Jugend

Freizeitpark: Stadt beginnt mit Rodung

Noch ist alles beim Alten. Auch die Bahnschienen liegen noch auf dem Gelände. Schon bald könnte an dieser Stelle aber die Balkantrasse entlangführen. So lautete zumindest der Plan noch vorigen Sommer. Fotos (2): Roland Keusch
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Noch ist alles beim Alten. Auch die Bahnschienen liegen noch auf dem Gelände. Schon bald könnte an dieser Stelle aber die Balkantrasse entlangführen. So lautete zumindest der Plan noch vorigen Sommer.
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Bürgermeister Bleek will im Anschluss verstärkt mit der Sammlung von Spenden beginnen.

Von Anja Carolina Siebel

Bürgermeister Rainer Bleek hat gute Nachrichten in Sachen Jugendfreizeitpark: „Noch in diesem Jahr wollen wir mit den Rodungen auf dem Gelände in Zenshäuschen beginnen“, sagt das Stadtoberhaupt auf Nachfrage.

Standpunkt von Anja Carolina Siebel

Vor gut einem Jahr hatte der Ausschuss für Freizeit, Tourismus und Sport wie berichtet einstimmig beschlossen, dass der Jugendfreizeitpark in Zenshäuschen entstehen soll. Demnach soll der dortige Grünstreifen bis zum Discounter Lidl abgeholzt werden. Die geplante Grundstücksvergrößerung von Lidl tangiert das offenbar nicht.

Ziel der Stadtverwaltung ist es aber auch, die Radtrasse dorthin zu verlängern. Dazu hatte es wie berichtet einen Grundstückstausch mit den beiden anliegenden Autohäusern Messink und Hildebrandt gegeben. Radler auf der Balkantrasse sollen künftig über den heute geschotterten Fußweg vom Wasserturm bis Lidl fahren und so in die Innenstadt gelangen. Das hätte den Vorteil, dass die Radfahrer, die Richtung Burscheid, beziehungsweise Richtung Lennep unterwegs sind, nicht mehr über die Berliner Straße und durch die Innenstadt fahren müssten.

Teilnehmer des Runden Tisches haben viele Ideen

Entstehen könnten laut Planung dort eine Skatefläche mit einer Größe von rund 990 Quadratmetern (45 mal 22 Meter) und ein Multifeld mit einer Größe von knapp 550 Quadratmetern (32 mal 17 Meter).

Bürgermeister Rainer Bleek ist zuversichtlich.

Außerdem wäre Platz für verschiedene Sitzgelegenheiten – überdacht oder frei – und einen Info-Stand, an dem sich zum Beispiel Radfahrer, die von der Balkantrasse kommen und an dem Park vorbeigeführt werden, über Anlaufstellen in der Stadt informieren können. Der Stand wäre zum Beispiel – so war es einmal angedacht – in Form eines alten Eisenbahnwagens möglich – die Gleise der früheren Bahnstrecke sind zurzeit noch vorhanden. Soviel zum Konzept.

„Wir sind guter Dinge“, sagt Marko Lerch vom Verein Rollrausch, einem der Hauptinitiatoren für den Freizeitpark. „Solange das alles schneller fertig ist als der Berliner Flughafen, können wir ja noch von Glück sagen“, schiebt er scherzend nach. Tatsächlich sei es aber so, dass die Beteiligten von „Rollrausch“ und dem CVJM regelmäßig am Runden Tisch zusammensäßen. „Wir wissen, dass das alles seine Zeit braucht, haben aber gute Ideen, falls es denn endlich doch losgehen kann.“ Er könne sich beispielsweise vorstellen, dass, sofern es den erweiterten Radweg im Sommer schon gebe, ein Trassenfest in Zenshäuschen stattfinden könne. „Wir wären auch bereit, eine Skaterfläche dann selbst dort anzulegen“, räumt Lerch ein.

Auch Jonas vom Stein vom CVJM, zuständig für den Bereich Inlinen und Hockey, berichtet von einer „konstruktiven Zusammenarbeit“ zwischen den Akteuren und der Verwaltung. „Wir haben schon eine Werbeagentur und viele gute Konzepte. Wenn wir das Grüne Licht nach der Rodung bekommen, würden wir mit dem Fundraising loslegen.“

Einige Euros sind schon auf das Spendenkonto, das Bürgermeister Rainer Bleek aus der Taufe hob, geflossen. Beispielsweise trug die Kulturinitiative mit Spenden dazu bei, die bei Veranstaltungen im Haus Eifgen flossen. Lerch: „Das ist erstmal ein Tropfen auf den heißen Stein, aber es ist für uns ein Anfang und ein super Statement für unsere Sache.“

HINTERGRUND

INTERESSE Nicht nur der Verein Rollrausch, sondern auch die SPD, die Grünen sowie der Allgemeine Deutsche Fahrradclub bekundeten, dass sie auf dem brachliegenden Gelände an der Dellmannstraße zwischen Zenshäuschen und der Straße Am Wasserturm eine Freizeitanlage möchten, auch der CVJM Wermelskirchen unterstützt das Vorhaben.

Auch der Bürgermeister ist der Ansicht, dass das Interesse für den Freizeitpark ungebrochen ist. Auch beim ADFC. Dessen Vorsitzender Frank Schopphoff betont aber: „Die Fördermittel für den Freizeitpark sind andere als für den Radweg. Deshalb müssen wir uns in der Sache zurückhalten. Wir unterstützen das Vorhaben aber mit aller Kraft und spenden mit.“ 

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