Saisonende

Freibad Dabringhausen: Rund 18 000 Gäste waren da

Das Team des Freibades ist nach der Saison recht zufrieden mit den Besucherzahlen.
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Das Team des Freibades ist nach der Saison recht zufrieden mit den Besucherzahlen.

Vorstand zieht erste Bilanz am Saisonende.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Manch einer kann es wohl kaum glauben. Aber sie ist schon wieder vorbei, die Freibadsaison im Linnefetal in Dabringhausen. Mit dem Dienstag endet das Schwimmvergnügen dort – wie immer nach den Sommerferien.

Der Vorstand des Freibadvereins blickt kurz vor Saisonabschluss zufrieden auf die vergangenen Wochen. „Diese Saison ist vergleichbar mit der 2019, also der vor der Pandemie-Zeit“, zieht Vorsitzender Dominik Roenneke ein erstes Resümee. Damals waren es am Ende insgesamt rund 15 000 Besucher gewesen, diesmal werden es laut Roenneke wohl um die 18 000 gewesen sein. Genaue Zahlen will das Team aber nach Kassenschluss noch veröffentlichen.

„Klar könnten es für uns immer mehr Gäste sein“, räumt Dominik Roenneke ein. Gab es doch einige Fotos in den sozialen Netzwerken mit leeren Becken – an einem eigentlich recht passablen Sommertag. „Das kennen wir aber schon“, sagt der Vorsitzende. „Das steht und fällt immer mit dem Wetter. Viele planen eben einen ganzen Tag im Freibad, mit Sonnenbaden und Picknick – und da sollte es dann für sie schon morgens mit strahlend blauem Himmel und entsprechenden Temperaturen beginnen. Unsere Stammgäste hingegen, die kommen bei fast jedem Wetter, um ihre Bahnen zu ziehen.“

Fehlendes Personal und steigende Energiekosten: Eine Freibadsaison muss gut geplant sein

Um die Freibad-Saison 2022 souverän durchziehen zu können, brauchte es eine exakte Planung. Denn überall fehlt es an Personal für die Beckenaufsicht. „Um die Schwimmmeister haben wir uns wie immer sehr frühzeitig gekümmert“, sagt Roenneke. „Wir planen die Saison immer sehr zeitig.“ Ein wenig Probleme habe es zunächst mit der Beschaffung von Rettungsschwimmern gegeben. „Aber Katja Salz-Bannier vom Vorstand hat das wie immer rechtzeitig hinbekommen.“

Um steigende Energiekosten muss sich das ehrenamtlich arbeitende Team des Freibades nur wenig Gedanken machen. Bereits seit vier Jahren sorgt ein Blockheizkraftwerk mit Hackschnitzeln als Heizmaterial dafür, dass das Wasser in den Becken die nötige Wärme bekommt, aber auch, dass im Winter die Räume zum Teil geheizt werden. Das Geld dafür stammte aus dem Fördertopf des Vereins Leader Bergisches Wasserland, das gemeinnützige ländliche Projekte fördert.

Und: Seit diesem Juli gibt es eine Photovoltaikanlage im Linnefetal. Die Anlage liefert den Ehrenamtlern seitdem Strom für die Motoren der sieben Pumpen, die die 3000 Kubikmeter Wasser im Freibad umwälzen und reinigen. Das sei durch das Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ vom Land NRW gefördert worden, berichtet Dominik Roenneke.

Freibad Dabringhausen: Freiwillige Helfer werden immer gesucht

Langfristig, so hofft das Team des Freibades, aber so hoffen auch viele Dabringhauser, die das seit 1972 existierende Bad zum Teil seit Kindertagen besuchen, könnte das Bad auch mal wieder über die Sommerferien hinaus geöffnet bleiben. „Deshalb unternehmen wir ja alles, um Energie zu sparen und möglichst wirtschaftlich zu arbeiten“, erklärt Roenneke. „In erster Linie natürlich, um das Freibad überhaupt immer wieder öffnen zu können in den Ferien, aber auch, um es vielleicht wieder länger tun zu können.“

Zurzeit seien die Voraussetzungen indes nicht gegeben. „Wir bräuchten dafür ja auch mehr Personal. Und allein das fehlt ja im Moment überall.“ Stolz sei er indes auf die Energie und den Willen des Teams, das es jedes Jahr aufs Neue schaffe, den Badbetrieb erfolgreich zu stemmen. „Und doch suchen wir immer wieder nach neuen Helfern, gerade auch für die Saison-Nach- und Vorbereitung“, appelliert Roenneke an Freiwillige.

Hintergrund

Letzter Tag: Das Freibad Dabringhausen hat am heutigen 9. August noch einmal von 10 bis 19.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 6 Euro, für Kinder 4 Euro. Familien mit bis zu drei Kindern zahlen 15 Euro. Inhaber des Stadtpasses können das Freibad zu ermäßigten Preisen besuchen. Das Badewasser ist im Schwimmerbecken auf angenehme 22 Grad erwärmt.

Rekord: Im Supersommer 2003 kamen etwa 30 000 Besucher in den Sommerferien ins Freibad. 2018 wurde diese Zahl nicht ganz erreicht. Die letzten Jahre waren verhaltener. 15 000 waren es 2019 und 2020, 2021 nur 10 000.

Standpunkt von Anja Carolina Siebel: Alle Achtung

anja.siebel@rga.de

Das, was das Team aus ehrenamtlichen Helfern und Vereinsmitgliedern da im Freibad Dabringhausen seit Jahren stemmt, das kann sich schon sehen lassen. Nicht nur, dass sie es trotz aller Widrigkeiten hinbekommen haben, jedes Jahr mit voller Manpower zu öffnen.

Und immerhin gab es viele Widrigkeiten: Man denke nur an die Corona-Pandemie mit allen ihren Einschränkungen, auch im Freibad. Und dann an das verheerende Hochwasser, das im Juli 2021 auch im Linnefetal große Schäden anrichtete.

Die Ehrenamtler schaffen aber noch mehr: Nach und nach verbessern sie nachhaltig die Energieeffizienz des Bades, indem sie zum einen ein Blockheizkraftwerk und zum anderen bereits eine Photovoltaikanlage angeschafft haben.

All das vor dem Hintergrund, dass alle Beteiligten auch noch einem Hauptberuf nachgehen, der nicht Freibad heißt. Alle Achtung und ein dickes Kompliment für so viel Einsatz.

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