Freibad überflutet

Feuerwehr kämpft pausenlos gegen die Wassermassen

Einsatz auf der L 409 in der Hoflage Eipringhauser Mühle. Dort floss das Wasser über den Gehweg zum tiefsten Punkt. Überflutet: Das Freibad Dabringhausen ist vorerst geschlossen.
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Einsatz auf der L 409 in der Hoflage Eipringhauser Mühle. Dort floss das Wasser über den Gehweg zum tiefsten Punkt.

Einsatzkräfte ab Mittag im Einsatz – Straße in Eipringhausen gesperrt.

Von Markus Schumacher, Gunnar Freudenberg und Udo Teifel

Am Tag als der Regen kam. . . Um 11.45 Uhr hatte die Feuerwehr Wermelskirchen am Mittwoch ihren ersten Einsatz. „Und seitdem waren wir beinahe ohne Pause in der Stadt unterwegs“, berichtete am Abend Feuerwehrchef Holger Stubenrauch. Mit Regenwasser vollgelaufene Keller und überflutete Straßen hielten die Blauröcke auf Trab.

Land unter hieß es gegen Mittag in Eipringhausen. Dort stand die Fahrbahn der Landstraße 409 unter Wasser. Als Erstes stellte das Verkehrsunternehmen RVK daher seine Linie 261 ein: „Alle Busse fahren über Sonne von und nach Wermelskirchen.“ Später fuhr auch die Linie 260 nur noch eingeschränkt, weil in Leverkusen ein See übers Ufer getreten war.

Einsatz auf der L 409 in der Hoflage Eipringhauser Mühle. Dort floss das Wasser über den Gehweg zum tiefsten Punkt.

Die Feuerwehr konnte vor Ort in Eipringhausen an der L 409 nur mit Pumpen und Sandsäcken etwas ausrichten. „Da läuft das Wasser von allen umliegenden Hügeln runter“, beschrieb Stubenrauch, „das packen die Rohre irgendwann nicht mehr.“ Die Straße wurde dann von Straßen NRW komplett gesperrt. „Das heißt, auch unsere Einsatzfahrzeuge können da nicht mehr langfahren“, erklärte der Feuerwehrchef.“ Der Bereich Eipringhausen bildete mit Halstenberg auch am späten Nachmittag noch die Schwerpunkte für die Feuerwehreinsätze wegen Keller unter Wasser. „Bis zu einer Tiefe zwischen fünf und zehn Zentimetern können wir die Keller leerpumpen“, berichtete Stubenrauch, „danach sind die Leute selbst verantwortlich.“ Die Feuerwehr könne so einen Keller eben nicht besenrein übergeben, bat er um Verständnis. Wobei das Pumpen mitunter auch mal länger dauere: Schließlich läuft das Wasser ja weiter hinein. Oft waren auch Heizöltanks von Regenwasser umgeben. „Aber die müssen ja dichthalten“, sagte Stubenrauch.

Einsätze gab es an der Mittelstraße, am Kreckersweg, an der Dabringhauser Straße, am Weidenweg, in Unterburg, an der Heisterstraße, in Untenpilghausen und immer wieder in Halstenberg und Eipringhausen.

Hiobsbotschaft dann am späten Nachmittag aus dem Freibad Dabringhausen: Die Linnefe, die verrohrt unter dem Freibad herfließt, war über die Ufer getreten. Hier hatte sich das Sperrgitter mit Ästen und Laub zugesetzt. Das war anfangs noch freigemacht worden, so dass nur die Liegewiese unter Wasser stand. Dann aber wurden die Regenfälle heftiger, und der Damm oberhalb des Bades brach. Erst erreichte das dreckige Bachwasser das kleine Becken, wenig später das große Schwimmbecken. Am frühen Abend folgte eine Flutwelle der anderen. Versucht wurde, den Technikraum vor den Wassermassen zu schützen. Das Bad ist damit vorerst nicht zu benutzen und gesperrt.

Schon gegen Mittag hatte die Einsatzleitstelle in Bergisch Gladbach wegen der Vielzahl der Einsätze im Kreisgebiet, die einzelnen Feuerwehren in die Verantwortung für ihre Städte genommen. In Wermelskirchen wurden alle sieben Feuerwachen plus die Hauptwache als sogenannte Meldeköpfe besetzt. Von da werden seitdem die Einsätze koordiniert.

Am frühen Abend hatte die Feuerwehr bereits knapp 50 Einsätze absolviert. „Aber es soll ja noch weiterregnen“, wusste Stubenrauch. Und auch Wind mit bis zu 40 km/h war vorhergesagt. „Wenn der Wind jetzt auf die nassen, schweren Bäume auf aufgeweichter Erde trifft, könnte da auch noch einiges auf uns zukommen“, machte sich der Feuerwehrchef keine Illusionen über viel Schlaf in der Nacht.

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