verkehrsmittel weiter nutzen. Und zudem gibt es nun, unter anderem an den Busbahnhöfen in Burscheid und Wermelskirchen, eine Pedelec-Verleihstation. Während es noch vor wenigen Jahren praktisch undenkbar war, die bergische Region als Fahrradregion zu bezeichnen, kann man das jetzt getrost tun. Denn durch den Ausbau der Trassen und der umliegenden Wegenetze haben die Bergischen die Bewegung auf dem Rad eindeutig für sich entdeckt. Ein gutes Signal.

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Dass es nun wieder möglich ist, in Restaurants zu gehen und das Leben entsprechend ein bisschen mehr zu genießen, ist sicher für alle, die es nutzen, positiv. Allem voran für die Gastronomen, die unter dem monatelange Lockdown sehr gelitten haben. Dass es nun vermehrt Ärger mit dem Ordnungsamt gibt, weil angeblich die Hygiene- und Abstandsregeln vielerorts nicht eingehalten werden, ist dagegen ärgerlich. Die Frage ist, ob es nicht andere Möglichkeiten gibt, als die, die Ordnungshüter auf den Plan zu rufen, die inzwischen nicht nur abmahnen, sondern auch mit empfindlichen Geldstrafen bis hin zur Schließung des jeweiligen Restaurants drohen. Es gibt immer zwei Seiten. Und es ist kaum vorstellbar, dass es in Wermelskirchen tatsächlich Gastronomen geben soll, die freiwillig die große Chance aufs Spiel setzen, trotz gewisser Einschränkungen ihr Geschäft dauerhaft wieder öffnen und Gäste begrüßen zu dürfen. Deshalb ist auch die Frage, o nicht ein wenig mehr Kulanz angebracht wäre. Haben wir nicht alle schon mal unsere Mund-Nase-Maske im Auto vergessen und mussten dann zurücklaufen, um sie zu holen? Ist uns die „Maske“ nicht öfter schon mal unter die Nase gerutscht? Ein freundlicher Hinweis hilft da manchmal viel mehr als die Androhung einer Strafe.

Freibad hat bis Dienstag geöffnet.

Mehr Wermelskirchener werden Opfer von Betrü- gern.

anja.siebel @rga-online.de

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