Energie

Für Hausmeister ändert sich die Arbeit

Stühle nach einer Veranstaltung zusammenräumen, gehört für die Hausmeister Thomas Madel (r.) und Michael Schiwy zu den alltäglichen Aufgaben.
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Stühle nach einer Veranstaltung zusammenräumen, gehört für die Hausmeister Thomas Madel (r.) und Michael Schiwy zu den alltäglichen Aufgaben.

Thomas Madel und Michael Schiwy kümmern sich im Rathaus darum, dass Energie gespart wird.

Von Lena Steffens

Wermelskirchen. Als Thomas Madel durch den Heizungskeller geht, erinnert er sich an seine Anfangszeit als Hausmeister im Rathaus. „An meinem ersten Tag dachte ich, ich finde mich hier nie zurecht. Hier sind so viele kleine Gänge.“ Das war im Januar 2019. Mittlerweile hat sich der 41-Jährige gut eingelebt und kümmert sich zusammen mit Michael Schiwy, ebenfalls Hausmeister im Rathaus, um die verschiedenen Arbeiten, die unter der Woche und am Wochenende anstehen.

Dazu gehören unter anderem das Vorbereiten von städtischen Veranstaltungen und das Aufräumen der Säle danach, das Bereitstellen von technischen Möglichkeiten oder das Reparieren von Möbeln oder der Umbau von Schreibtischen. „Es wird hier auf jeden Fall nicht langweilig“, stellt Schiwy fest. Er ist seit April 1997 im Rathaus tätig. „Ich bin hierhingekommen, weil sie jemanden gesucht haben“, sagt der 60-Jährige. Zuvor hatte Schiwy bei der Arbeiterwohlfahrt im Bereich Asyl gearbeitet.

Madel dagegen war jahrelang Schreiner in Leverkusen, ist aber Wermelskirchener und wollte wieder dorthin zurück, da er unter anderem auch Freunde im Rathaus hat. „Ich bin jetzt hier und glücklich. Die Arbeit macht Spaß und ist abwechslungsreich. Es war damals einfach ein gutes Gefühl, wieder für die Stadt zu arbeiten“, sagt er.

Mit Schiwy arbeitet er mittlerweile auch gut zusammen. „Wir sind ein eingespieltes Team – Jung und Alt ergänzen sich gut“, sagt Madel, woraufhin Schiwy anfängt zu lachen. Die beiden Hausmeister sprechen ihre Mittagspause miteinander ab oder bleiben auch mal länger, „wenn es nötig ist“. Der junge Hausmeister sieht auch einen entscheidenden Vorteil in der Zusammenarbeit: „Es tauchen hier im Haus doch noch Fragen auf, wo hier welche Leitung herläuft.“

Dann fragt er den erfahrenen Hausmeister. „Ich kenne die Geschichte von den Umbauten hier und das Haus gut“, sagt Schiwy. In den 25 Jahren seines Berufs hat sich aber auch viel verändert, erzählt dieser. „Die Arbeit ist umfangreicher geworden.

Während der Corona-Zeit gab es zwar weniger Veranstaltungen, aber vor der Pandemie waren es insbesondere an den Wochenenden sehr viele. „Hier findet immer der Tanz in den Mai statt, Vereine treffen sich im Bürgerzentrum, es gibt Weihnachtsfeiern oder eine 90er-Jahre-Disko. Zuletzt wäre das Querbachfest gewesen und nächste Woche Erntedank, die Veranstaltungen wurden aber beide abgesagt“, erzählt Schiwy. Nicht nur ist die Arbeit mehr geworden, auch stehen die Hausmeister immer wieder vor neuen Herausforderungen. In diesem Herbst und Winter wird es die Energiekrise sein: Strom und Gas sparen ist angesagt. „Die Heizung reguliert eine externe Firma. Wir überprüfen, ob die Temperatur in den Räumen auch wirklich runtergeht“, erzählt Schiwy.

„Auch haben wir in den letzten Jahren die Lampen im Rathaus umgestellt auf LED, in den Treppenhäusern sind Bewegungsmelder angebracht worden“, sagt er und deutet auf die Schalter an der Wand. „Wir laufen aber auch schon mal herum und schalten Lichter aus, wenn wir abends unsere Runde machen. Das kann ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen“, meint Madel. „Außerdem achten wir auf Fluchtwege bei Veranstaltungen und darauf, dass zum Beispiel keine leicht entflammbaren Gegenstände auf den Tischen liegen“, ergänzt Schiwy.

Energiesparen ist kein neues Thema

Auch die Kollegen in der Verwaltung werden über das Energiesparen aufgeklärt. „Wenn ein Schreibtisch zu dicht an der Heizung steht, achten wir darauf und weisen die Kollegen darauf hin, warum es besser ist, den Schreibtisch dort nicht hinzustellen“, sagt Madel. „Wir sind aber immer schon damit beschäftigt, Energie einzusparen. Das ist kein ganz neues Thema“, betont Schiwy. So läuft die Außenbeleuchtung des Bürgerzentrums beispielsweise schon länger über Dämmungsschalter.

Und was steht aktuell noch an? „Wir haben zurzeit viele Reparaturen, unser Telefon klingelt permanent“, sagt Madel. „Wir haben im Keller auch noch einen kaputten Tisch stehen. „Eigentlich ist immer jemand hier im Haus, der ein Problem hat“, meint Schiwy. „Entweder hat einer seinen Schlüssel vergessen, die Sonnenblende ist kaputt, oder es gibt keinen Strom.“

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