Zenshäuschen

Freizeitpark: Das Wäldchen ist gerodet

Jugendliche und Erwachsene halfen Samstag, das ehemalige Bahngelände von Müll, Bäumen und Strauchwerk zu befreien. Foto: Roland Keusch
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Jugendliche und Erwachsene halfen Samstag, das ehemalige Bahngelände von Müll, Bäumen und Strauchwerk zu befreien.
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Jugendliche und Erwachsene bereiten das Gelände hinter Zenshäuschen für neuen Radweg vor.

Von Karsten Mittelstädt

Es ist nass und kalt. Der Boden ist aufgeweicht und schlammig. Trotzdem herrscht am Samstagmorgen Aufbruchstimmung auf dem Gelände zwischen Zenshäuschen, der Straße Am Wasserturm und der Dellmannstraße. Nicht nur bei den jüngsten Teilnehmern der Rodungsaktion für den Jugendfreizeitpark, den Mitgliedern des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa), die mit Stadtjugendreferentin Katja Töbelmann gekommen waren, um mitzuhelfen.

Auch ältere Herren des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) trugen Sträucher und abgesägte Äste zusammen. Nur einer, der sich, wie die anderen, lange dafür eingesetzt hat, dass der Jugendfreizeitpark realisiert wird, half nicht. Bürgermeister Rainer Bleek. Aber der war entschuldigt, hatte er sich doch gerade einer Operation an der rechten Hand unterzogen. Aber er freute sich ebenfalls, dass es nun endlich losgeht.

Standpunkt von Karsten Mittelstädt

„Wir haben so kurz nach 8 Uhr angefangen“, sagt Volker Niemz, Leiter des städtischen Betriebshofes. Der half ebenso wie Mitglieder der Skatervereine Flip Off und Rollrausch, des Juca und des CVJM. Insgesamt rund 30 Kinder, Männer und Frauen sorgten dafür, dass das Wäldchen, das dem Bau des Freizeitparks im Wege stand, mittags schon gerodet war. Es werden aber vermutlich noch zwei Samstage im Februar nötig sein, um das Gelände vollends zu räumen.

„Der Förderverein des Freibades Dabringhausen wird hier vor Ort Bäume und Sträucher häckseln und das Material dann in der Biomassenheizanlage einsetzen“, erklärt Niemz. Bevor die erste Kettensäge am Samstag angeworfen wurde, räumten die Helfer erst einmal eine ganze Autoladung an Müll zusammen.

„Ich finde das klasse, dass es jetzt endlich losgeht.“
Marco Lerch, Verein Rollrausch

„Ich finde das klasse, dass es jetzt endlich losgeht“, sagt auch Marco Lerch von Rollrausch. Der Verein ist schon seit Jahren bemüht, Ersatz für eine Rollsporthalle im abgerissenen Güterbahnhof zu bekommen. Mit CVJM und ADFC planten die Skater das Gelände. Doch bis Jugendliche das Gelände nutzen können, wird noch einige Zeit vergehen. „Zunächst wird der Bahntrassenweg um 400 Meter bis zur Thomas-Mann-Straße verlängert. „Die Ausschreibung erfolgt jetzt“, sagt Bleek. Das ist notwendig, damit das Gelände über die Straße Am Wasserturm auch für Lkw zugänglich ist. „Das Geld für die Verlängerung des Radweges kommt zu 100 Prozent vom Land“, versichert Bleek.

Die Finanzierung ist also gesichert – im Gegensatz zur Finanzierung des Jugendfreizeitparks. Mit rund 40 000 Euro, die noch zur Verfügung stehen, soll nach der Verlängerung des Radweges zunächst das vom CVJM gewünschte Multifunktionsfeld gebaut werden. Das Feld ist gedacht für Sportbetätigung aller Art.

ADFC-Vorsitzender Frank Schopphoff unterstützt den Jugendfreizeitpark von Anfang an, er träumt aber von einem anderen Projekt. „Vielleicht gelingt es, mit Fördermitteln einen 'Infopoint' am Radweg zu errichten. Radfahrer auf der Balkantrasse können dort Pause einlegen und sich über die verschiedensten Angebote der Stadt auf Schautafeln informieren. Einige der noch montierten Schienen sollen liegen bleiben, um an den ehemaligen Balkan-Express zu erinnern. „Vielleicht kann man irgendwann einen Waggon daraufstellen“, überlegt Schopphoff.

ZEITPLAN

RADWEG Im Spätsommer soll der Radweg bis zur Thomas-Mann-Straße verlängert werden. Im kommenden Jahr wird das Multifunktionsfeld gebaut. LOGO Michel Pacha, selbst Skater und Designer, entwirft derzeit ein Logo für den Jugendfreizeitpark, das auf Werbeflyern eingesetzt werden soll.

Doch um den Jugendfreizeitpark komplett auszustatten, braucht es Spenden. Bleek hofft, dass die heimische Wirtschaft das Projekt für die Jugend unterstützt. „Wir haben da einige Ideen“, erklärt Bleek. Eine davon ist, das Gelände quadratmeterweise Personen zuzuordnen, die als Spender auftreten.

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