Gelände an der Balkantrasse

Freizeitpark: Kompromiss ist in Sicht

Um dieses Gelände geht es. Hier soll der Freizeitpark entstehen und die Balkantrasse verlängert werden. Foto: Mittelstädt
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Um dieses Gelände geht es. Hier soll der Freizeitpark entstehen und die Balkantrasse verlängert werden.

Bürgermeister Rainer Bleek ist optimistisch, doch eine Mehrheit für den Jugendpark zu bekommen.

Von Karsten Mittelstädt

Die Protestplakate, die Jugendliche im Stadtgebiet aufgeklebt haben, weil der gewünschte Freizeitpark nicht gebaut wird, können die Jugendlichen womöglich wieder entfernen. „Es zeichnet sich eine Kompromisslösung ab.“ Das sagte am Mittwoch Bürgermeister Rainer Bleek auf Anfrage des WGA nach einem Treffen, das am Dienstagabend stattgefunden hat. An dem „halbrunden Tisch“ (Bleek) nahmen nach RGA-Informationen sowohl Vertreter der beiden Autohäuser Messink und Hildebrand als auch des Discounters Lidl teil. Alle drei Unternehmen haben Interesse an dem ungenutzten Grundstück zwischen Lidl und der Straße Am Wasserturm entlang der Dellmannstraße.

Freizeitpark nach Vorstellungen von CVJM, dem Verein Rollrausch und des ADFC.

Aber auch Jugendliche haben den Wunsch, dass auf dem Gelände ein Freizeitpark errichtet wird. Die Stadt hatte große Teile des Geländes erworben und lange sah es so aus, als könnte der lang gehegte Wunsch der Jugendlichen erfüllt werden. CVJM, der Verein Rollrausch und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) hatten Pläne vorgelegt, wie das Freizeitgelände unmittelbar an der Balkantrasse aussehen könnte.

Schallschutzgründe sprechen gegen alternatives Gelände

Als aber die beiden Autohäuser der Politik mitteilten, dass sie die Fläche zur Expansion benötigen, drehte sich der Wind. Bürgermeister Rainer Bleek, der den Freizeitpark an dieser Stelle ebenso unterstützt wie SPD und Grüne, wurde signalisiert, dass die Mehrheit des Rates die wirtschaftlichen Interessen der Autohäuser wichtiger einschätzt und das Grundstück an sie verkaufen möchte. Von den Einnahmen könne der Freizeitpark an anderer Stelle, zum Beispiel auf der gegenüberliegenden Seite der Dellmannstraße in Belten, errichtet werden.

Doch der Plan ist offensichtlich vom Tisch. Jedenfalls sieht eine Vorlage der Verwaltung für die Sitzung des Ausschusses für Sport, Tourismus und Freizeit am Dienstag, 4. Oktober, vor, dass der Standort Belten nicht weiter verfolgt wird. Das Ingenieurbüro Stöcker aus Remscheid hat für beide Standorte eine Geräuschuntersuchung durchgeführt. Wegen der Wohnbebauung an der Beltener Straße müsste der Freizeitpark dort mit zwei 105 beziehungsweise 123 Meter langen, hohen Schallschutzwänden umgeben werden.

Standpunkt von Karsten Mittelstädt

Allerdings, so ergab die Untersuchung, sind auch bei einem Freizeitpark hinter Zenshäuschen Schallschutzmaßnahmen notwendig, aber in wesentlich geringerem Umfang. Der Schallschutz müsste 60 Meter lang und nicht höher als einen Meter sein.

Möglicherweise können alle Wünsche erfüllt werden

Auch aus diesen Gründen favorisiert die Verwaltung das Gelände Zenshäuschen. Wie der Kompromiss aussehen könnte, sagte Bleek am Mittwoch noch nicht. Das soll im Sportauschuss vorgestellt werden. Bleek: „Ich bin optimistisch, dass es eine Mehrheit für den Kompromiss geben wird.“

Möglicherweise reicht das Gelände doch, um die Wünsche aller Beteiligten erfüllen zu können. Vor allem auf die Zustimmung von Bernd Hildebrandt ist die Stadtverwaltung angewiesen. Er müsste einen Teil seines Grundstückes abgeben, damit der Radweg Balkantrasse wie geplant ab der Straße Am Wasserturm geradeaus fortgeführt, vor dem Lidl-Gelände nach links schwenken und dann über Zenshäuschen bis zur Thomas-Mann-Straße geführt werden kann.

Der ADFC sieht den Freizeitpark an der Dellmannstraße als ideal an, weil er unmittelbar an der vielbefahrenen Balkantrasse liegt und ein weiteres touristisches Ziel in Wermelskirchen werden könnte.  

ROLLSPORTGESCHICHTE

HINTERGRUND Bis 2010 konnte der Verein Rollrausch eine Halle am ehemaligen Güterbahnhof nutzen. Als das Gelände an Aldi verkauft wurde, verlor der Verein seine Übungshalle. Vorübergehend konnte eine Halle an der Remscheider Straße genutzt werden. Doch das war nur bis Juni 2012 möglich. Seither sucht der Verein einen neuen Standort, um einen Skaterpark aufzubauen. Mit CVJM und ADFC wurde der Plan für den Freizeitpark entwickelt.

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