Forderungen

Für die Energiewende gibt es nicht die eine Lösung

Uwe Pakendorf, stellv. CDU-Fraktionsvorsitzender, regt an, dass auch grüner Wasserstoff zum Einsatz kommen soll.
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Uwe Pakendorf, stellv. CDU-Fraktionsvorsitzender, regt an, dass auch grüner Wasserstoff zum Einsatz kommen soll.

Kreistagsfraktionen von CDU, Grünen und Freie Wählern wollen Maßnahmenpaket.

Burscheid. Die beste Energie ist in diesen Zeiten die, die gar nicht erst gebraucht wird – so einig ist man sich in großen Teilen der Politik auch über Debatten zu Detailfragen hinweg. Doch wie lässt sich sinnvoll sparen ? Und wie sieht die Zukunft der Energieversorgung aus, kurzfristig und längerfristig ? Diese Fragen beschäftigen die Bevölkerung bekanntlich mit großer Sorge.

Im Rheinisch-Bergischen Kreis haben die Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und Freien Wählern jetzt ein Paket mit fünf Aufträgen für die Verwaltung zur Abstimmung in den Kreistag eingebracht. Alle Projekte sind bereits in Planung, sollen nun aber beschleunigt werden: Dazu zählt eine Informationskampagne in Absprache mit Verbraucherzentrale, Kommunen und Energieversorgern, um den Bürgern niederschwellige Spar-Tipps zu vermitteln.

Klimaschutz und Energieversorgung müssen wir zusammendenken, nicht gegeneinander ausspielen.

Ursula Ehren (Grüne)

Gleichzeitig fordern die drei Fraktionen, den Aufbau der geplanten Klima- und Energieagentur bis 2023 voranzubringen. Deren Ziel sei es, „Expertise zu bündeln, Beratungsleistungen aufzubauen und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern in Gewerbe, Industrie und Privathaushalten zu verringern“, heißt es im gemeinsamen Antrag. „Klimaschutz und Energieversorgung müssen wir zusammendenken, nicht gegeneinander ausspielen“, bekräftigt Ursula Ehren, Fraktionsvorsitzende der Grünen.

Region sollte grünen Wasserstoff nutzen und Kräfte bündeln

„Es gibt nicht die eine große Lösung. Wir brauchen Diversität“, betont wiederum der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Uwe Pakendorf. So solle in der Region auch grüner Wasserstoff zum Einsatz kommen. Pilotprojekte zu dessen dezentraler Erzeugung wolle man über die H2-Werkstatt identifizieren.

Eine weitere Forderung ist die zügige Schaffung eines Wärmekatasters für den Kreis. Dessen Angaben zu Bedarf, Erzeugung und Verteilung sollen die Kommunen für ihre Wärmeleitplanung nutzen. Die sei das „zentrale Werkzeug, um das Handlungsfeld „Wärme“ innerhalb einer nachhaltigen klimaneutralen Stadt- und Gemeindeentwicklung gestalten zu können“, bekräftigt wiederum Werner Conrad, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler.

Schließlich – zur Umsetzung sämtlicher Maßnahmen – fordert das Dreierbündnis entsprechende Haushaltsmittel plus benötigtem Personal. Im Kreistag steht die Beschlussvorlage am 20.  Oktober auf der Tagesordnung. -ied-

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