Freibadverein verkauft erste Saisonkarten

Patrick Kiesecker nimmt von Petra Meschede die Familienkarte entgegen. Davor Wolfgang Haase und Renate Eis vom Förderverein.Foto:Peter Klohs
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Patrick Kiesecker nimmt von Petra Meschede die Familienkarte entgegen. Davor Wolfgang Haase und Renate Eis vom Förderverein.Foto:Peter Klohs

Am Samstag bildeten sich vor dem Dabringhauser Bad lange Warteschlangen

Von Peter Klohs

Im Süden von Dabringhausen, umgeben von reichhaltiger Natur zwischen Wäldern und Wiesen, liegt das Freibad. Viele kennen die Geschichte: Noch in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts gab es deren drei in der Stadt, von denen zwei allerdings schon längst geschlossen wurden. Die Stadt wollte 2002 auch das Bad in Dabringhausen schließen, was zur Gründung des Fördervereins Freibad Dabringhausen führte. Im Jahr 2013, als das endgültige Aus des Freibades vonseiten der Stadt beschlossen war, gründete sich zusätzlich der Betreiberverein SV Freibad Dabringhausen, der seitdem das Waldbad unterhält.

Das Bad ist seit jeher ausschließlich in den Sommerferien geöffnet. Bei ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern ist das bis auf weiteres nicht anders möglich. Wochen vorher findet der Verkauf der Saisonkarten statt, was bisher beim Kaufzentrum Hübing in der Altenberger Straße möglich war.

Weil der Andrang bei Hübing zum Teil gigantische bis chaotische Ausmaße angenommen hatte, beschloss der Vereinsvorstand, den Vorverkauf der Saisonkarten in diesem Jahr in das Freibad zu verlegen. Am Samstagmorgen war es soweit; zwischen 10 und 13 Uhr konnten Saisonkarten erworben werden.

Bereits um halb elf hat sich an diesem Samstag eine große Schlange von Badewilligen vor dem Freibad gebildet. Gäste, die mit gekauften Karten das Bad wieder verlassen, berichten von erheblich langen Wartezeiten.

„Ach, das ist normal“, findet Gabi Kiesecker, Stammgast im Freibad, die zusammen mit ihrem Sohn Patrick eine Familienkarte ergattern will und geduldig seit halb zehn in der Schlange steht. „Wir freuen uns sehr darauf, wieder hierher kommen zu dürfen. So es geht, bin ich an jedem Morgen im Bad. Schöner kann man doch nicht schwimmen.“ Das Bad in Dabringhausen ist von Wald umgeben. Vor allem das schätzen die Badegäste. „Ich gehe jetzt in das Hallenbad zum Schwimmen“, erzählt Gabi Kiesecker. „Aber unter freiem Himmel schwimmt es sich noch schöner. Und wenn man wie ich drei Straßen vom Bad entfernt wohnt, bietet sich der Besuch hier ja quasi an.“ Die Familie unterstützt das Bad auch auf anderen Wegen, zum Beispiel durch den Kauf von T-Shirts.

Schon am Vormittag waren die Familienkarten verkauft

Und schon ist Patrick Kiesecker an der Reihe. Wolfgang Haase, Renate Eis und Petra Meschede vom Förderverein schreiben die persönlichen Daten der Familie auf die Karte und nehmen den Betrag von 160 Euro entgegen. „Ja, die Vorfreude ist groß“, bestätigt Patrick Kiesecker seine Mutter. Wolfgang Haase berichtet, dass zu diesem Zeitpunkt schon mehr als 200 Familienkarten verkauft werden konnten.

Katja Salz-Bannier vom Vorstand des Betreibervereins ist zufrieden mit dem Aufkommen an Schwimmwilligen. „Wir hoffen natürlich, dass wir zumindest die Zahl vom Vorjahr erreichen“, sagt sie. „2020 konnten wir 700 Karten verkaufen. Wenn es so wie im Vorjahr läuft, dann werden zwischen 70 und 80 Prozent der Saisonkarten am heutigen Samstag gekauft.“

Lange stand es auf der Kippe, ob das Freibad Dabringhausen in diesem Jahr überhaupt öffnen würde können. „Aber am 2. Juni mussten wir uns entscheiden“, berichtet Salz-Bannier. „Wir haben vier Wochen Vorlauf, bevor es losgehen kann. Die Vorarbeiten müssen vom Betreiberverein erledigt werden. Dazu gehört natürlich, das große 50 mal 25 Meter Becken mit Wasser zu füllen, was auch eine Weile dauert.“ Seit einigen Jahren werden die Becken mit einer Mischung aus Frischwasser und Bachwasser aus der am Freibad vorbeilaufenden Linnefe mit Feuerwehrschläuchen befüllt. „Und wenn alles läuft“, weiß Katja Salz-Bannier, „dann haben wir hier tägliche Stromkosten von einigen Hundert Euro.“

In Hochzeiten ohne Corona kann das Bad leicht 2000 Besucher aufnehmen. Jetzt dürfen 800 Badegäste hinein. „Das ist natürlich deutlich weniger“, sagt Salz-Bannier, „aber wir sind trotzdem sehr dankbar. Wenn die Schwimmkurse wieder stattfinden, haben wir wieder so eine lange Schlange.“

Hintergrund

Zurzeit darf das Dabringhauser Freibad 800 Schwimmgäste aufnehmen. Wenn die Inzidenzzahlen weiterhin auf niedrigem Niveau bleiben, finden ausschließlich die Desinfektionsregeln sowie die zum Mindestabstand Anwendung. Maskenpflicht besteht nur am Eingang und beim Besuch des Kiosks und der Toilettenräume. Das langfristige Ziel des Betreibervereins ist es, das Bad auch außerhalb der Sommerferien ohne finanzielle Verluste zu betreiben.

freibad-dabringhausen.de

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