Freie Wähler gibt’s nun auch in Wermelskirchen

Anja Güntermann ist nun Vorsitzende der Freien Wähler in Wermels- kirchen. Foto: WNK/UWG
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Anja Güntermann ist nun Vorsitzende der Freien Wähler in Wermels- kirchen.

Der Verein WNK/UWG hat sich umbenannt

Von Udo Teifel

Die Freien Wähler, aus dem Kreistag wie auch überregional als politische Gruppierung bekannt, sind nun auch in Wermelskirchen vertreten. Jedoch nicht als neue politische Gruppe, die Akteure sind bekannt: Der Verein WNK/UWG hat am Donnerstagabend auf einer hybriden Mitgliederversammlung eine Satzungsänderung vorgenommen und sich umbenannt. „WNK/UWG – wie soll man das Bürgern vorstellen? Die politische Vereinigung mit den sechs Buchstaben? Das war unschön.“ Das sagt die neue Vereinsvorsitzende Anja Güntermann, die vor zehn Jahren von der FDP zur WNK/UWG wechselt und Stefan Kind jetzt ablöste.

 Am 4. Juli 1996 gründete sich die WNK – Wermelskirchener neue Kommunalpolitik. Vorausgegangen war ein Streit von CDU-Mitgliedern im Ortsverband mit den Granden der Partei. Unter dem damaligen Vorsitz von Henning Rehse hatten sich Mitglieder getroffen, um über eine Reform der Partei nachzudenken. Das war ihnen jedoch verboten worden. Daraufhin traten diese Mitglieder aus und gründeten die WNK. 2006 kam es zum Zusammenschluss mit der UWG – der Unabhängigen Wählergemeinschaft. Über den gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten Eric Weik war es zur Annäherung gekommen; Henning Rehse: „Wir haben gegenseitiges Vertrauen aufgebaut. Zudem gründete sich gerade das Bürgerforum. Drei Wählervereinigungen wäre sicher eine zu viel.“

 Die Freien Wähler Wermelskirchen gehören dem Landesverband der Freien Wähler an – es ist die Vereinigung aller Wählergemeinschaft in NRW. Daneben gibt es als Partei die Landesvereinigung – hier sind die Mitglieder der Wählervereine nicht automatisch Mitglied. Politischer Ausgangspunkt sind die Freien Wähler aus Bayern.

„Wir wollen nach außen aber mehr erkennbar sein.“

Anja Güntermann, Vorsitzende

Die neue Vorsitzende der Freien Wähler, Anja Güntermann, ist seit vielen Jahren Ratsmitglied. Ihr Leitspruch: „Hinhören und überzeugen statt weghören und abkanzeln.“ In der Vergangenheit seien in der Gesellschaft viele Dinge schiefgegangen, so Güntermann. Das habe auch an der Arroganz von Politikern gelegen. Klare politische Kante zeigt sie: „Mit mir geht vieles, aber nicht mit Links- und Rechtsaußen.“ Sie sieht sich und die Freien Wähler in der politischen Mitte.

 Für sie ist nun wichtig, dass der Verein mehr Präsenz zeigt. „Das war in den letzten Jahren nicht möglich. Wir wollen nach außen aber mehr erkennbar sein.“

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