Entscheidung

Freizeitpark kommt nach Zenshäuschen

Jetzt ist ziemlich sicher: Hier entsteht der Freizeitpark mit Skateranlage, Kleinspielfeld und verlängerter Balkantrasse. Foto: Mittelstädt
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Jetzt ist ziemlich sicher: Hier entsteht der Freizeitpark mit Skateranlage, Kleinspielfeld und verlängerter Balkantrasse.

Die CDU-Fraktion stimmt dem Standort Zenshäuschen jetzt auch zu und fordert ein Finanzierungskonzept bis Frühjahr 2017.

Von Karsten Mittelstädt

Der Durchbruch ist gelungen. Nach langem Tauziehen sieht es jetzt so aus, als bekäme die Wermelskirchener Jugend ihren gewünschten Freizeitpark auf dem Gelände bei Zenshäuschen. „Wir haben einstimmig dem Standort Zenshäuschen zugestimmt, weil es bei dem Projekt jetzt keine Verlierer mehr, sondern nur noch Gewinner gibt“, versicherte Christian Klicki nach einer Fraktionssitzung am Donnerstagabend. Damit macht die CDU den Weg frei für den Freizeitpark, denn SPD und Grüne waren von Anfang an für den Standort Zenshäuschen.

Kommentar zum Freizeitpark: Ein Paradebeispiel

Den Ausschlag für die Zustimmung der Christdemokraten gab wohl der jüngste runde Tisch, bei dem sich unter anderem Christoph Messink für den Freizeitpark stark gemacht hat. Auch Bernd Hildebrandt, der zwar verhindert war, signalisierte Zustimmung für die Lösung.

Der von Bürgermeister Rainer Bleek vorgelegte Kompromiss sieht vor, dass sowohl die beiden Autohäuser Messink und Hildebrand Teile des brachliegenden Grundstücks bekommen, es aber noch genügend Fläche für den Freizeitpark gibt.

Die CDU knüpft ihre Zustimmung aber an eine Bedingung. Die Verwaltung soll bis zur Verabschiedung des Doppelhaushaltes im nächsten Frühjahr ein schlüssiges Finanzierungskonzept vorlegen. „Das müsste gelingen, denn es sind ja noch vier bis fünf Monate Zeit“, meint Klicki. „Der Bürgermeister hat ja wohl schon Sponsoren.“ Die CDU sei von Anfang an für den Freizeitpark gewesen, habe dem Standort Zenshäuschen aber erst zugestimmt, nachdem die Belange der Gewerbetreibenden berücksichtigt wurden“, sagt Klicki.

Für Verlängerung des Radeweges Balkantrasse gibt es zwei Lösungen

Dass „die Sache jetzt endlich vom Eis ist“, freut Stefan Janosi (Die Grünen). Das Finanzierungskonzept sei noch ein kleiner Stolperstein, der Freizeitpark könne aber vielleicht auch etwas kostengünstiger ausfallen, als in den ersten Plänen vorgesehen. Eine erste Kostenschätzung liegt bei 290 000 Euro. Janosi: „Da gibt es sicher Möglichkeiten.“ Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Jochen Bilstein ist erfreut und hofft, dass dies der Einstieg in den Freizeitpark ist. „Ich finde es vor allem positiv, dass die Argumente von Außenstehenden, auch die der Unternehmer gehört wurden“, sagt Bilstein. Unklar ist noch, wie die Verlängerung des Bahntrassen-Radweges erfolgen soll. Zwei Varianten liegen vor. Eine sieht vor, den Radweg zu verlängern und über die Straße Zenshäuschen bis zur Thomas-Mann-Straße zu führen, in der zweiten Variante wird der Radweg parallel zur Dellmannstraße, am Lidl-Parkplatz vorbei, zur Thomas-Mann-Straße verlängert.

Noch seien beide Lösungen möglich, Bilstein geht aber davon aus, dass das Autohaus Hildebrandt dem dazu notwendigen Flächentausch zustimmt und die Variante über Zenshäuschen die größere Realisierungschance hat.

Erfreut nimmt auch Bürgermeister Rainer Bleek die Entscheidung der CDU zur Kenntnis. „Das war keine einfache Entscheidung, und ich danke den Autohäusern für ihre Kompromissbereitschaft. Aber ich glaube, das sind wir unserer Jugend schuldig.“

FREIZEITPARK

PLAN Erste Pläne entwickelten der Verein Rollrausch, der Allgemeine Deutsche Fahrradclub und der CVJM Wermelskirchen gemeinsam. ENTSCHEIDUNG Behandelt wird das Thema am Mittwoch, 16. November, im Sportausschuss.

Das geforderte Finanzierungskonzept bereitet ihm keine Sorgen. 45 000 Euro stehen bereits zur Verfügung.“ Er habe Zusagen aus der Wirtschaft, die „hoffentlich jetzt auch belastbar sind“. Außerdem werde die Stadt Fördertöpfe suchen und: „Wir werden auch mit der Spendendose herumlaufen“, sagt Bürgermeister Bleek.

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