Nachhaltig

Flächen-Photovoltaik und neues Flutlicht im Anmarsch

In Wermelskirchen könnten Photovoltaik-Anlagen entstehen: Das Ergebnis einer Analyse liegt jetzt vor.
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In Wermelskirchen könnten Photovoltaik-Anlagen entstehen: Das Ergebnis einer Analyse liegt jetzt vor.

Sport-, Bau- und Umweltausschuss: Diese Woche herrschte politisch reger Betrieb.

Von Stephan Singer

Windkraft ist auf Wermelskirchener Stadtgebiet nicht möglich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hannoveraner Firma Nefino und bestätigt damit, was der Technische Beigeordnete Thomas Marner bereits von einigen Wochen angedeutet hatte. Geo-Informatiker Henning Arends stellte die Ergebnisse der Analyse der Potenzialflächen für Freiflächen-Photovoltaik- und Windenergie-Anlagen gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Bergischen Energie- und Wasser-Gesellschaft (BEW), Jens Langner, im Ausschuss für Umwelt und Bau vor.

Eine Erschließung von Potenzialflächen in Wermelskirchen sei „nahezu unmöglich oder zumindest aufwendig“, da diese entweder zu klein seien, weil Mindestabstände zu Wohnbebauung eingehalten werden müssten – oder im Wald liegen.

„Das Windkraftpotenzial ist in Wermelskirchen ernüchternd. Da hatten wir vor der Studie auf mehr gehofft“, bewertete Langner die Absage der Experten an die Windenergie für Wermelskirchen. „Auf dem Wermelskirchener Stadtgebiet muss der Fokus auf die Freiflächen-Photovoltaik gerichtet werden“, resümierte Arends. Die Analyse erkennt 199 Hektar, die als Potenzial für Freiflächen-Photovoltaik in Wermelskirchen nutzbar sind. Das entspricht 2,65 Prozent des Stadtgebiets. Ein Hindernis zur Ausweisung von Potentialflächen ist ein für Wermelskirchen typisches: Viele Flächen haben ackerbauliches Ertragspotenzial oder liegen an Hanglagen mit zu starker Neigung.

Top-Potenzialflächen müssten nach Kriterien wie Abstand zur Netzinfrastruktur, Eigentumsverhältnissen oder Stärke der Fragmentierung der Flächenkulisse ausgewählt werden, so Arends. „Und dann müssen die Flächen, auf denen mit hoher Wahrscheinlichkeit Photovoltaik-Anlagen realisiert werden können, gesichert werden.“ Der „Nefino“-Fachmann bemerkte: „Da der Anteil hochwertiger Böden für die Landwirtschaft in Wermelskirchen sehr hoch ist, liegt der Anteil der Potenzialflächen am gesamten Stadtgebiet niedriger als in den Nachbargemeinden.“

Die BEW wolle dennoch in Wermelskirchen mit dem Bau kleinerer Pilot-Anlagen starten, kündigte Langner an: „Die haben dann anfangs eine Leistung von 400 Kilowatt. Wir wollen als BEW den Photovoltaik-Ausbau forcieren.“

Sportausschuss: Flutlicht für Stadion und Plätze

Derweil tagte auch der Sportausschuss in der Marathon-Sitzungswoche: Auf den Fußballplätzen soll das Flutlicht besser werden, befand das Fachgremium. Das Straußenfarm-Höferhof-Stadion in Dabringhausen mit seinem Planflächenstrahlern soll dabei Vorbild sein. Einigkeit herrschte im Sportausschuss, dass das Dönges-Eifgen-Stadion eine neue Ausleuchtung braucht. „Die Anlage ist veraltet“, stellte Tiefbauamtsleiter Harald Drescher fest. „Es gibt ein Förderprogramm des Bundes, das am 30. Juni 2024 endet und eine solche Maßnahme mit 25 Prozent der Kosten unterstützt“, erläuterte Drescher. Aber: „Wir brauchen ein Machbarkeitskonzept, ob die vorhandenen Masten ausreichend tauglich sind.“ Und weiter: „Alle sechs Jahre wird die Standhaftigkeit der Masten sowieso geprüft. Wir wollen das aber über die Dauer von mehr als sechs Jahren überprüfen lassen, denn ein Austausch der Köpfe soll ja für länger halten.“

Im Falle des Dönges-Eifgen-Stadions sei ebenso klar, dass laut dem Vertrag der Stadt mit dem SV 09/35 die Beleuchtung des Stadions eindeutig in der Hand und Zuständigkeit der Verwaltung liege. „Die Licht-Ausbeute mit LED-Planflächenstrahlern ist deutlich besser und schöner. Ähnlich sieht das für die Fußballplätze in Pohlhausen und Dhünn aus, die wir in die Studie miteinbeziehen wollen“, stellte Drescher dar.

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