Frank Schopphoff (ADFC): Radtourismus hat gut aufgeholt

Frank Schopphoff hat auch eine neue Route für die Radwanderkarte ausgearbeitet.
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Frank Schopphoff hat auch eine neue Route für die Radwanderkarte ausgearbeitet.

Frank Schopphoff (ADFC) spricht über Erfolge und Pläne für den Radtourismus.

Herr Schopphoff, reden wir übers Radfahren in Wermelskirchen. Wie gut eignet sich die Stadt für Radler?Frank Schopphoff: Verglichen mit der Situation vor fünf Jahren, ist es um ein Vielfaches besser. Aber es gibt noch immer viel zu tun.Fangen wir mit den guten Nachrichten an: Was hat sich denn verbessert?Schopphoff: Durch die Anlage des Panoramaradweges und anderer alter Bahntrassen sind wir ins Zentrum eines Radwegenetzes vom Rheinland bis nach Westfalen gerückt. Das bedeutet ein großes Entwicklungspotenzial für Tourismus, Hotellerie und Gastronomie.

"Für Radrennfahrer magder Brückenweg reichen."

Frank Schopphoff, ADFC

Gibt es dafür Beispiele?

Schopphoff: Schauen Sie auf die Nordbahntrasse nach Wuppertal. Die Bahnhofsgebäude da, in Mirke etwa, sind Schätze, die jetzt aus dem Dornröschenschlaf erwachen. Allerdings ist das eine Stadtstrecke, wir haben eine Naturlandschaft. Die hat aber auch eine große kulturhistorische Bedeutung und ist sehr schön.

Merkt man das?Schopphoff: Jeder, der durch die Stadt geht, bemerkt die Radfahrer. Am Wochenende sind es schon fast zu viele. Wir haben in Sachen Radfahrtourismus gut zehn Jahre im Vergleich zu anderen Regionen aufgeholt. Den Gastronomen kann man mit Radfahrern nicht mehr drohen.

Was muss sich denn dann in Zukunft noch tun?Schopphoff: Für die Tourenradfahrer muss eine sinnvolle Stadtdurchfahrt organisiert werden . . .

Deshalb Ihre Anfechtungsklage gegen die Stadt . . .Schopphoff: Genau. Für Rennradfahrer mag der Brückenweg reichen, Kinder und Senioren sind da aber in Gefahr. Und meine Recherchen in den Prozessakten haben gezeigt, dass auf der Telegrafenstraße im Probejahr nur zwei Unfälle geschehen sind - ohne Schuld der Radfahrer. Und vor allem die gestiegene Zahl der Alltagsfahrer, die mit Einkäufen oder auf dem Schulweg unterwegs sind, brauchen eine Durchfahrtmöglichkeit entgegen der Einbahnstraße auf der Telegrafenstraße.

Womit beschäftigen Sie sich denn sonst für das Radverkehrsnetz?Schopphoff: Ich habe eine neue Route ausgearbeitet, die bald in die Radwanderkarten aufgenommen werden soll. In wenigen Monaten wird eine ganz neue Beschilderung für Rad- und Wanderwege aufgestellt. Dann kommen auch neue Karten.

Eine neue Route?Schopphoff: Ja, eine "Aqualon" -Wasserroute rund um die Große-Dhünn-Talsperre. Mit Überschneidungen zum "Wasserquintett" in Hückeswagen und dem Dhünn-Radweg sowie den Trassen Richtung Wuppertal und Solingen. Für Touristen sind besonders Rundtouren mit Anschlussstellen interessant. Daneben werden verschiedenen Sommerradtouren für den ADFC und Stadtrundfahrten vorbereitet.

KLAGE

GEGENSTAND Gegen die Entscheidung des Stadtrates, die Telegrafenstraße nicht mit Fahrrädern gegen die Einbahnstraße befahren zu dürfen, läuft eine Klage

PERSON Der Kläger Frank Schopphoff ist Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs.

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