Konzert

Frauen-Quintett gibt ausschließlich Vollgas

Sind Bestandteil von Strange Kind Of Women (v. l.): Keyboarderin Caterina di Biaggio, Paola Zadra am Bass sowie Sängerin Alteria
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Sind Bestandteil von Strange Kind Of Women (v. l.): Keyboarderin Caterina di Biaggio, Paola Zadra am Bass sowie Sängerin Alteria.

Hardrock im Haus Eifgen mit Band Strange Kind Of Women

Von Peter Klohs

Wermelskirchen. Es gibt einige Deep-Purple-Cover- und Tribute Bands, zumal in den letzten Jahren, da sich langsam das Ende der Hardrock-Götter abzeichnet. Aber es gibt nur eine, die ausschließlich weiblich besetzt ist. Manche bezeichnen Strange Kind Of Women (SKOW), das Quintett aus Italien, als weltweit einzige weibliche Band, die Deep Purple covert; andere meinen, dass dies für Europa gelte. Wie auch immer: Die italienischen Rock-Ladies sind musikalisch über jeden Zweifel erhaben und spielen locker so manche Hardrocker an die Wand. Sicher ist das einer der Gründe, warum SKOW in der Szene sehr beliebt und beinahe alle ihre Konzerte extrem gut besucht bis ausverkauft sind.

Haus Eifgen konnte 460 Gäste begrüßen

Das war am Freitagabend im Haus Eifgen auch der Fall. Michael Dierks vom veranstaltenden Haus freute sich über 460 Gäste, die das italienische Powerhouse hören und sehen wollten. Wie Dierks im Vorfeld des Konzertes mitteilte, reisten die Damen noch am Abend in Richtung Dänemark, so dass anstatt einem aus zwei Sets bestehendem Konzerts ein solches ohne Pause gespielt würde. Man könne sich also auf mehr als neunzig Minuten Rockmusik freuen.

Dass es etwas anders kam, war der Technik geschuldet. Der Soundcheck von Strange Kind Of Women war noch tadellos verlaufen, zu Beginn des Konzertes streikte so manches von der aufwendigen Bühnentechnik: Die Monitorboxen auf der Bühne versagten teilweise den Dienst, der Gitarrenton verschwand hier und da, das Mikro der Sängerin quittierte den Dienst. Das Team des Haus Eifgen tat sein Möglichstes, die Probleme in den Griff zu bekommen, die möglicherweise ein kurz vor dem Konzert auftretender Stromausfall verursacht hatte.

Stamm-Keyboarderin wurde von kongenialen Kollegin ersetzt

Wie immer präsentierte sich das Quintett ausgeruht und voller Spielfreude. Die Stamm-Keyboarderin Margherita Gruden war zeitgleich mit ihrer Big Band unterwegs und wurde von Caterina de Biaggio kongenial ersetzt, Bassistin Paolo Zadra spielte ihre Tieftöne total in der Tradition von Roger Glover (Deep-Purple-Bassist) und legte vor Allem bei „Stormbringer“ ein mehr als solides Fundament, Gitarristin Eliana Cargnelutti glänzte mit einigen Soli, und die Frontfrau, Sängerin Alteria, bot eine Wahnsinnsshow zwischen Posing und machtvollen Gesang bis in die höchsten Stimmlagen (beim Vokal- Gitarrenduett im Stück „Strange kind of woman“ am besten zu hören.)

Drummerin bringt ein fünfminütiges Solo auf die Bühne

Gesondert muss Drummerin Chiara Cotugno erwähnt werden, ein Ausbund an Energie und Spielfreude, dazu exakt in Timing und Fills, die während des Mega-Hits „Smoke on the water“ auch ein rund fünfminütiges Solo spielte. Höhepunkt: das komplizierte „Lay down, stay down“. Balladen suchte man vergebens. Alleine das träge dahergroovende „Mistreated“ brachte etwas Ruhe in das Konzert. Ansonsten gab es ausschließlich Vollgas.

Und als mal wieder eine Monitorbox den Geist aufgab, bewiesen die Musikerinnen, dass sie auch improvisieren können: Plötzlich gab es „Highway to hell“ (AC/DC) sowie „Whole lotta love“ (Led Zeppelin), alleine von Bass, Drums und Gesang gespielt.

Nächste Termine

Die deutschen Krautrocker Birth Control („Gamma Ray“) haben sich für den 12. August ´angekündigt. Dann werden sie ihr neues Album „Open Up“ vorstellen. Am 21. August geben sich die Krautrock-Bands Jane und Fargo in einem Doppelkonzert die Ehre.

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