Feuerwehr fährt 31 Einsätze in der Sturmnacht

An der Dhünner Straße mussten die Einsatzkräfte zwei Bäume entfernen. Foto: Feuerwehr Wermelskirchen
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An der Dhünner Straße mussten die Einsatzkräfte zwei Bäume entfernen.

Eine Helferin wurde bei Aufräumarbeiten an der Hand verletzt – Rettungskräfte versorgten sie vor Ort

Von Anja Carolina Siebel

Die Zeichen standen bis in die erste Freitagnachthälfte auf Sturm. Wieder einmal. Denn nachdem erst in der Nacht auf Donnerstag das Sturmtief Ylenia übers Bergische gefegt war, hielt vor allem die Feuerwehrleute jetzt Zeynep in Atem. Und in Bewegung.

„Es war viel los, aber wir sind vergleichsweise glimpflich davongekommen“, konnte Feuerwehrchef Holger Stubenrauch dann aber glücklicherweise auch am Samstagmorgen eine recht entspannte Bilanz ziehen.

Viele Straßen waren wegen umgestürzter Bäume gesperrt

Insgesamt 31 Einsätze absolvierten demnach die insgesamt 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr, davon 76 der Freiwilligen Feuerwehr, ab dem späten Freitagnachmittag bis in die Nacht zum Samstag. Zu vier weiteren Einsätzen wurde die Feuerwehr dann ab 3.30 Uhr in den frühen Morgenstunden des Samstages gerufen.

Eine Feuerwehrfrau verletzte sich laut Mitteilung der Verwaltung bei einem Einsatz an der L 409 zwischen Halzenberg und Wanderparkplatz am Samstagmorgen an der Hand und musste von Rettungssanitätern versorgt werden. Die Feuerwehr Wermelskirchen hatte sich auf „Zeynep“ optimal vorbereitet: Bereits um 15.55 Uhr am Freitagnachmittag waren alle Gerätehäuser besetzt.

Die erste Alarmierung erfolgte um 15.46 Uhr, weil sich auf dem Dach des Woolworth-Gebäudes wie berichtet eine Dachplatte gelöst hatte. Weitere Alarmierungen folgten anschließend nahezu im Viertelstundentakt, weil zumeist Bäume auf die Straßen stürzten, wie in Schwarze Delle, auf der L 409 hinter Halzenberg oder Pilghausen.

Gleich zwei Bäume mussten von den Einsatzkräften an der Dhünner Straße entfernt werden. Auf dem Döllersweg stürzte ein Baum auf einen Pkw, in der Markusmühle auf ein Haus. Menschen wurden dabei aber zum Glück nicht verletzt, so die Feuerwehr, die bis Mitternacht wegen 24 umgestürzter Bäume im kompletten Stadtgebiet im Einsatz war.

Aber auch Straßen, in denen Passanten von herabstürzenden Dachpfannen oder durch ein loses Rauchabzugsfenster gefährdet gewesen wären, wurden von den Einsatzkräften gesichert.

Komplett gesperrt wurde gegen 19.12 Uhr die Opladener Straße, weil mehrere Bäume auf der Fahrbahn lagen. Auch auf der Autobahn 1 in Fahrtrichtung Leverkusen sorgten zwei umgestürzte Bäume für Sperrungen. Die B 51 musste ab 20.12 Uhr ebenfalls für den Durchgangsverkehr zwischen Bahndamm und Dabringhauser Straße komplett gesperrt werden, weil mehrfach Bauteile, wie beispielsweise Styropor-Platten, von der Baustelle am Loches-Platz auf die Fahrbahn geweht wurden. Ruhiger wurde es ab 22.44 Uhr. Kreisweit konnten die Feuerwehren bis 23.45 Uhr in der Nacht zum Samstag insgesamt 292 Einsätze verzeichnen.

Betroffen waren die Kommunen Bergisch Gladbach (90 Einsätze), Burscheid (33), Kürten (43), Leichlingen (24), Odenthal (36), Overath (28), Rösrath (15) und Wermelskirchen (30). Die Feuerwehren im Kreis beschrieben die Lage nach der Sturmnacht als „arbeitsintensiv, aber vergleichsweise ruhig“. Am Morgen wurden noch vereinzelte Schadensstellen abgearbeitet.

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