Zenshäuschen

Freizeitpark könnte im Januar fertig sein

Die Bauarbeiter sind in Zenshäuschen fleißig am Werke. Schon Ende Januar könnte nach Aussage des städtischen Tiefbauamtsleiters Harald Drescher das Gelände fertig sein. Foto: Doro Siewert
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Die Bauarbeiter sind in Zenshäuschen fleißig am Werke. Schon Ende Januar könnte nach Aussage des städtischen Tiefbauamtsleiters Harald Drescher das Gelände fertig sein.
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Der Boden für die Multifunktionsfläche liegt schon auf dem Gelände in Zenshäuschen.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Noch wirkt die Fläche nicht wirklich freundlich. Hinzu kommt das graue, unbeständige Wetter, das die Fläche hinter dem Lidl-Markt in Zenshäuschen in eher triste Farben taucht. Matschig ist es auf dem Gelände. Die Bauarbeiter, die täglich dort aktiv sind, wenn das Wetter gerade noch passt, scheinen die einzigen Farbkleckse in dem Mausgrau in Zenshäuschen zu sein.

Und doch: Was da so langsam sichtbar wird, kann man als Wermelskirchener wohl getrost als Lichtblick bezeichnen. Denn dort entsteht mit großen Schritten der lang ersehnte Jugendfreizeitpark. Die Firma Anker-Rampe aus Kiel, die den Skaterpark baut und das Unternehmen, das für den Kanalbau zuständig ist, sind gut im Rennen. „Wenn das Wetter weiter mitspielt und es keinen größeren Wintereinbruch gibt, gehen wir davon aus, dass die Anlage Ende Januar fertig sein kann“, ist Harald Drescher, Leiter des Tiefbauamtes, optimistisch. „Man kann schon gut die Multifunktionsfläche erkennen“, freut sich Drescher. Auf der großen Fläche kann später mit Inlinern gefahren, Rollhockey und Basketball gespielt werden.

Und dann steht da noch eine etwa 1,80 Meter große „Suppenschüssel“, wie Harald Drescher scherzhaft sagt. Die sogenannte Bowl ist extra für Skater gedacht, aber auch für BMX-Fahrer. Sie können sich in verschiedenen Schwierigkeitsgraden dort messen.

Und dann entsteht ja noch etwas in Zenshäuschen. Der Radweg als Verbindungsweg zur Balkantrasse. Harald Drescher: „Dort liegt bereits der Schotter und wir gehen davon aus, dass wir bald asphaltieren können.“ Wie berichtet, sollen dann die Radfahrer, die bislang ab Berliner Straße oder Grüne Straße durch die Stadt fahren müssen, um auf den jeweils anderen Teil der Balkantrasse zu gelangen, schon in Zenshäuschen auf den neuen Radweg-Teil.

„Wir gehen davon aus, dass der Radweg als erstes fertig sein wird“, vermutet Drescher. „Auf der Skateranlage müssen wir noch einiges prüfen, unter anderem die Kanalanlage und eben auch die Geräte, bevor sie an den Start gehen kann.“

Allerdings haben sich davon wohl einige Übereifrige nicht abhalten lassen: „Wir haben mitbekommen, dass einige wohl heimlich schon mal die Anlage getestet haben, gleichwohl sie noch mit Bauzäunen abgesperrt ist“, berichtet Harald Drescher. Das sei allerdings gefährlich und streng verboten.

Aber auch sonst beobachten die Anwohner und Spaziergänger mit großem Interesse, was da nahe der Dellmannstraße gerade Großes entsteht, berichtet Drescher.

Eine große Eröffnung wird es wegen der Pandemie nicht geben

Eine große Eröffnung wird es wegen der Krise direkt nach der Fertigstellung der Anlage wohl nicht geben, vermutet Drescher: „In welcher Form wir eröffnen, das wissen wir derzeit noch nicht. Aber die große Party werden wir sicher erst später feiern können.“

Erst Ende August hatte der ehemalige Bürgermeister Rainer Bleek mit Vertretern der Stadt den symbolischen Spatenstich am Jugendfreizeitpark vollzogen.

Vor einigen Gästen aus Politik, Verwaltung und den beteiligten Vereinen berichtete er von der Geschichte. Es war 2012, als die Wermelskirchener Skater mit dem Bau des neuen Aldi-Marktes an der Thomas-Mann-Straße ihr altes Domizil verloren, die Halle des Vereins Rollrausch. Seitdem waren sie wegen eines neuen Ortes zum Skaten von der alten Stadtspitze immer wieder vertröstet worden, passiert war aber nichts. Bis 2016 klar war: Es kommt ein neuer Jugendfreizeitpark. 

Hintergrund

Es gab vor Jahren noch viele mögliche Standorte für den Freizeitpark. Aber 2016, nach Erstellung eines Schallschutzgutachtens, war Zenshäuschen ausgewählt worden. Zunächst sollten die Kosten überschaubar sein: eine ausgebaute Fläche mit Rampe für rund 200 000 Euro. Das große Projekt, das jetzt daraus wird, entsteht dank Fördermitteln aus dem Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept.

Standpunkt

anja.siebel@rga-online.de

Ein Kommentar von Anja Carolina Siebel

Ursprünglich hieß es mal, dass die Bagger in Zenshäuschen schon im Frühjahr 2020 anrollen sollten. Das hat sich ein wenig verzögert. Aber so ist das nun mal, wenn es um Bauplanung und Ausschreibungsverfahren geht. Da ist manches nicht sichtbar, was sich hinter Aktenschränken und verschlossenen Türen verbirgt. Und so manch einer denkt: Da passiert ja gar nichts. Es ist aber einiges passiert. 

Zwar fand der Spatenstich erst Ende August statt, aber dafür sind die Arbeiten dermaßen gut im Zeitplan, dass es wohl nur noch wenige Wochen dauern wird, bis Radweg und Parkgelände nahezu fertig sind. Es wird dann noch einige Kontrollen geben müssen und Abnahmen, aber der größte Teil ist tatsächlich geschafft. Freuen wird das vor allem die Wermelskirchener Skater- und BMX-Szene. Sie hatten seit der Schließung der alten Rollrausch-Halle vergeblich auf ein neues Domizil gewartet. Toll ist aber auch, dass es mit dem neuen Abschnitt des Radweges bald eine bessere Verbindung zur Balkantrasse geben wird. Das wiederum wird die Radler freuen. Und alle werden spätestens im Frühjahr etwas von der tollen neuen Anlage haben.

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