Dellmannstraße

Freizeitpark: Mit der Rodung geht es los

An der ehemaligen Schienenstrecke müssen noch einige Bäume und Sträucher abgeholzt werden.
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An der ehemaligen Schienenstrecke müssen noch einige Bäume und Sträucher abgeholzt werden.
  • Anja Carolina Siebel
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An drei Samstag im Februar wollen Helfer von Stadt und Vereinen an der Fläche aktiv werden.

Von Anja Carolina Siebel

Sie machen sich schon früh an die Arbeit, am Samstag. Um acht Uhr treffen sich die Helfer, die in Zenshäuschen mit anpacken, um den Jugendfreizeitpark auf den Weg zu bringen. Zumindest: um die ersten Handgriffe dafür zu tun.

Standpunkt von Anja Carolina Siebel

Damit der Jugend- und Freizeitpark auf dem Gelände zwischen Dellmannstraße und den Autohäusern Hildebrandt und Messink entstehen kann, muss wie berichtet ein Wäldchen abgeholzt werden. „Zuerst werden wir aber Müll sammeln müssen“, sagt Volker Niemz vom städtischen Betriebshof. Denn die Fläche, die einmal zum Radweg, zur Allzweckfläche und zur Fläche für Skater werden soll, ist noch komplett verschmutzt. Angemeldet zum Helfen haben sich Mitglieder des Jugendparlaments, der Vereine „Rollrausch“ und „Flip off“, dem CVJM und dem ADFC sowie der Stadtverwaltung.

„Auch wir machen das zum Teil ehrenamtlich“, sagt Volker Niemz. Das Interesse für den Freizeitpark war seit Jahren groß. Seit der Verein „Rollrausch“ im Jahr 2011 aufgrund des Aldi-Neubaus die Rollsporthalle am Bahnhof verloren hat, ist die Mitgliederzahl drastisch gesunken. „Kein Wunder. Wir haben zur Zeit nichts zu bieten“, räumte Marco Lerch, Vorsitzender des Vereins, einige Monate später bereits ein. Seit dem Abriss der Rollsporthalle setzte sich Lerch für eine neue Halle oder eine andere Möglichkeit für die Skater ein. 2016 dann schien der Verein die optimale Lösung gefunden zu haben: Von einem Freizeitpark auf dem Gelände zwischen Zenshäuschen und Am Wasserturm war damals erstmals die Rede. Weitere Schritte waren allerdings nötig, um die Idee tatsächlich umzusetzen. Unter anderem wollten sowohl die beiden Autohäuser sowie der Discounter, deren Grundstücke angrenzen, mehr Fläche.

„Ich freue mich, dass es jetzt endlich losgeht mit dem Freizeitpark.“
Rainer Bleek, Bürgermeister

Packt am Samstag mit an: Volker Niemz.

Im September 2017 hieß es dann von der Stadtverwaltung, im Oktober werde abgeholzt. Bei Nachfrage des WGA erklärte Bürgermeister Rainer Bleek Anfang Dezember, die Rodung würde noch in 2017 erfolgen. „Da hat uns das Wetter einen Strich durch die Planung gemacht“, sagt Bleek auf Nachfrage. Auch er wird am Samstag bei der ersten Rodungs-Aktion vor Ort sein. „Ich freue mich, dass es endlich losgeht“, sagt der Bürgermeister. Auch bei den Vereinen, die an der Entstehung der Anlage und der damit verbundenen Verlängerung des Bahntrassenradeweges mitwirken, herrscht Aufbruchstimmung. „Wir müssen aber sehen, wie es dann weitergeht“, bleibt Volker Niemz vorsichtig optimistisch. Er weiß, dass der in Zenshäuschen geplante Radweg, also die Verlängerung der Balkantrasse, durch Fördermittel finanziert wird. „Und danach sind wir auf Spenden angewiesen.“

Im Spätsommer soll die Radtrasse verlängert werden

HINTERGRUND

HISTORIE Der Wunsch nach einem Gelände für Skater entstand schon vor Jahren. Aus einer Skate AG in der Kattwinkelschen Fabrik entwickelte sich 1999 der Verein Rollrausch, der mit Jugendlichen eine brachliegende Halle am Bahnhof umbaute und dort jahrelang Skatesport anbot. Seit die Halle abgerissen wurde, ist der Verein auf der Suche nach Fläche.

Im Spätsommer, schätzt Rainer Bleek, werde es mit dem Teilstück der Radtrasse klappen. Für die Abholzung wurde es jetzt aber höchste Zeit. Denn bedingt durch das Baumschutzgesetz dürfen Bäume ab März nicht mehr ohne weiteres entfernt werden. Es erlaubt Rodungen nur zwischen dem 1. Oktober und dem 28. Februar. Es wäre ansonsten also wieder ein Jahr verloren, bis Jugendliche in Wermelskirchen endlich den seit Jahren gewünschten Treffpunkt hätten. „Wir werden an den Folgesamstagen, bis auf Karneval weitermachen“, kündigt Volker Niemz an. Unter anderem soll der Förderverein Freibad Dabringhausen noch Holz für das Blockheizwerk des Freibads bekommen. » Standpunkt

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