Eröffnung im Herbst geplant

Feuerwehr: Neubau soll Blaupause sein

Architekt Thomas Rosiny (l.), Marion Lück und Thomas Marner hoben das Glas zum Richtfest.
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Architekt Thomas Rosiny (l.), Marion Lück und Thomas Marner hoben das Glas zum Richtfest.

Am Montag feierten die Mitglieder des Löschzugs Dabringhausen Richtfest.

Von Anja Carolina Siebel

Feuerwehrchef Holger Stubenrauch erinnert sich noch genau an den Satz den er sagte, als es erstmals um die Planung für das neue Feuerwehrgerätehaus in Dabringhausen ging: „Ich glaube es erst, wenn die ersten Fahrzeuge auf dem Gelände stehen“, hatte er damals gesagt. Gestern standen sie da, auf dem Gelände Auf der Hufuhr in Dabringhausen. Und die Gäste des Richtfests konnten sogar schon im Innern der Wagenhalle das Festmahl einnehmen und sich austauschen.

„Wir sind froh, dass wir bald ein hochmodernes Gerätehaus nutzen können, in dem auch Ausbildungslehrgänge für den Feuerwehr-Nachwuchs stattfinden können“, sagt der stellvertretende Feuerwehrchef Ingo Mueller. Seit er vor über 30 Jahren in die Freiwillige Feuerwehr Wermelskirchen eintrat, sei der Bau eines neuen Gerätehauses in Dabringhausen Thema bei den Kameraden gewesen.

Noch nutzen die Dabringhauser das in die Jahre gekommene Gerätehaus an der Altenberger Straße. Anfang 2018 hatte die Stadtverwaltung dort Container aufgestellt, in denen die Feuerwehrleute sich umziehen können. Der Grund: Zuvor herrschte Platzmangel, was zur Folge hatte, dass sich die Brandbekämpfer bei einem Einsatz zum Teil in der Wagenhalle bei laufenden Motoren der Fahrzeuge umziehen mussten. „Das barg natürlich Gefahrenpotenzial“ erinnert sich Holger Stubenrauch.

Budget von 5,1 Million Euro kann wohl gehalten werden

Damit soll nun Schluss sein. Im vierten Quartal 2022, schätzte der Technische Beigeordnete der Stadt. Thomas Marner, in seiner Ansprache, soll die große Eröffnung des neuen Gerätehauses gefeiert werden.

Zusammen mit Bürgermeisterin Marion Lück und dem Architekten Thomas Rosiny aus Bergisch Gladbach trank Marner vom Baugerüst aus einen Schluck auf den fertig gestellten Rohbau. Worauf er und seine Kollegen besonders stolz sind: „Das zuvor angepeilte und schließlich auch von der Politik beschlossene Budget von 5,1 Millionen Euro werden wir wohl nicht übersteigen. Das ist gerade in diesen besonderen Zeiten, in denen es oft an Material mangelt und alles stetig teurer wird, ein echter Erfolg.“ Der

Beigeordnete lobte diesbezüglich die Sachbearbeiter der Stadt, die sich in einer Arbeitsgruppe zusammen mit den Wehrleuten des Dabringhauser Löschzugs stetig ausgetauscht hatten zu den Arbeitsprozessen auf der Baustelle. Projektleiter ist von Beginn an Dino Künster von der Stadt. „Aber auch die Feuerwehrleute, die das ja alles in ihrer Freizeit machen, haben großartige Arbeit geleistet“, betont Marner.

Insgesamt 7000 Kubikmeter Erde haben die Arbeiter auf dem 3600 Quadratmeter fassenden Grundstück an der L 101 bewegt. Für den Sozialtrakt mit Keller, Erd- und Obergeschoss verwendeten sie Ortbeton, ebenso für die Bodenplatte. „Alles hat weitgehend reibungslos geklappt, das ist nicht selbstverständlich“, unterstreicht der Bergisch Gladbacher Architekt Thomas Rosiny. Es ist nicht das erste Feuerwehrgerätehaus. „Kurz nach dem Studium an der RWTH Aachen habe ich schon mal eins gebaut.“ Und deshalb weiß er: „Ein Gebäude der Feuerwehr stellt besondere Anforderungen. „Da muss von der Zuwegung bis zur Technik alles genau aufeinander abgestimmt sein.“ Bis auf das kleinste Detail, nämlich das Faxgerät, was die Feuerwehr bei der Einsatzvorbereitung tatsächlich immer noch nutzt,

Das ist aber wohl das einzige eher antiquierte Stück im neuen Gerätehaus. „Die Dabringhauser sind damit noch besser ausgestattet als wir in der Hauptwache Vorm Eickerberg“, sagt Holger Stubenrauch lachend. „Aber wir sind eine Feuerwehrfamilie. Deshalb fällt das nicht ins Gewicht.“

Für die Feuerwehrfamilie wird das Bauwerk in Dabringhausen, das seit gestern der Richtkranz ziert, wohl nicht die einzige Neuanschaffung bleiben. Wie berichtet, sind einige Gerätehäuser im Stadtgebiet in die Jahre gekommen. „Gerade schauen wir un Grundstücke für ein neues Gerätehaus für die Löschgruppe Eipringhausen an“, verriet Thomas Marner. Der Neubau in Dabringhausen soll für weitere als Blaupause dienen.

Hintergrund

Etwas mehr als 50 aktive Mitglieder hat der Löschzug Dabringhausen. Die freuen sich schon jetzt auf ihr neues Gerätehaus: Neben der Fahrzeughalle entstehen auch Aufenthaltsräume mit neuen Umkleiden und sanitäre Anlagen. Eröffnung soll im vierten Quartal des Jahres sein.

Standpunkt von Anja Carolina Siebel: Es geht voran

anja.siebel@rga.de

Ein Richtfest folgt derzeit dem anderen in Wermelskirchen. Und das ist ein gutes Zeichen. Denn das heißt, notwendige Projekte kommen zu ihrem Abschluss. Dazu gehört der Neubau am Loches-Platz, auf dem vorige Woche Richtfest gefeiert wurde. Und dazu gehört das neue Feuerwehrgerätehaus in Dabringhausen. Für die Feuerwehr dürfte das eine große Erleichterung bedeuten – und Symbolcharakter haben. Denn nicht nur das alte Gerätehaus an der Altenberger Straße ist in die Jahre gekommen. Auch andere brauchen dringend Sanierung oder müssen neu gebaut werden. Darauf hatte die Feuerwehr seit Jahrzehnten hingewiesen. Realisiert wurden die im Feuerwehrbedarfsplan längst aufgelisteten Neubauten erst vor einigen Jahren – mit damals neuer Stadtspitze. Dass die Stadt mit Projektleiter Dino Künster bei den Arbeiten in Dabringhausen nahezu exakt im Budget-Rahmen bleiben konnte, ist bemerkenswert.

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