Gastronomie: Einige öffnen am Freitag

So entspannt wie vor der Corona-Krise wird es im Eiscafé Cordella wohl erst einmal nicht aussehen. Es herrschen strenge Regeln. Archivfoto: Anja Carolina Siebel
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So entspannt wie vor der Corona-Krise wird es im Eiscafé Cordella wohl erst einmal nicht aussehen. Es herrschen strenge Regeln. Archivfoto: Anja Carolina Siebel

Morgen fällt die Bundesnotbremse im Rheinisch-Bergischen Kreis – Auch die Ausgangssperre wird dann aufgehoben

Von Anja Carolina Siebel

Seit Mittwoch ist es amtlich. Ab Freitag tritt die Bundesnotbremse kreisweit außer Kraft. Seit Mittwoch liegt die Sieben-Tages-Inzidenz des Kreises laut Robert Koch-Institut (RKI) zum fünften Mal in Folge unter dem Wert von 100. „Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS) hat die dauerhafte Unterschreitung des Schwellenwertes von 100 amtlich festgestellt und dies heute Nachmittag per Allgemeinverfügung bestätigt“, hieß es gestern es in der Kreismitteilung. Die Wirkung der Allgemeinverfügung tritt wie mehrfach berichtet zwei Tage später in Kraft. Dann gilt im Rheinisch-Bergischen Kreis nicht mehr die Bundesnotbremse, sondern die Regelungen des Landes in der Corona-Schutzverordnung.

Was heißt das nun? Zum einen sind Schnelltests jetzt 48 Stunden gültig und nicht mehr nur 24 Stunden.

Auch die Ausgangssperre fällt weg. Es dürfen sich wieder fünf Personen aus zwei Haushalten oder ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen. Kinder unter 15 Jahren werden nicht mit gezählt. Partys sind aber auch im privaten Raum weiter untersagt.

Der Einzelhandel hat nach wie vor geöffnet. Es gelten je nach Größe des Geschäftes Beschränkungen, wie viele Kunden den Laden betreten dürfen. Für alle Läden des täglichen Bedarfs gilt: pro zehn Quadratmetern ein Kunde. Geschäfte, die nicht zur Grundversorgung dienen, können zudem pro 20 Quadratmetern einen Kunden einlassen. Dort muss dann der Nachweis eines negativen Testergebnisses, einer vollständigen Impfung oder eine Bescheinigung für Genesene gezeigt werden.

Konzerte und Aufführungen sind im Freien bis zu 500 Personen und mit Nachweisen zulässig. Kontaktfreier Sport im Freien in Sportstätten ist mit bis zu 20 Personen erlaubt. Kinder bis zu 14 Jahren dürfen auch im öffentlichen Raum Sport treiben. Kontaktsport ist verboten. Der Besuch von Zoos und Parks ist nach vorheriger Terminvereinbarung ohne Test möglich. Übernachtungen in Ferienwohnungen und Camping sind mit den oben genannten Nachweisen zulässig. In Hotels und Co. bis zu einer Kapazitätsauslastung von 60 Prozent dürfen Gäste und mit negativem Testergebnis beziehungsweise einer Genesenen- oder Impfbescheinigung übernachten.

Und: Die Außengastronomie darf öffnen. Auch Anna Fanelli (ToscAnna) würde liebend gern am Wochenende wieder Gäste empfangen. Wie berichtet, hatte die Gastronomin extra eine Fläche für ihre Außengastronomie eingerichtet. Allerdings war ihr eine Entscheidung für die Öffnung am Freitag bisher zu unsicher. „Zum einen lag das daran, dass die Zahlen sich ja noch mal hätten verändern können“, sagt die gebürtige Italienerin. Zum anderen bereite ihr das Wetter Sorge. „Bei 13 Grad und Dauerregen mag ja wahrscheinlich niemand so gerne im Freien essen.“

Fanelli erklärt, dass eine Öffnung nach so langer Zeit „einen riesigen Aufwand“ bedeutet. „Den betreibt man nicht mal eben so“, sagt sie. „Mitarbeiter müssen aus der Kurzarbeit geholt und Lebensmittel angeschafft werden. Ein Problem wäre, wenn niemand käme und wir alles wegwerfen müssten.“ Sie will daher noch ein bisschen warten, „vielleicht bis zum nächsten Wochenende, auf jeden Fall, bis das Wetter besser wird und man absehen kann, dass die Zahlen wirklich stabil bleiben.“

Ähnlich will es Christian Warnke (Hotel Zum Schwanen) handhaben. Auch sein Restaurant wird voraussichtlich erst kommendes Wochenende eröffnen. Eröffnen wird am Freitag wohl Giorgio Barazzuol vom Eiscafé Cordella. „Wir versuchen es zumindest“, sagt Barazzuol. Denn auch er weiß, dass die Öffnung zurzeit noch ein Kraftakt ist. „Die Leute, die nicht geimpft oder genesen sind, brauchen einen negativen Schnelltest. Ich weiß nicht wie viele dazu bereit sind, einen zu machen, weil sie ins Eiscafé möchten“, gibt er zu bedenken. Und: „Wenn es regnet, können wir die Gäste nicht wie sonst reinlassen. Denn das ist ja momentan noch nicht möglich.“ Das geht erst ab einer stabilen Sieben-Tages-Inzidenz von unter 50.

Schulen

Dank sinkender Infektionszahlen soll es nun an den Schulen so schnell wie möglich wieder Richtung Normalität gehen. Bleibe es bei dem rückläufigen Inzidenzwert, könnte ab dem 31. Mai wieder voller Präsenzunterricht in den Schulen angeboten werden. Das sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch. Voraussetzung: Die Sieben-Tage-Inzidenz muss „stabil“ unter 100 liegen.

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