Dabringhausen

Feuerwehrgerätehaus: Betonbau ist fertig

Bald geht es in Dabringhausen an den Innenausbau. Foto: Doro Siewert
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Bald geht es in Dabringhausen an den Innenausbau.
  • Anja Carolina Siebel
    VonAnja Carolina Siebel
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Arbeiten liegen gut im Zeitplan – Im dritten Quartal soll die Eröffnung sein.

Wermelskirchen. Am 4. März 2021 war der Spatenstich in Dabringhausen. Ein knappes Jahr später hat der Neubau des Feuerwehrgerätehauses Auf der Hufuhr schon deutliche Formen angenommen. „Der Betonbauer ist fertig mit seiner Arbeit, so dass der Hochbau abgeschlossen ist“, sagt der städtische Gebäudemanager Hartwig Schüngel. Ein wenig länger als geplant habe das gedauert. „Zum einen haben viele Firmen nach wie vor Lieferschwierigkeiten“, erläutert Schüngel, „zum anderen hat es häufig stark geregnet.“ Im groben Zeitplan sei man mit dem Bau indes immer noch. Im dritten Quartal 2022 soll das Gerätehaus fertig werden. Schüngel: „Auf 14 Tage oder drei Wochen können wir uns da natürlich nicht festlegen.“

Insgesamt 6000 Kubikmeter Erde haben die Arbeiter auf dem 3600 Quadratmeter fassenden Grundstück an der L 101 bereits bewegt. Für den Sozialtrakt mit Keller, Erd- und Obergeschoss verwendeten sie Ortbeton, ebenso für die Bodenplatte. „Jetzt beginnen sie mit den Stahlkonstruktionen, etwa für die Fahrzeughalle“, berichtet Hartwig Schüngel.

Später kommt dann der Zimmermann, der mit der Dachkonstruktion beginnen wird, die vom Dachdecker vollendet werden soll. „Und dann geht es mit dem Innenausbau weiter“, sagt der Gebäudemanager. Dazu zählen unter anderem die Elektro- und Sanitärinstallationen.

„Wir freuen uns auf das neue komfortable Domizil.“

Holger Stubenrauch, Feuerwehrchef

Wie bereits berichtet, soll es eine so genannte Alarmausfahrt zur L 101 geben; ähnlich wie an der Feuerwehrhauptwache in Vorm Eickerberg. Dort führt die Alarmausfahrt zur Dellmannstraße. „Auf eine Ampel können wir in Dabringhausen aber verzichten“, sagt Hartwig Schüngel.

Die etwas über 50 Wehrleute des Löschzugs Dabringhausen erwarten mit Ungeduld die Fertigstellung ihres neuen Gerätehauses. Das bestätigt Feuerwehrchef Holger Stubenrauch auf Nachfrage. „Wir freuen uns, dass die Arbeiten bisher so gut im Zeitplan liegen“, sagt er. Noch nutzen die Dabringhauser das in die Jahre gekommene Gerätehaus an der Altenberger Straße. Anfang 2018 hatte die Stadtverwaltung dort Container aufgestellt, in denen die Feuerwehrleute sich umziehen können.

Der Grund: Zuvor herrschte Platzmangel, was zur Folge hatte, dass sich die Brandbekämpfer bei einem Einsatz zum Teil in der Wagenhalle bei laufenden Motoren der Fahrzeuge umziehen mussten. „Das barg natürlich Gefahrenpotenzial“ erinnert sich Holger Stubenrauch. Mit den Containern kämen sie nun gut zurecht. „Komfortabler wird es aber natürlich im neuen Domizil“, ist Stubenrauch sicher.

Wie die Verwaltung bereits im vorigen Sommer berichtete, gäbe es während der Bauphase regelmäßige Abstimmungsgespräche zwischen der Feuerwehr und dem Gebäudemanagement. Dabei kam beispielsweise heraus, dass in das hochmoderne Gerätehaus unbedingt auch ein Faxanschluss müsse. „Da sagte plötzlich jemand: „Was ist denn mit dem Fax?“, erzählte der Architekt im Sommer lachend. „Ich bekam dann erklärt, dass bei einem Einsatz immer noch ein Fax an alle Leitstellen rausgeht. Das kann ja auch nicht plötzlich anders laufen, weil die anderen Gerätehäuser ja noch nicht mit moderner Technik ausgestattet sind.“ Dieser für die Feuerwehr wichtige Faxanschluss wird aber wohl das einzige recht antiquierte technische Detail sein am neuen Gerätehaus. Ansonsten wird es dort hochmodern zugehen. 3600 Quadratmeter groß ist das Grundstück, der Innenraum mit Sanitärräumen, Seminarräumen, Fahrzeughallen und speziellen Räumen zum Wechseln kontaminierter Kleidung wird rund 1300 Quadratmeter umfassen. Die Rolltore öffnen sich per App und Klick.

„Der Neubau ist für uns ein guter Start“, sagt Holger Stubenrauch. Denn sukzessive sollen jetzt auch andere in die Jahre gekommene Gerätehäuser saniert werden. Der Bau in Dabringhausen liefert dafür die Blaupause.

Hintergrund

Etwas über 50 aktive Mitglieder hat der Löschzug Dabringhausen. Die freuen sich schon jetzt auf ihr neues Gerätehaus: Neben der Fahrzeughalle entstehen auch Aufenthaltsräume mit neuen Umkleiden und sanitäre Anlagen. Vorher hatte es oft Dispute gegeben, weil die Gerätehäuser im gesamten Stadtgebiet völlig veraltet sind und jahrelang von der damaligen Verwaltung nichts zur Modernisierung unternommen worden war. Nun hoffen die Wehrleute auf den Ausbau weiterer Häuser.

Standpunkt

anja.siebel@rga.de

Kommentar von Anja Carolina Siebel

Es gab Zeiten, da ging es turbulent zu bei der Wermelskirchener Feuerwehr. Und zwar nicht nur aufgrund vieler Einsätze, sondern vor allem deshalb, weil die Wehrleute sich über Jahre nicht gehört fühlten. Der harte Sparkurs, denn der ehemalige Bürgermeister Eric Weik der Stadt auferlegt hatte, betraf auch und mit voller Härte die Feuerwehr. Den trotz eines Brandschutzbedarfsplans, der eindeutig auswies, dass diverse Gerätehäuser nicht mehr dem Standard entsprachen, tat sich lange Zeit überhaupt nichts. Die Feuerwehrleute schlugen buchstäblich und richtigerweise Alarm. Unter Bürgermeister Rainer Bleek ging es dann endlich weiter. Die Neubauten wurden auf den Weg gebracht – und zum Behelf gab es wegen des immensen Platzmangels zusätzliche Container an einigen Gerätehäusern, in denen sich die Brandbekämpfer seitdem umziehen können. Dass es mit dem Bau in Dabringhausen nun so gut vorangeht, ist deshalb ein wichtiger Schritt. Und auch ein gutes Signal in Richtung Feuerwehr, der die ihnen zustehende Wertschätzung der Verwaltung nun wieder sicher ist.

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