Diskussion

Freizeitpark: Protest der Jugend wird lauter

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Auch der CVJM favorisiert den Standort zwischen Zenshäuschen und Am Wasserturm.

Von Karsten Mittelstädt

Nicht nur die SPD, die Grünen, der Allgemeine Deutsche Fahrradclub und der Verein Rollrausch möchten, dass auf dem brachliegenden Gelände an der Dellmannstraße zwischen Zenshäuschen und der Straße Am Wasserturm eine Freizeitanlage gebaut wird, auch der CVJM Wermelskirchen unterstützt das Vorhaben. „Der Standort ist ideal“, sagt Jonas vom Stein (27), seit fünf Jahren Vorsitzender des Christlichen Vereins junger Menschen.

Jonas vom Stein findet den Standort an der Dellmannstraße ideal.

Er spricht vor allem für die Inlinehockeygruppe innerhalb des CVJM. Die hat nämlich im vergangenen Jahr ihre einzige Trainingsmöglichkeit in der Döprfeldhalle verloren. „Seit die Halle einen neuen Boden hat, dürfen wir dort nicht mehr spielen“, sagt vom Stein. Die Stadt habe den Hockeyspielern auch gleich mitgeteilt, dass keine andere Halle für sie in Frage kommt.

„Daraufhin habe ich mich mit Marco Lerch von Rollrausch in Verbindung gesetzt und gefragt, ob eine Zusammenarbeit möglich ist. Das sind ja ähnliche Sportarten“, berichtet Jonas vom Stein. Seither gehört der CVJM mit Rollrausch und ADFC zu den drei Gruppen, die Pläne für die Freizeitanlage entwickelt haben. Während der AFDC sich um die Integrierung der Balkantrasse in das Konzept kümmert und Rollrausch um die Skater-Anlage, hat der CVJM an der Planung eines Mehrzweckplatzes mitgearbeitet.

„Das sollte optimalerweise 15 mal 30 Meter groß sein und über eine etwa einen Meter hohe Bande verfügen“, sagt vom Stein. „Viel kleiner macht keinen Sinn.“ Über Tore verfügen die Hockeyspieler selbst. Aber natürlich sei das Feld auch für Fußball, Basketball und andere Spiele geeignet. Das sei ja gerade der große Vorteil des geplanten Freizeitparks an der Balkantrasse. Dort kämen viele Menschen vorbei, es könne eine Kontaktfläche für verschiedene Jugendgruppen Wermelskirchens entstehen, die sich austauschen. „Der Standort wäre optimal“, sagt vom Stein.

CVJM hofft, dass es eine Mehrheit für den aktuellen Standort gibt

Derzeit gäbe es wegen fehlender Trainingsmöglichkeiten einen harten Kern von acht bis zehn Hockeyspielern, die auswärts trainieren (siehe Inlinehockey). Die seien natürlich enttäuscht über die jüngste Entwicklung. CDU,

Standpunkt von Karsten Mittelstädt

WNK UWG, FDP und BüFo favorisieren den Verkauf der städtischen Grundstücke an benachbarte Autohäuser, die expandieren wollen. „Wir meinen, dass beides möglich ist. Freizeitpark und der Verkauf an die Autohäuser. Wir waren von Anfang an kompromissbereit“, sagt Jonas vom Stein.

Er sei überrascht gewesen, wie schnell ein Gespräch mit Bürgermeister Rainer Bleek zustande gekommen sei, der den Standort ebenfalls favorisiert. Wie geht es jetzt weiter? „Wir wollen Öffentlichkeit schaffen, in der Hoffnung, dass der politische Wille, in die Zukunft zu investieren, entsteht“, sagt vom Stein. Sprich, dass es doch eine Mehrheit für den Standort Zenshäuschen gibt. „Das ist ja nicht nur ein Freizeitpark für Rollrausch, sondern für die gesamte Wermelskirchener Jugend“, betont Jonas vom Stein im Gespräch.

INLINEHOCKEY

ROLLSPORT Wie gespielt wie Eishockey mit vier Spielern und einem Torwart, allerdings auf Inlinern mit Hartball. Mangels Trainingsmöglichkeit spielen die Wermelskirchener Inlinehockespieler derzeit bei Clubs in Bonn, Moers oder wie Jonas vom Stein beim HC Köln West im Ligabetrieb.

An einigen Stellen der Innenstadt haben Jugendliche Plakate geklebt, auf denen sie den Jugend- und Freizeitpark an der B 51 fordern. „Die Plakate habe ich nicht angeklebt“, sagt Jonas vom Stein. „Ich hätte es aber getan, wenn ich nicht gerade auf einer Jugendfreizeit des CVJM gewesen wäre.“

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