Projekt nicht aufgegeben

Freizeitpark: Bleek hat schon Spendenzusagen der Wirtschaft

Die Befürworter hatten gehofft, der Freizeitpark könne durch Leader gefördert werden. Das ist nun ausgeschlossen. Foto: Roland Keusch
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Die Befürworter hatten gehofft, der Freizeitpark könne durch Leader gefördert werden. Das ist nun ausgeschlossen.

Die Förderabsage durch Leader ist für Bürgermeister Rainer Bleek kein Grund, das Projekt aufzugeben. Im Gegenteil.

Von Karsten Mittelstädt

Eine finanzielle Förderung des geplanten Freizeitparks bei Zenshäuschen ist, wie berichtet, ausgeschlossen. „Das ist ja kein neuer Zustand“, kommentiert Bürgermeister Rainer Bleek die Entscheidung der Bezirksregierung, denn die Verwaltung habe bei der Planung des Freizeitparks nicht mit der Förderung durch Leader gerechnet, sondern versucht, trotz der Leader-Bedingungen, die eine Förderung des Projektes von vornherein ausschlossen, noch in die Förderung hineinzukommen. Das sei jetzt allerdings gescheitert.

Dennoch will Bleek weiterhin an der Realisierung des Freizeitparks zwischen Dellmannstraße und den Autohäusern Messink und Hildebrandt festhalten und andere Finanzierungsmöglichkeiten suchen.

Gedacht ist das europäische Förderprogramm Leader eigentlich, um Vorhaben im ländlichen Raum zu entwickeln. In den Planungsgebieten dürften nicht mehr als 25 000 Menschen leben, lautet eine Bedingung. Damit war die Wermelskirchener Innenstadt raus. Deshalb versuchte die Stadtverwaltung, das Areal für den Freizeitpark aus der Innenstadt herauszunehmen, um es förderfähig zu machen. Doch genau dieser Plan erwies sich jetzt als Bumerang. „Es stellte sich jetzt heraus, dass das ein Fehler war“, erklärt Bleek.

Bezirksregierung lehnt eine Änderung des Plangebietes ab

Die Bezirksregierung habe der Stadt mitgeteilt, dass die Plangebiete so bleiben und nicht verändert werden sollen. Damit ist der Freizeitpark Zenshäuschen endgültig nicht mehr über Leader zu finanzieren. Dadurch werde das Projekt aber nicht in Frage gestellt, erklärt Bleek. „Wir müssen einen Schritt nach dem anderen machen, und der erste Schritt ist, das Gelände für den Freizeitpark zu sichern.“ Er sei zuversichtlich, dass dies durch den ausgearbeiteten Kompromiss mit den Gewerbebetrieben Lidl, Messink, Hildebrandt möglich sei.

In einem zweiten Schritt solle dann die Finanzierung des Freizeitparks erörtert werden. 50 000 Euro stehen auf jeden Fall bereit. Sie stammen aus dem Investitionsförderpaket, das zum großen Teil zwar für den Bau der Kunstrasenplätze gedacht ist, eine Restsumme von 50 000 Euro soll aber für den Freizeitpark eingesetzt werden. „Außerdem haben wir einige Spendenzusagen aus der Wirtschaft“, versichert Bleek.

Zwei weitere Gelände prüft die Stadtverwaltung derzeit

Parallel zu den Bemühungen, in Zenshäuschen einen Freizeitpark einzurichten, prüfe die Stadt auf Wunsch der Politik derzeit noch zwei weitere Grundstücke: den Sportplatz in Tente sowie ein Privatgrundstück an der Grünestraße. Wobei Bleek dem Gelände in Tente wenig Chancen einräumt.

Interessanter sei da das Gelände zwischen Grünestraße und Dellmannstraße. Ob es in Frage kommt, hänge von den Konditionen ab, zu denen die Stadt das Privatgelände erwerben kann. Außerdem müsse geprüft werden, inwieweit dort Schallschutzmaßnahmen ergriffen werden müssen.

Der Ausschuss für Sport, Freizeit und Tourismus hatte auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass die Verwaltung für den Doppelhaushalt 2017/18, einen Investitionsplan zur Einrichtung eines Freizeitparks vorlegen soll.

Möglicherweise kann im nächsten Jahr Baubeginn für den schon lange von Jugendlichen gewünschten Freizeitpark sein. Bleek: „Ich gehe davon aus.“

HINTERGRUND

LEADER Das ist eine französische Abkürzung und bedeutet übersetzt die „Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Mit dem Förderprogramm der Europäischen Union werden ländliche Regionen unterstützt. Am Donnerstag, 10. November, fällt eine Jury die Entscheidung, welche Projekte zunächst mit insgesamt 556 000 Euro gefördert werden. Bislang gab es 13 Projektvorschläge, davon drei aus Wermelskirchen, unter anderem den Freizeitpark. 

FREIZEITPARK Vertreter des Vereins Rollrausch und des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) trafen sich bei einer Leader-Informationsveranstaltung in Wermelskirchen und entwickelten danach gemeinsam mit dem CVJM das Projekt Freizeitpark. Der Plan sieht vor, auf einer brach liegenden Fläche zwischen der Dellmannstraße, Lidl und den Autohäusern Messink und Hildebrandt, direkt an der Balkantrasse einen Park mit Skateranlage und Kleinfeld zu errichten.

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