Gesundheit

Firma Tente: 100 Mitarbeiter sind geimpft

Harald Bergerhoff impft Tente-Mitarbeiter Antonello Carrozzo. Mit ihm wurden 100 Mitarbeiter geimpft. Foto: Doro Siewert
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Harald Bergerhoff impft Tente-Mitarbeiter Antonello Carrozzo. Mit ihm wurden 100 Mitarbeiter geimpft.

Im Unternehmen gab es eine erste Impfaktion – eine zweite soll bald folgen.

Von Anja Carolina Siebel

Antonello Carrozzo muss zugeben: „Heute morgen ging mir schon ein bisschen die Düse.“ Der gebürtige Italiener und Mitarbeiter der Firma Tente GmbH ist am Samstagvormittag aufgeregt, weil er das erste Mal geimpft wird. Betriebsarzt Harald Bergerhoff, der mit seinem Kollegen Ingo Braches die Impfungen der Tente-Mitarbeiter vornahm, kann Antonello Carrozzo beruhigen: „Ich habe das auch schon zwei Mal hinter mir.“

Der Wermelskirchener Mediziner ist begeistert von der guten Organisation, die Tente vorweisen kann. Zwei Impfstraßen sind vorbereitet, es gibt einen Wartebereich und einen, wo die Geimpften sich noch kurz zur Kontrolle aufhalten können. „Das kommt einem Impfzentrum gleich, wirklich toll gemacht“, lobt der Arzt.

Von den insgesamt 600 Mitarbeitern haben sich 200 zur Impfung gemeldet; ein Großteil von ihnen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer, einige wenige mit Johnson und Johnson. „Viele haben sich einfach schon vorher privat impfen lassen“, berichtet Thomas Zimmermann von Tente. Er gehört zu einer Corona-Task-Force, also einer Art Krisenstab, den die Führungsetage bei Tente bereits im Februar 2020 gründete. Zimmermann: „Wir haben intensive Geschäftskontakte zu Asien und wussten daher schon früh, was uns möglicherweise erwartet. Wir sahen uns von Anfang an in der Verantwortung, die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu schützen. Und natürlich auch, den Produktionsbetrieb aufrecht zu erhalten.“

Die Mitarbeiter, deren Aufgabe es hergab, wurden sofort ins Homeoffice geschickt. Jene, die in der Produktion gebraucht wurden, bekamen schon früh medizinische Masken. „Seit April 2020 sind bei uns rund 100 000 solcher Masken verteilt worden.“

Unternehmen wendet rund 70 000 Euro für Schutzmaßnahmen auf

Insgesamt würden sich die Kosten für die Corona-Schutzmaßnahmen im Unternehmen auf 65 000 bis 70 000 Euro belaufen. Nun ist Tente einer der ersten Wermelskirchener Betriebe, der seine Mitarbeiter betrieblich impfen lässt. „Wir lassen in zwei Gruppen impfen“, schildert Thomas Zimmermann das Prozedere. „Eine Gruppe mit 100 Leuten ist heute dran, die andere in wenigen Tagen.“

Das sei auch deshalb so, weil der Betriebsarzt erst wieder neuen Impfstoff bekommen muss. „Im Moment sieht es in meiner Praxis aber ganz gut aus“, ist Harald Bergerhoff am Samstag etwas optimistischer als noch vor wenigen Tagen, was die Impfstoffmenge betrifft. „Ich habe diesmal sogar etas mehr bekommen als ich erwartet hatte. | Standpunkt

Standpunkt: Alles richtig gemacht

Von Anja Carolina Siebel

anja.siebel@rga.de

Das wirkte am Samstag mehr als professionell. Die Firma Tente GmbH in Herrlinghausen hatte ein regelrechtes kleines Impfzentrum erschaffen, mit zwei Impfstraßen und Wartebereichen. Alles steril. Und alles reibungslos im Ablauf. Da war der Betriebsarzt zu Recht begeistert. Und auch sonst hat der Global Player Tente während der Pandemie vorausschauend gehandelt. Zum Schutz der Mitarbeiter wurde schon im Februar 2020, als viele von uns noch schunkelnd auf Karnevalsumzügen feierten, einen Corona-Krisen-stab eingerichtet. Die engen Kontakte zu Werken in Asien ließen für die Tente-Chefetage bereits erahnen, welche Infektionswelle da möglicherweise auch auf die westliche Welt zurollen könnte. Dass Mitarbeiter schon ins Homeoffice entsandt und an jene, die dieses Angebot berufsbedingt nicht nutzen konnten, medizinische Masken verteilt wurden, lange bevor die Regierung überhaupt die Idee äußerte, beides zur Empfehlung zu machen, zeugt nicht nur von Weitsicht, sondern auch von Verantwortungsbewusstsein seiner Belegschaft gegenüber. Und nun wird geimpft. Kurz: Alles, aber auch wirklich alles richtig gemacht.

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