Trockenheit

Feuerwehr warnt vor Waldbrandgefahr

Die Feuerwehr rät: Bei kleinstem Verdacht eines Waldbrandes sofort den Notruf 112 wählen.
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Die Feuerwehr rät: Bei kleinstem Verdacht eines Waldbrandes sofort den Notruf 112 wählen.
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Die Bäume und Sträucher sind sehr trocken. Rauchen und offenes Feuer sind verboten.

Von Susanne Koch

Mit Sorge verfolgt die Feuerwehr Wermelskirchen die Nachrichten über die zum Teil verheerenden Waldbrände in Brandenburg, der Sächsischen Schweiz und in Unterfranken in Bayern. Auch in Wermelskirchen ist die Feuerwehr mit Blick auf den Waldbrandgefahrenindex und den Graslandfeuerindex weiterhin in erhöhter Alarmbereitschaft: „Wegen der Trockenheit und der zu erwartenden Temperaturen in dieser Woche erreichen wir Stufe vier von fünf möglichen Stufen“, warnt Ingo Mueller, stellvertretender Feuerwehrchef.

Bereits am vergangenen Samstag rückte die Feuerwehr Wermelskirchen gegen 21 Uhr nach Markusmühle aus. Dort wurde eine ungewöhnliche Rauchentwicklung gemeldet. Auch die Polizei war vor Ort: „Wir haben dort fünf Personen angetroffen, die ein Lagerfeuer angezündet haben. Unsere Polizeibeamten nahmen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige auf, die an das Ordnungsamt Wermelskirchen weitergeleitet wird. Hier wird auch die Höhe der Strafe festgelegt“, bestätigt Carina Höfelmanns von der Polizei Rheinisch-Bergischer Kreis.

„Die jungen Leute haben dort gezeltet und waren sehr einsichtig, als wir sie auf die Waldbrandgefahr hingewiesen haben“, so Ingo Mueller. „Sie haben das Feuer auch sofort selbst gelöscht und wir haben den gesamten Bereich sicherheitshalber noch mit Wärmebildkameras geprüft, um keine Glutnester zu übersehen, die in Brand geraten könnten.“

Wälder und Wiesen sind aktuell sehr trocken

90 Prozent der Waldbrände werden durch das Verhalten von Menschen ausgelöst. Beispielsweise durch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen oder Trinkflaschen, die in der Sonne wie Brenngläser wirken, oder falsch geparkte Autos, die auf trockenem Gras leicht einen Brand auslösen können. Vor allem in den kommenden Tagen, an denen Temperaturen bis zu über 30 Grad erwartet werden, bittet die Feuerwehr Wermelskirchen deshalb um extreme Vorsicht und Umsicht in der Natur. „Wälder und Wiesen sind aktuell so trocken, dass bereits ein Funke ausreichen würde, damit die ganze Fläche und auch ein Waldgebiet wie Zunder brennt“, warnt der Feuerwehr-Vize.

Auch die Polizei weist auf die Regelungen bezüglich der Waldgefährdung durch Feuer im Landesforstgesetz hin: So darf im Wald vom 1. März bis 31. Oktober nicht geraucht werden. Zudem ist im Wald oder in einem Abstand von weniger als einhundert Meter vom Waldrand das Anzünden eines Feuers oder das Benutzen eines Grills nicht erlaubt. Das gilt auch für leicht entzündliche Stoffe. Ausnahmen genehmigt die Forstbehörde.

Dringender Appell der Feuerwehr ist es, in den kommenden Tagen äußerst umsichtig bei Spaziergängen im Wald zu sein. Wichtig: „Die Zufahrten müssen frei bleiben, damit wir im Ernstfall eine Chance haben, mit den Löschfahrzeugen durchzukommen, um das Feuer zu löschen“, erklärt Mueller und sagt: „Beim kleinsten Verdacht auf einen Brand sofort die 112 anrufen.“

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