Die Woche mit Anja Carolina Siebel

Flächendeckende Impfungen müssen das Ziel sein

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anja.siebel @rga-online.de

Diese Woche startete mit einem Desaster für die Mitarbeiter der Werkstatt Lebenshilfe.

500 von ihnen wollte der Impfarzt Dr. Hans-Christian Meyer eigentlich mit dem Astrazeneca-Impfstoff impfen, musste dann aber zurückrudern, weil die Aktion vom Land Nordrhein-Westfalen nicht genehmigt war und dementsprechend auf die zweite März-Woche verschoben werden musste. Der Bürokratismus, der hinter der wohl größten Impfkampagne der bundesdeutschen Geschichte steht, treibt derzeit vielen Ortspolitikern, aber auch den Wermelskirchener Bürgern die Zornesröte ins Gesicht. Zu Recht setzen sie sich dafür ein, dass schon bald in den Hausarztpraxen in der Breite geimpft werden könnte. Das wäre in der Tat spitzenmäßig, denn dann könnte es mit den dringend notwendigen Impfungen für alle ja endlich richtig losgehen. Es nützt in der Impfdebatte indes nichts, dass sich Einzelne mit stolz geschwellter Brust nach vorn drängen und Dinge vorantreiben wollen. Das Ganze ist wohl eher ein Gemeinschaftswerk. Und das ist ja auch in Wermelskirchen gut zu erkennen. Da gibt es Ehrenamtler des Sozialwerks und der christlichen Kirchen, die Senioren zum Impfzentrum nach Bergisch Gladbach fahren. Mediziner, Politiker, Verwaltung und Krankenhausleitung setzen sich für eine dezentrale Schwerpunktpraxis oder ein Impfstoff-Verteilzentrum in Wermelskirchen ein. Und es gibt viele Mediziner, die es kaum erwarten können, endlich ihre Patienten in der Praxis impfen zu können. Entsprechende Briefe ans Ministerium sind auch schon unterwegs.

Ein Sorgenkind der heimischen Förster bleibt der bergische Wald. Satte 44 Prozent des hiesigen Fichtenbestandes sind Opfer des gemeinen Borkenkäfers geworden, sind angeschlagen oder bereits abgestorben. Das Fazit der Experten: Künftig wird man die Wälder anders bepflanzen müssen. Sie wollen Mischwälder kultivieren. Unter anderem aus nicht heimischen Pflanzen, die großen Hitzeperioden besser standhalten als die bekannten Nadelbäume. Zudem soll es auch in Wermelskirchen Pflanzaktionen geben, unter anderem in Dortenhof und Sellscheid, zu denen Stadtverwaltung und Sparkasse die Wermelskirchener einladen wollen. So kann jeder, zumindest symbolisch, einen Beitrag zum Erhalt des bergischen Waldes leisten. Und das müsste ja drin sein. Denn wer schon mal durchs Eifgenbachtal gelaufen ist, wird die Schönheit dieses Kleinods zu schätzen wissen. Nicht auszudenken, dass wir es in einigen Jahren missen müssten.

TOP Leader sucht wieder förderwürdige Projekte im ganzen Kreis.

FLOP Sieben- Tages- Inzidenz steigt wieder leicht an.

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