Fische haben im Eschbach freie Bahn

Der Fischaufstieg im Eschbach konnte in dieser Woche fertiggestellt werden. Fische können nun flussaufwärts schwimmen. Foto: Wupperverband
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Der Fischaufstieg im Eschbach konnte in dieser Woche fertiggestellt werden. Fische können nun flussaufwärts schwimmen. Foto: Wupperverband

Wupperverband hat Arbeiten abgeschlossen

Von Alexandra Dulinski

Die Wanderfische im Eschbach haben nun freie Bahn, um flussaufwärts zu ihren Laichgründen zu schwimmen. Denn der geplante Fischaufstieg als Ausgleichsmaßnahme für den Hochwasserschutz wurde diese Woche vom Wupperverband fertiggestellt.

20 Stufen aus Natursteinen umfasst die etwa 70 Meter lange Rampe, die den Fischen das Überwinden des Höhenunterschieds im Eschbach erleichtern soll. „Durch die notwendige Vertiefung des Bachbetts für den Hochwasserschutz wurde es für die Lebewesen im Bach noch schwieriger, den Höhenunterschied zu überwinden“, erklärt Susanne Fischer, Pressesprecherin des Wupperverbandes.

Zuvor floss der Bach im Bachbett über eine Betonsohle. „Mit dem Fischaufstieg haben Fische und Kleinstlebewesen im Eschbach jetzt wieder freie Bahn. Der Eschbach ist an dieser Stelle nun durchgängig und somit ökologisch verbessert“, sagt Fischer. Die Kosten, die der Wupperverband trägt, belaufen sich auf rund 300 000 Euro. Angelegt wurde der Fischaufstieg im Bereich der ehemaligen Behelfsbrücke Mühlendamm. Im Frühjahr wird dort noch ein fehlendes Stück Geländer im Bereich der Eschbachstraße installiert. „Aber die Hauptarbeiten im Bach sind jetzt abgeschlossen“, so Fischer. Gestartet im Oktober, habe der geringe Niederschlag der letzten Wochen eine schnelle Durchführung der Baumaßnahme ermöglicht, so dass die Arbeiten planmäßig im Dezember abgeschlossen werden konnten. „Hohe Pegelstände bedeuten Verzögerung“, erklärt Fischer, „auch wenn wir uns Regen für die Talsperren wünschen.“

Fische orientieren sich am Hauptstrom eines Gewässers

Dr. Jan Boomers, Geschäftsführer der Biologischen Station Mittlere Wupper, lobt den geplanten Fischaufstieg. „Das ist eine absolut richtige und wichtige Maßnahme“, sagte er im Herbst unserer Redaktion. „Wir haben eine ganze Reihe von Wanderfischen, wie Lachse, Flussneunaugen und Forellen, die sonst nicht zu ihren Laichgründen wandern können“, erklärte er. Fische würden sich immer an dem Hauptstrom eines Gewässers orientieren. Daher müsse an einem Fischaufstieg viel Wasser fließen, um den Hauptstrom zu erzeugen. Andere Fischtreppen wie in Müngsten oder am Auer Kotten würden bereits sehr gut funktionieren.

Einzelne Stufen

Die einzelnen Stufen des Fischaufstieges bestehen aus unterschiedlich großen Natursteinen. Diese wurden in Form und Material sorgfältig ausgewählt. „Damit sie ortstypisch sind“, erklärt Nina Mini, die das Projekt Fischtreppe geleitet hat. In den einzelnen Steinreihen, die die Stufen darstellen und die quer im Bachbett liegen, ist jeweils eine Hohlstelle zu finden. „Das ist der Punkt, an dem etwa Lachse oder Krebse den ersten Weg nach oben wählen“, erklärt Nina Mini. Schnellere und langsamere Strömungen sind beabsichtigt, da jedes Wasserlebewesen andere Bedingungen bevorzugt.

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